Unterwegs zu einem sozialen und gerechten Energiewandel

Erneuerbare Energien für alle

Der Klimawandel und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beschäftigen uns alle – weltweit. Die kolumbianische Organisation Censat arbeitet seit langem zum Thema Energie und Klimagerechtigkeit und fördert erneuerbare und alternative Energieformen.

Energie für benachteiligte Gemeinschaften

Als Organisation mit guten Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften ist es Censat, der Partnerorganisation der Fastenaktion, wichtig, auch benachteiligten Menschen in der Energie- und Klimadebatte eine Stimme zu verleihen. Denn oft sind es die abgeschieden lebenden Gemeinschaften, die einerseits besonders drastisch von klimatischen Veränderungen betroffen sind und andererseits nur begrenzten Zugang zu sauberer Energie haben. Deshalb setzt sich Censat auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene für sie ein. Mit dem vorliegenden Projekt möchte Censat auf den bestehenden Erfahrungen und Grundlagen aufbauen und insbesondere ihre anwaltschaftliche Arbeit für bessere rechtliche Rahmenbedingungen verbessern, um die gemeinschaftlich initiierten Energieprojekte fördern.

Lobbyarbeit für erneuerbare Energien

Konkret verfolgen die Mitarbeitenden von Censat drei strategische Linien: Als erstes gibt es Lobbyarbeit auf nationaler Ebene in Kolumbien. Dafür analysiert Censat unter anderem Gesetzesinitiativen wie das Gesetz zu erneuerbaren Energien der Regierung und bringt Verbesserungsvorschläge ein. Als zweites stärkt Censat Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft in ihrem Engagement für eine alternative Energieversorgung. Sie organisiert zum Beispiel den Austausch von Organisationen und Einzelpersonen, welche sich für eine gerechte Verteilung der Energie einsetzen. Ziel ist es, in Kolumbien ein breites Verständnis dafür zu schaffen, wie ein sozialer und gerechter Energiewandel aussehen kann. International strebt Censat einen vertieften Austausch an mit Nichtregierungsorganisationen in Lateinamerika zum Thema «Alternative Energien». Sie hoffen, dadurch auch die Zivilgesellschaft zu stärken.

Censat in Kolumbien: Solarpanele werden auf dem Wasserreservoir montiert.

Neben dem politischen Engagement auf nationaler und internationaler Ebene plant und baut Censat zusammen mit der Bevölkerung kleine Energieanlagen. Hier wurden in einem Dorf zwei grosse Solarpanele auf dem Wasserreservoir des Dorfes montiert. Die Energie wird gespeichert und vor allem für das elektrisches Licht genutzt. 

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für erneuerbare Energie in Kolumbien.

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Lokale Energieprojekte errichten und Erfahrungen weitergeben

Als drittes fördert Censat kleine alternative Energieprojekte, um konkrete Erfahrungen zu sammeln. Trotz Einschränkungen durch Corona-Vorschriften gelang es 2020 in den Gemeinden Antioquia, Santander und Caquetá 19 Personen mit erneuerbaren Energietechniken vertraut zu machen. Zu Übungs- und Demonstrationszwecken wurden dabei zwei Solar- und drei Biogasanlagen, drei Solartrockner für Früchte und Gemüse sowie acht energieeffiziente Kochherde gebaut. Dazu wurden leicht verständliche Handbücher rund um die verwendeten Technologien und die Wartung der Anlagen erstellt. Derzeit wird die Wirkung dieser Energieanlagen und Kochherde auf die Nutzerinnen und Nutzer sorgfältig ausgewertet. Diese und weitere Erfahrungen werden zudem auf der Website der Organisation aufbereitet und ausgewählte Elemente für das internationale Publikum auf Englisch übersetzt.

So können Sie unsere Arbeit zu Energie und Klimagerechtigkeit unterstützen:

International IPR 2021

Mit 50 Franken für Lobbyarbeit

Sie unterstützen Lobbyarbeit auf nationaler Ebene: Censat prüft Gesetzesinitiativen zu erneuerbaren Energien und macht Verbesserungsvorschläge zugunsten der benachteiligten Bevölkerung. 

 
International IPR 2021

Mit 80 Franken für mehr Engagement

Sie fördern das zivilgesellschaftliche Engagement für eine alternative Energieversorgung in Kolumbien. Dadurch wird das Verständnis gestärkt für einen sozialen und gerechten Energiewandel – bei Organisationen ebenso wie bei Einzelpersonen. 

International IPR 2021

Mit 150 Franken für alternative Energieprojekte

Sie ermöglichen erneuerbare Energietechniken wie Solaranlagen oder energieeffiziente Kochöfen. Der ständige Austausch der Nutzerinnen und Nutzer sowie eine sorgfältig aufgebaute Webseite verbreiten die Anwendung der neuen Techniken.

Wählen Sie hier die Summe, die Sie spenden möchten.

Unterstützen Sie die Menschen in Kolumbien

Aktuelle Informationen zu Klimagerechtigkeit weltweit

Kolumbien: Proteste, Armut und Hunger

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Ein kleiner Schritt mit grosser Signalwirkung

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Die Weltklimakonferenz in Dubai ist vorbei. In diesem Kommentar werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse und zeigen auf, wie es weitergeht.

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

Sonja Lüthi
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Das Netzwerk Juruena Vivo verteidigt die Interessen der Indigenen im Amazonas

Mehr Unterstützung dank moderner Kommunikation

Schluss mit Kohle und Erdöl, jetzt ist erneuerbare Energie angesagt. Doch auch Staudämme zerstören das ökologische Gleichgewicht im Amazonas. Dank moderner Kommunikation können indigene Gemeinschaften im Juruena Bassin sich zunehmend selbst gegen die Bedrohung ihres Lebensraums wehren.

Staudämme bedrohen indigene Gemeinschaften

In Brasilien wird die Wasserkraft stark ausgebaut, um die Klimaziele zu erreichen. Doch auch Staudämme haben negative Folgen für das Klima und die Anwohnerinnen und Anwohner der Flüsse. Hunderte grössere und kleinere Dämme wurden bereits gebaut, unzählige weitere sind geplant – auch im Projektgebiet von Fastenaktion in Mato Grosso. Dazu kommt, dass die aktuelle Regierung in Brasilien die von der Verfassung garantierten Landrechte für indigene Gemeinschaften mit Gesetzesänderungen untergräbt. Sie fühlen sich zunehmend bedroht in ihrer Lebensweise. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Sicht der Dinge selbst darlegen können.

Nachrichten direkt aus dem Regenwald

Die Fastenaktion-Partnerorganisation Opan arbeitet eng mit den Mitgliedern des Netzwerks Juruena Vivo zusammen. In einem partizipativen Prozess wurden indigene Frauen und Männer gewählt, welche das Netzwerk nach aussen vertreten sollen. Diese werden von Opan geschult, bevor sie mit ihrer Vernetzungsarbeit beginnen. 2020 erhalten vier junge Indigene eine auf sie zugeschnittene Ausbildung in integrierter Kommunikation. Sie lernen die Pressearbeit ebenso kennen wie den Umgang mit den sozialen Medien, Fotos und Videos. Damit ihre Kommunikation auch möglich ist, werden bei drei Gemeinschaften bessere Internetverbindungen eingerichtet.

Die indigene Bevölkerung und das ökologische Gleichgewicht des Amazonas sind durch Staudämme und falsche Informationen bedroht. Dank moderner, integrierter Kommunikation können die lokalen Gemeinschaften direkt über die tatsächlichen Geschehnisse vor Ort berichten.

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für transparente Kommunikation in Brasilien

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Mit eigener Kommunikation gegen die Fake News der Regierung

Die Bevölkerung im Einzugsgebiet des Juruena-Bassins plant, die Entwicklung von Staudammprojekten künftig genau zu überwachen. Mit Hilfe von Presseartikeln und über soziale Medien wollen sie über allfällige Unstimmigkeiten und Probleme berichten. Daneben erzählen sie auch von ihren nachhaltigen und den Wald schonenden Produktionsmethoden. Selbst an nationalen und internationalen virtuellen Konferenzen können sie künftig ihre Interessen selbst vertreten. Gemeinsam wollen die Mitglieder des Juruena Vivo-Netzwerks erreichen, dass die Bedürfnisse lokaler Gemeinschaften bei Kraftwerksbauten in Brasilien besser wahrgenommen und berücksichtigt werden. Es ist ihnen auch wichtig, den Desinformationskampagnen der Regierung ihre eigene Stimme entgegenzusetzen.

So können Sie unsere Arbeit in Brasilien unterstützen!

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Mit 50 Franken für Internetverbindungen

Sie unterstützen die Installation von guten Internetverbindungen, durch welche sich die Bevölkerung informieren sowie ihren eigenen Anliegen Gehör verschaffen kann.

 

 
brasilien bild 2

Mit 80 Franken für Schulungen

Sie ermöglichen die Kommunikationsmöglichkeiten der indigenen Bevölkerung, die zu wenig angehört oder mit Fake News getäuscht wird.

brasilien bild 3

Mit 150 Franken für starke Netzwerke

Sie fördern die internationale Vernetzung der indigenen Bevölkerung. Dies erlaubt ihnen, ihre nachhaltige Produktionsmethoden sowie landesinterne Ungerechtigkeit und Unstimmigkeiten zu präsentieren.

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Ökumenische Kampagne 2021 - Sujet Plakat

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Die Ökumenische Kampagne «Klimagerechtigkeit – jetzt!» von führte zu überdurchschnittlich vielen Reaktionen, positiven und negativen.

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