Agrarökologie ist mehr als eine landwirtschaftliche Methode. Sie umfasst vier Dimension und ist so gleichzeitig eine Wissenschaft, eine Sammlung von nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken und eine soziale Bewegung für mehr Ernährungssouveränität. Die Agrarökologie konzentriert sich nicht nur auf Äcker und landwirtschaftliche Betriebe, sondern umfasst Empfehlungen für das gesamte System der Lebensmittelproduktion, vom Feld bis zum Teller – und für alles, was sich dazwischen abspielt.
Die vier Dimensionen der Agrarökologie
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Die soziale Dimension
Traditionelles Wissen ist von grosser Bedeutung für eine gerechte und selbstbestimmte Landwirtschaft. Es wird bewahrt und weitergegeben. Solidaritätsgruppen und die Ausbildung von Frauen stärken die Gemeinschaft - 3
Die ökonomische Dimension
Auf ökonomischer Ebene stärken agrarökologische Ansätze die lokalen Kreisläufe, indem auf eine regionale und saisonale Landwirtschaft und Nahrungsmittel gesetzt wird. Überschüsse aus der Produktion können lokal verkauft werden. - 4
Die politische Dimension
Agrarökologie hat auch zum Ziel, die Rechte der Bäuerinnen und Bauern zu stärken. Sei es auf lokaler Ebene in den Ländern oder durch internationale Abkommen. Zugang zu Land und das Recht auf eigenes Saatgut garantieren Ernährungssouveränität.
Kenia – Gemeinsam gegen Hunger
Frauen, die nach dem Tod ihrer Ehemänner vor dem Nichts stehen, kleine Ackerflächen mit unfruchtbarem Boden, immer längere Dürren und ungeeignete Anbaumethoden – damit haben viele Familien in Kenia zu kämpfen. Die Projekte von Fastenaktion bieten Ausbildungen in agrarökologischen Methoden und sichern somit die Lebensgrundlagen von vielen Menschen. Zudem stärken Solidaritätsgruppen die Gemeinschaften. Frauen werden so finanziell unabhängig, die Gesundheit der Menschen verbessert sich, die Zahl der Hungernden sinkt.
Bis zu 828 Millionen Menschen haben weltweit nicht genügend zu essen. Das bedeutet: jeder 5. Mensch in Afrika, jeder 10. in Asien, jeder 12. in Lateinamerika ist am Verhungern. In Nordamerika und Europa sind es jeweils rund 2 Prozent der Bevölkerung die unter Hunger leiden. (Quelle: FAO Food Security and Nutrition in the World 2022)
1/3 der weltweit für Menschen produzierten Lebensmittel wird entweder verschwendet oder geht verloren.
10 Prozent mehr Frauen als Männer litten im Jahr 2020 unter Hunger. (Quelle: FAO, IFAD, UNICEF, WFP, WHO: The State of Food Security and Nutrition in the World 2022)
Wo mehrere agrarökologische Massnahmen angewendet werden, sinkt das Risiko einer Mangelernährung um 22 Prozent. (Sufosec Ernährungsbericht 2022)
Das erreichen wir mit Ihrer Spende
Die Selbstversorgung sichern
Ziel 2024
Kleinbäuerinnen und Bauern erhalten Zugang zu ihrem eigenen, zuvor verlorenen Land, das sie mit traditionellen und nachhaltigen Anbaumethoden bewirtschaften.
Sie helfen Familien, Zugang zu ihren eigenen Feldern zu bekommen. Dies sichert langfristig ihre Lebensgrundlage und Existenz.
Agrarökologische Anbaumethoden
Ziel 2024
Kleinbauernfamilien arbeiten mit agrarökologischen Methoden, dank denen der Ernteertrag zunimmt und sich dadurch die Lebensgrundlagen verbessern.
Mit Ihrer Unterstützung produzieren die Kleinbauernfamilien ausreichend gesunde Nahrungsmittel durch agrarökologische Anbaumethoden.
Aktuell
Ökumenische Kampagne 2023
Deshalb legt Fastenaktion in der Ökumenische Kampagne 2023 den Fokus auf das Recht auf Nahrung, agrarökologische Anbaumethoden und unsere Ernährungsgewohnheiten.



