Ernährungsgerechtigkeit

Expert:innen der UN fordern bäuerliche Rechte

17.12.2022
Die Rechte von Bäuerinnen und Bauern müssen geschützt werden. Fastenaktion unterstützt deshalb die UN-Bauernrechtsdeklaration für mehr Gerechtigkeit.

Angesichts der globalen Krisen müssen Regierungen konkrete Schritte unternehmen, um Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter:innen zu schützen und zu unterstützen. Ihre Stimme muss gehört werden. Staaten müssen endlich Verantwortung übernehmen und die UN-Bauernrechtdeklaration von 2018 in ihren Ländern umsetzen. Dies fordern mehrere Expert:innen der UNO zum 4. Jahrestag der UN-Bauernrechtsdeklaration (UNDROP) in ihrer Erklärung vom 16. Dezember. Fastenaktion unterstützt diese wichtige Erklärung.

Ein Kommentar von Claudia Fuhrer, Fachverantwortliche für Ernährungsgerechtigkeit / Recht auf Nahrung bei Fastenaktion

Kleinbäuerliche Landwirtschaft ernährt die Welt

Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Landarbeiter:innen produzieren 70-80 Prozent unserer Nahrung. Umso schockierender ist es, dass 4 von 5 von ihnen unter Hunger leiden. Sie sind überproportional von Klimakrise, Umweltzerstörung sowie Landraub betroffen und zudem giftigen Pestiziden ausgesetzt. Die Covid-Pandemie und der Ukrainekrieg haben ihre Lage weiter verschlimmert. Die Regierungen stehen in der Pflicht, die Rechte der ländlichen Bevölkerung zu sichern und so das Recht auf Nahrung zu verwirklichen.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Feldarbeit in der Nähe von Gambo, Burkina Faso.

Mehr Gerechtigkeit durch Bauernrechtsdeklaration

Anlässlich des 4. Jahrestags gaben mehrere UN-Expert:innen eine gemeinsame Erklärung zu den bäuerlichen Rechten ab. Sie führen aus, dass die UNO mit der UNDROP ein wegweisendes internationales Rechtsinstrument geschaffen hat. Es ist «ein Aufruf zu Gerechtigkeit», der auf den Klag­en und Kämpfen von Bauern, Bäuerinnen und Landarbeiter:innen basiert. Die Expert:innen betonen weiter, dass die UNDROP die Rechte und die wichtigen Beiträge der bäuerlichen Bevölkerung zur Ernährungssicherung anerkennt. Zudem soll sie auch als Aktionsplan für Staaten, die Vereinten Nationen, Wirtschaftsunternehmen und andere Akteure dienen. Entsprechend fordern die UN-Expert:innen die Staaten auf, die UNDROP in ihren nationalen Gesetzgebungen zu verankern und konkrete Massnahmen zu ergreifen. Der Menschenrechtsrat soll zudem in seiner regelmässigen Staatenüberprüfung die Umsetzung der UNDROP kontrollieren.

Gemeinsam Hunger beenden

Fastenaktion setzt sich zusammen mit den Partnerorganisationen des Internationalen Programms «Ernährungsgerechtigkeit» und dem Projekt RAISE für die Verwirklichung der bäuerlichen Rechte in Zehn Ländern und auf internationaler Ebene ein. So kann gemeinsam der Hunger beendet werden.

Die gemeinsame Erklärung der UN-Expert:innen finden Sie hier.

Den Kommentar der RAISE-Partnerorganisationen finden Sie hier. 

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