Landwirtschaft der Zukunft

Agrarökologie

Agrarökologie ist ein Ansatz, der lokal angepasste und umweltschonende Landwirtschaft fördert. In den Projekten von Fastenaktion ist dieser Ansatz zentral, um Ernährungssicherheit zu erreichen und Selbstbestimmung der Menschen zu stärken.

Agrarökologie ist mehr als eine landwirtschaftliche Methode. Sie umfasst vier Dimension und ist so gleichzeitig eine Wissenschaft, eine Sammlung von nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken und eine soziale Bewegung für mehr Ernährungssouveränität. Die Agrarökologie konzentriert sich nicht nur auf Äcker und landwirtschaftliche Betriebe, sondern umfasst Empfehlungen für das gesamte System der Lebensmittelproduktion, vom Feld bis zum Teller – und für alles, was sich dazwischen abspielt.

Die vier Dimensionen der Agrarökologie

  • 1

    Die ökologische Dimension

    Diese Dimension der Agrarökologie ist von zentraler Bedeutung: Dabei geht es um den Aufbau von fruchtbaren Böden, den Schutz vor Erosion und die Förderung der Artenvielfalt.
  • 2

    Die soziale Dimension

    Traditionelles Wissen ist von grosser Bedeutung für eine gerechte und selbstbestimmte Landwirtschaft. Es wird bewahrt und weitergegeben. Solidaritätsgruppen und die Ausbildung von Frauen stärken die Gemeinschaft
  • 3

    Die ökonomische Dimension

    Auf ökonomischer Ebene stärken agrarökologische Ansätze die lokalen Kreisläufe, indem auf eine regionale und saisonale Landwirtschaft und Nahrungsmittel gesetzt wird. Überschüsse aus der Produktion können lokal verkauft werden.
  • 4

    Die politische Dimension

    Agrarökologie hat auch zum Ziel, die Rechte der Bäuerinnen und Bauern zu stärken. Sei es auf lokaler Ebene in den Ländern oder durch internationale Abkommen. Zugang zu Land und das Recht auf eigenes Saatgut garantieren Ernährungssouveränität.

Kenia – Gemeinsam gegen Hunger

Frauen, die nach dem Tod ihrer Ehemänner vor dem Nichts stehen, kleine Ackerflächen mit unfruchtbarem Boden, immer längere Dürren und ungeeignete Anbaumethoden – damit haben viele Familien in Kenia zu kämpfen. Die Projekte von Fastenaktion bieten Ausbildungen in agrarökologischen Methoden und sichern somit die Lebensgrundlagen von vielen Menschen. Zudem stärken Solidaritätsgruppen die Gemeinschaften. Frauen werden so finanziell unabhängig, die Gesundheit der Menschen verbessert sich, die Zahl der Hungernden sinkt.

Bis zu 828 Millionen Menschen haben weltweit nicht genügend zu essen. Das bedeutet: jeder 5. Mensch in Afrika, jeder 10. in Asien, jeder 12. in Lateinamerika ist am Verhungern. In Nordamerika und Europa sind es jeweils rund 2 Prozent der Bevölkerung die unter Hunger leiden. (Quelle: FAO Food Security and Nutrition in the World 2022)

1/3 der weltweit für Menschen produzierten Lebensmittel wird entweder verschwendet oder geht verloren.

10 Prozent mehr Frauen als Männer litten im Jahr 2020 unter Hunger. (Quelle: FAO, IFAD, UNICEF, WFP, WHO: The State of Food Security and Nutrition in the World 2022)

Wo mehrere agrarökologische Massnahmen angewendet werden, sinkt das Risiko einer Mangelernährung um 22 Prozent(Sufosec Ernährungsbericht 2022)

Das erreichen wir mit Ihrer Spende

Die Selbstversorgung sichern

Phylis with her family at her home

Ziel 2024
Kleinbäuerinnen und Bauern erhalten Zugang zu ihrem eigenen, zuvor verlorenen Land, das sie mit traditionellen und nachhaltigen Anbaumethoden bewirtschaften.

80 CHF – Für ein Recht auf Ressourcen

Sie helfen Familien, Zugang zu ihren eigenen Feldern zu bekommen. Dies sichert langfristig ihre Lebensgrundlage und Existenz.

Agrarökologische Anbaumethoden

Phylis working in her nursery bed

Ziel 2024
Kleinbauernfamilien arbeiten mit agrarökologischen Methoden, dank denen der Ernteertrag zunimmt und sich dadurch die Lebensgrundlagen verbessern. 

150 CHF - Für Ernährungssicherheit

Mit Ihrer Unterstützung produzieren die Kleinbauernfamilien ausreichend gesunde Nahrungsmittel durch agrarökologische Anbaumethoden.

Unterstützen Sie Menschen in ihrem Recht auf Nahrung

Aktuell

Die Partnerorganisationen von Fastenaktion in Asien, Afrika und Lateinamerika setzen sich sowohl auf praktischer wie auch auf politischer Ebene für die Stärkung und die Ausweitung agrarökologischer Ansätze ein. Sie fördern und fordern den Zugang zu Ressourcen wie Land, Saatgut und Wasser. Zudem verlangen sie Schutz und Sicherheit der Menschenrechtsaktivist:innen, die für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern einstehen.

Lesen sie mehr über Agrarökologie in Kenia

Ökumenische Kampagne 2023

Klimaextreme wie Dürreperioden, übermässige Niederschläge oder Wirbelstürme gefährden den Anbau von Nahrungsmitteln und somit das Recht auf Nahrung von Millionen Menschen. Dies trifft kleinbäuerliche Familien im globalen Süden mit Hunger und Not und offenbart eine der herrschenden Ungerechtigkeiten: Die Menschen, die am wenigsten zur Klimaerhitzung beitragen, leiden am meisten darunter.

Deshalb legt Fastenaktion in der Ökumenische Kampagne 2023 den Fokus auf das Recht auf Nahrung, agrarökologische Anbaumethoden und unsere Ernährungsgewohnheiten.

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