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Widerstand leisten gegen Zerstörung und Vertreibung

Mitbestimmung von Frauen bei Minenprojekten

Industrieller Rohstoffabbau hat oft katastrophale Folgen für die Lebensgrundlagen der Menschen in armen Regionen. Unter dem Verlust von natürlichen Ressourcen wie Land und Wasser leiden insbesondere Frauen, welche traditionell für die Ernährung der Familie zuständig sind. Hier setzt das Projekt von WoMin an: Es informiert die Bevölkerung über ihre Rechte, unterstützt Frauen, die Widerstand leisten und sucht Alternativen zum destruktiven Rohstoffabbau.

Frauen werden nicht gefragt

Seit zwei Jahrzehnten werden in den ressourcenreichen afrikanischen Ländern zunehmend Rohstoffe abgebaut – auch in vorher abgelegenen ländlichen Gebieten. Neben den Minen werden breite Strassen und gross angelegte Kraftwerke gebaut. Dadurch werden die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort zerstört und ihre Umwelt vergiftet, es kommt zu Vertreibungen und Umsiedlungen. Ohne Landtitel, von Verhandlungen mit der Regierung, den Rohstoffunternehmen und sogar mit ihren eigenen Gemeinden ausgeschlossen, leiden besonders Frauen unter den negativen Folgen des Rohstoffabbaus.

Frauen unterstützen und Alternativen fördern

WoMin wurde gegründet, um diese oft katastrophalen Auswirkungen auf Frauen in Afrika sichtbar zu machen. Inzwischen ist es eine Allianz von rund hundert Organisationen und Basisbewegungen in elf afrikanischen Ländern. WoMin arbeitet insbesondere mit Frauengruppen, vom Rohstoffabbau betroffenen Gemeinden, Umweltorganisationen und Bildungsinstituten. Der Sitz der Organisation ist in Johannesburg/Südafrika. 

Drei Hauptziele

WoMin hat die drei folgenden Hauptziele: 

  • die Auswirkungen des Rohstoffabbaus auf arme Bauern und Bäuerinnen sowie Frauen allgemein sichtbar zu machen
  • Frauen zu unterstützen, die sich gegen die negativen Auswirkungen des Rohstoffabbaus wehren
  • umweltgerechte und solidarische Alternativen zum destruktiven Rohstoffabbau zu fördern
Suedafrika WOMIN

Das Projekt stärkt Frauen im Umfeld von Rohstoffabbau, ihre Rechte wahrzunehmen, bei den Konsultationen mitzureden und zu Abbauprojekten auch mal Nein zu sagen. Es unterstützt die Frauen bei der Suche nach alternativen Einkommen.

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für den Schutz von Frauen in Afrika

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Das Recht, nein zu sagen

Im Rahmen des vorliegenden Projektes werden Gemeinschaften in Madagaskar und Südafrika im Umfeld von grossen Minenprojekten unterstützt. Die Bevölkerung – insbesondere die Frauen – wird über das Projekt informiert, ihre Organisationen werden gestärkt und Führungspersonen ausgebildet. Zur Arbeit vor Ort gehören auch Schulungen über die Rechte als Bürgerinnen und Bürger und wie man bei lokalen und nationalen Regierungen seine Anliegen wirkungsvoll vertreten kann.

Dabei fordert WoMin die Mitbestimmung der Anwohnerinnen und Anwohner grosser Minen- und Infrastrukturprojekte und ihr Recht, diese grundsätzlich ablehnen zu können. Auch in internationalen Netzwerken setzt sich WoMin für dieses «Right to say NO» ein.

So können Sie unsere Arbeit in Afrika unterstützen:

Südafrika Womin

Mit 50 Franken für Alternativen

Sie unterstützen die Zusammenarbeit von Bevölkerung und Umweltinstitutionen, um umweltgerechte Alternativen zum destruktiven Rohstoffabbau zu finden. 

 

 
Suedafrika WOMIN

Mit 80 Franken für Schulungen

Sie ermöglichen der Bevölkerung den Zugang zu Ausbildungen. Sie lernen dabei, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Anliegen bei den Regierungen zu vertreten.

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Mit 150 Franken für Mitbestimmung

Sie fördern die Mitbestimmung von Frauen und das „Right to say NO“. Dies ermutigt sie, ihre Rechte wahrzunehmen, wie zum Beispiel grosse Minenprojekte abzulehnen. 

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Unterstützen Sie die Menschen in Afrika

Aktuelle Informationen zu Südafrika

110 Bischöfe fordern Menschenrechte und Umweltstandards

© Meinrad Schaade06.07.2020

Mehr als 110 Bischöfe aus aller Welt fordern heute mit einer Erklärung die Regierungen auf, Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu verpflichten.

© Fastenaktion

Sensibilisierung für die Rechte von Bäuerinnen und Bauern

24.09.2024

Fastenaktion leitet das Projekt RAISE, das sich für die Verwirklichung bäuerlicher Rechte einsetzt. Letztes Jahr hat das Projekt viel erreicht.

© Reto Steffen / Fastenaktion

Agrarökologie unterstützt Recht auf Nahrung

11.07.2023

Eine Studie von Fastenaktion zeigt die Wirkung von agrarökologischen Ansätzen in Südafrika auf: Das Recht auf Nahrung wird gefördert.

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

Sonja Lüthi
Verantwortliche Projektservice

+41 41 227 59 32
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Politische Arbeit für bäuerliches Saatgut, alternative Landwirtschaft und Klimagerechtigkeit

Bäuerinnen im südlichen Afrika vernetzen sich

Frauen haben in vielen Ländern Afrikas wenig zu sagen. Die Bäuerinnenorganisation Rural Women Assembly (RWA) vernetzt deshalb Frauen aus neun Ländern des südlichen Afrika, damit ihre Stimme und ihre Anliegen besser gehört werden – im Interesse einer vielfältigen zukunftsfähigen Landwirtschaft, die alle ernährt.

Industrielle Landwirtschaft zerstört Lebensgrundlagen

Multinationale Konzerne und private Investoren nehmen heute massgeblich Einfluss auf die Landwirtschaft im südlichen Afrika. Sie setzen auf Hochleistungssaatgut, Dünger, Pestizide und grosse Plantagen. Methoden, die langfristig die Lebensgrundlagen der kleinbäuerlichen Betriebe zerstören. Frauen sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen. Obschon sie 60-80 Prozent zur Nahrungsmittelproduktion beitragen und vielerorts die «Hüterinnen» des Saatguts sind, haben sie in den patriarchalen afrikanischen Gesellschaften wenig Mitsprache, sowohl im Haushalt wie auf politischer Ebene.

Für eine vielfältige Landwirtschaft, welche alle ernährt

Um eine nachhaltige Veränderung in Gang zu bringen, ist es dringend notwendig, dass sich afrikanische Bäuerinnen besser organisieren. Sie müssen Mitsprache in allen gesellschaftlichen und ökonomischen Bereichen fordern und diese auch wahrnehmen. Um sie dabei zu unterstützen, vereint das Netzwerk Rural Women Assembly (RWA) Bäuerinnenorganisationen aus neun Ländern des südlichen Afrikas mit über 85’000 Mitgliedern. RWA ist eine Austauschplattform zu landwirtschaftspolitischen Fragen und setzt sich ein für den Schutz des bäuerlichen Saatguts sowie für alternative ökologische Landwirtschaftsmodelle, Biodiversität und Klimagerechtigkeit.

Gesunde Menschen in Südafrika dank ökologischem Garten- und Heilpflanzenanbau, sowie Ernährungsberatung und Hygiene.

Multinationale Konzerne zerstören langfristig die Lebensgrundlagen von Kleinbäuerinnen und -bauern. Der solidarische Austausch zwischen afrikanischen Bäuerinnen unterstützt sie dabei, in ihren jeweiligen Ländern ihre Rechte einzufordern.

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion mit den Bäuerinnen im südlichen Afrika

Für das Recht auf Nahrung spenden

Politische Arbeit braucht Austausch und Vernetzung

RWA arbeitet auf mehreren Ebenen: Ausgangspunkt ist der Austausch von Bäuerinnen an nationalen und regionalen Treffen. Sie sprechen über ihren Alltag, über agrarökologische Anbaumethoden, über die Gewinnung von traditionellem Saatgut und wie sie mit den Folgen des Klimawandels umgehen. Dabei kommen zentrale Probleme zur Sprache, zum Beispiel der ungenügende Zugang von Frauen zu Land, zu Wasser oder zu lokalen Märkten. Die konkreten Forderungen, die sie daraus ableiten, bringen die Frauen schliesslich auf politischer Ebene ein. Sie arbeiten dafür mit ihren Behörden und Regierungen zusammen. Um mehr Druck zu machen, bringen sie ihre Anliegen auch vor die Afrikanische Union und in die entsprechenden UNO-Kommissionen ein. Dazu organisieren sie nationale oder regionale Kampagnen – zum Beispiel gegen Saatgutgesetze, welche ihnen den Tausch von Samen verbieten. Um ihre Arbeit bekannter zu machen, geben sie auch Broschüren zu biologischem Pflanzenschutz, traditionellen Heilkräutern und Rezeptsammlungen mit Lebensgeschichten der beteiligten Bäuerinnen heraus.

So können Sie den Austausch der Bäuerinnen und das Recht auf Nahrung unterstützen:

Suedafrika RWA

Mit 50 Franken für starke Netzwerke

Sie unterstützen den nationalen Austausch von Bäuerinnen über landwirtschaftspolitische Fragen. So können sie gemeinsam Probleme lösen zu ökologischen Landwirtschaftsmodellen, Biodiversität und Klimagerechtigkeit.

 

 
Rural Women Assembly - das Bäuerinnen-Netzwerk setzt sich im südlichen Afrika lautstark für seine Anliegen ein.

Mit 80 Franken für politische Zusammenarbeit

Sie fördern den Austausch von Bäuerinnen und der Regierung. Dadurch werden die Anliegen und Forderungen der Bevölkerung wahrgenommen, von der Afrikanischen Union bis hin zur UNO-Komissionen.

 
Südafrika WOMIN, IP Rohstoffe und Menschenrechte

Mit 150 Franken für Kampagnen

Sie ermöglichen die Organisation von regionalen sowie nationalen Kampagnen. Somit wird die Arbeit der Bäuerinnen bekannter und Themen wie ungerechte Saatgutgesetze oder biologischer Pflanzenschutz weit verbreitet. 

 

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Unterstützen Sie die Arbeit für das Recht auf eine gesicherte Ernährung - weltweit.

Aktuelle Informationen zum Thema Ernährungsgerechtigkeit

Schweizer Scheindialoge für die Welternährung

08.07.2021

Im Vorfeld des Welternährungsgipfels im September 2021 in New York: Schweizer NGO und Hilfswerke über ihre Dialoge mit dem Bundesamt für Landwirtschaft.

© Fastenaktion

Sensibilisierung für die Rechte von Bäuerinnen und Bauern

24.09.2024

Fastenaktion leitet das Projekt RAISE, das sich für die Verwirklichung bäuerlicher Rechte einsetzt. Letztes Jahr hat das Projekt viel erreicht.

© Reto Steffen / Fastenaktion

Agrarökologie unterstützt Recht auf Nahrung

11.07.2023

Eine Studie von Fastenaktion zeigt die Wirkung von agrarökologischen Ansätzen in Südafrika auf: Das Recht auf Nahrung wird gefördert.

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

Sonja Lüthi
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Mit Beratung und internationaler Lobbyarbeit die Rechte der Bevölkerung schützen

Mehr Gerechtigkeit im Bergbau in Afrika

Die südafrikanische Organisation der Juristinnen und Juristen für Menschenrechte (LHR) setzt sich für den Schutz und die Verbesserung der Rechte armer und marginalisierter Menschen ein. Sie unterstützt insbesondere Migranten und Migrantinnen, Landarbeiterfamilien und Gemeinden, die von den Auswirkungen des Bergbaus betroffen sind.

Das Recht auf Mitsprache wird missachtet

Die Geschichte des Bergbaus in Afrika zeigt, dass die einheimische Bevölkerung kaum je von den Minen profitiert, während sie unter den verheerenden Folgen des Rohstoffabbaus leidet. Die Menschen klagen über Vertreibungen, Wasser- und Umweltverschmutzung, Gewalt gegenüber Frauen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen. Frauen, die traditionell für die Ernährung und das Wohl der Familie sorgen, sind besonders stark betroffen. Die südafrikanischen Gesetze und internationale Abkommen schützen die Rechte der betroffenen Bevölkerungsgruppen theoretisch recht gut. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Gesetze werden häufig von grossen Unternehmen, Bergbaufirmen und der Regierung selbst nicht respektiert. Die Bevölkerung verfügt weder über die notwendigen Informationen zur Rechtslage noch wird sie in Verhandlungen und Konsultationen über Bergbauprojekte auf ihrem Land einbezogen.

Lokale Unterstützung und Beratung

Im Rahmen des vorliegenden Projektes arbeiten Fastenaktion und LHR zusammen für mehr Gerechtigkeit im Bergbau. Als erstes engagieren sich die Anwältinnen und Anwälte von LHR mit der Bevölkerung von rund 80 Gemeinden, um mit juristischer Beratung das enorme Machtgefälle zwischen armer Bevölkerung und einflussreichen Bergbaufirmen auszugleichen. LHR vermittelt Informationen zum Minengesetz und zu Umweltrechten und gibt Rechtsbeistand. Dank LHR konnten Gemeinden zum Beispiel höhere, anständige Entschädigungen erhalten, Bewilligungen für Minen aufgrund von Umweltschäden anfechten sowie ihr Recht auf Wasser verteidigen.

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Die Anwältinnen und Anwälte von Lawyers of Human Rights beraten von Rohstoffabbau betroffene Gemeinden, deren Rechte übergangen wurden und begleiten sie vor Gericht. Darüber hinaus setzen sich sich national und international dafür ein, dass die bestehenden Gesetze von Rohstofffirmen und Regierungen eingehalten werden. 

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für mehr Gerechtigkeit im Bergbau

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Erfolgreiche internationale Lobbyarbeit

Gleichzeitig ist LHR Mitglied der Arbeitsgruppe zu Extraktivindustrie, Umwelt und Menschenrechtsverletzungen der Afrikanischen Kommission der Menschenrechte sowie der Internationalen Föderation für die Menschenrechte (FIDH). Wie Fastenaktion engagiert sich LHR auch auf UNO-Ebene in den Verhandlungen für ein verbindliches Abkommen zu Menschenrechten und multinationalen Unternehmen. Dank ihrer guten internationalen Kontakte fördert LHR die Menschenrechte im Bergbau im ganzen Afrika.

So können Sie unsere Arbeit mit Menschen, deren Rechte verletzt werden, unterstützen:

Elias Mandikela und die Gemeinde Mooinooi werden von den LHR beraten. Foto: Fastenaktion/François Mercier

Mit 50 Franken für juristische Beratung

Sie ermöglichen Rechtsberatung für die benachteiligte Bevölkerung in Südafrika. Mit anwaltlicher Hilfe können sie so Ungerechtigkeiten aufdecken, Klagen einreichen und zu ihrem Recht kommen.

 

 
Suedafrika WOMIN

Mit 80 Franken für mehr Gerechtigkeit

Sie reduzieren mit ihrer Unterstützung das Machtgefälles zwischen lBergbaufirmen und der lokalen Bevölkerung. So hat diese eine Chance, ihre Rechte zu verteidigen und Verbrechen wie Umweltverschmutzung oder Gewalt anzufechten.

Suedafrika LHR

Mit 150 Franken für Lobbyarbeit

Sie fördern Verhandlungen für verbindliche Abkommen von Menschenrechten und multinationalen Unternehmen. Bergbauunternehmen in ganz Afrika werden unter die Lupe genommen und geprüft. 

 

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Unterstützen Sie die Menschen, deren Rechte durch Rohstoffabbau verletzt werden.

Aktuelle Informationen zum Internationalen Programm Rohstoffe und Menschenrechte

Die Menschenrechte wahren

18.06.2021

Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Uno-Leitlinien zu Wirtschaft und Menschenrechten ist in der Schweiz fast nichts geschehen. Fastenaktion setzt sein Engagement dafür fort.

© Fastenaktion

Sensibilisierung für die Rechte von Bäuerinnen und Bauern

24.09.2024

Fastenaktion leitet das Projekt RAISE, das sich für die Verwirklichung bäuerlicher Rechte einsetzt. Letztes Jahr hat das Projekt viel erreicht.

© Reto Steffen / Fastenaktion

Agrarökologie unterstützt Recht auf Nahrung

11.07.2023

Eine Studie von Fastenaktion zeigt die Wirkung von agrarökologischen Ansätzen in Südafrika auf: Das Recht auf Nahrung wird gefördert.

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

Sonja Lüthi
Verantwortliche Projektservice

+41 41 227 59 32
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Lateinamerikanisches Netzwerk gibt bedrohten Gemeinden eine Stimme

Kirchen gegen zerstörerischen Rohstoffabbau

Iglesias y Minería ist ein junges Netzwerk von engagierten Kirchenleuten, die sich zusammen mit betroffenen Gemeinden gegen den zerstörerischen Bergbau in verschiedenen Ländern Lateinamerikas – unter anderem Kolumbien, Brasilien und Peru – wehren.

Minen bedrohen Lebensgrundlagen

In zahlreichen Ländern Lateinamerikas hat der Abbau von Rohstoffen negative Auswirkungen: Der Bergbau zerstört die Lebensgrundlagen von Indigenen, Bauern und Bäuerinnen. Sie verlieren fruchtbares Land und Wasserquellen, werden vertrieben und verarmen, während die Profite in die Unternehmen und an Regierungen fliessen. Menschenrechte wie das Recht auf Wasser oder auf gesunde Lebensbedingungen werden verletzt. Betroffene, die es wagen, sich für ihre Rechte einzusetzen, werden nicht selten eingeschüchtert, Repressalien ausgesetzt oder gar mit dem Tod bedroht.

Der betroffenen Bevölkerung national und international eine Stimme geben

Das Projekt vernetzt Kirchenorganisationen in Lateinamerika, die sich gegen die oft zerstörerischen Auswirkungen des Rohstoffabbaus einsetzen. Dies gibt den Betroffenen Sicherheit und Kraft. Auch trägt der Austausch von Wissen und Erfahrungen dazu bei, dass Frauen und Männer sich erfolgreicher für ihre Umwelt und Gemeinde wehren können. Erstes Ziel der Arbeit ist die Vernetzung der Vertreter und Vertreterinnen der Kirchen vor Ort. Doch ebenso wichtig ist es, Einfluss auf die institutionelle Kirche zu nehmen: Die Rolle der katholischen Kirche ist es, bezüglich des destruktiven Rohstoffabbaus, an der Seite der Armen zu sein. Das Netzwerk ermöglicht den lokalen Aktivistinnen und Aktivisten zudem, ihre Erfahrungen aus verschiedenen Ländern auszutauschen und voneinander zu lernen.

Bei einem Treffen mit Iglesias y Mineria, einer Partnerorganisation der Fastenaktion in Kolumbien, erklärt ein Mitarbeiter, wo in Lateinamerika es überall Konflikte rund um Minen gibt. (Bild: Doro Winkler/ Fastenaktion)

Der Rohstoffabbau zerstört Lebensgrundlagen. Dank Vernetzungen von Kirchenorganisationen kann seinen negativen Auswirkungen entgegengewirkt werden. 

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für den gemeinsamen Austausch in Lateinamerika

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Bisherige Resultate und Ausblick

Iglesias y Minería leistet seit 2013 eine wichtige und sichtbare Arbeit innerhalb der katholischen Kirche. So ermöglichte das Netzwerk bereits mehrere Treffen von Opfern des Bergbaus mit Vertretern des Vatikans in Rom. Damit brachten sie das Thema Rohstoffabbau und die damit verbundenen Umweltzerstörungen und Verletzungen ihrer Rechte in die innerkirchliche Diskussion ein.

Inzwischen hat das Netzwerk mehr als 20 Mitgliedorganisationen aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern, Nordamerika und Europa – darunter Fastenaktion. Bisher war es nur lose organisiert. Deshalb wird der nächste Schritt sein, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln und die Organisation zu stärken.

So können Sie unsere Arbeit mit Menschen, deren Rechte verletzt werden, unterstützen:

Kolumbien ALLGEMEIN

Mit 50 Franken für Wissensaustausch

Sie unterstützen den Austausch von Wissen und Erfahrung. Dadurch werden Betroffene gestärkt und können sich besser für ihre Umwelt und ihre Gemeinde einsetzen.

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Kolumbien ALLGEMEIN

Mit 80 Franken für gute Vernetzung

Sie erlauben Aktivistinnen und Aktivisten, Erfahrungen auszutauschen und daran zu wachsen. Durch die Vernetzung der Kirchen vor Ort können sie Einfluss auf die Kirche weltweit nehmen. 

International IPR 2019

Mit 150 Franken für eine starke Organisation

Sie fördern die weitere Entwicklung von Iglesias y Mineria. Die Organisation wird organisatorisch gestärkt, kann ihr Netzwerk weiter ausbauen und erfolgreicher gegen Rechtsverletzungen im Rohstoffabbau vorgehen. 

 

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Unterstützen Sie die Menschen, deren Rechte durch Rohstoffabbau verletzt werden.

Aktuelle Informationen zum Thema Rohstoffe und Menschenrechte

Die Menschenrechte wahren

18.06.2021

Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Uno-Leitlinien zu Wirtschaft und Menschenrechten ist in der Schweiz fast nichts geschehen. Fastenaktion setzt sein Engagement dafür fort.

© Fastenaktion

Erfolgreiche Arbeit trotz vergessener Krisen

01.05.2024

Wir arbeiten in Ländern, die von Konflikten und Terror erschüttert werden. Dennoch gelingt es uns in unseren Projekten, den Hunger zu lindern.

© Meinrad Schade

Die Wurzeln der Krisen

01.05.2024

Der Kongo ist seit Jahrzehnten Schauplatz verschiedener Krisen. Die Hintergründe sind komplex und reichen weit in die Vergangenheit zurück.

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

Sonja Lüthi
Verantwortliche Projektservice

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Unterwegs zu einem sozialen und gerechten Energiewandel

Erneuerbare Energien für alle

Der Klimawandel und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beschäftigen uns alle – weltweit. Die kolumbianische Organisation Censat arbeitet seit langem zum Thema Energie und Klimagerechtigkeit und fördert erneuerbare und alternative Energieformen.

Energie für benachteiligte Gemeinschaften

Als Organisation mit guten Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften ist es Censat, der Partnerorganisation der Fastenaktion, wichtig, auch benachteiligten Menschen in der Energie- und Klimadebatte eine Stimme zu verleihen. Denn oft sind es die abgeschieden lebenden Gemeinschaften, die einerseits besonders drastisch von klimatischen Veränderungen betroffen sind und andererseits nur begrenzten Zugang zu sauberer Energie haben. Deshalb setzt sich Censat auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene für sie ein. Mit dem vorliegenden Projekt möchte Censat auf den bestehenden Erfahrungen und Grundlagen aufbauen und insbesondere ihre anwaltschaftliche Arbeit für bessere rechtliche Rahmenbedingungen verbessern, um die gemeinschaftlich initiierten Energieprojekte fördern.

Lobbyarbeit für erneuerbare Energien

Konkret verfolgen die Mitarbeitenden von Censat drei strategische Linien: Als erstes gibt es Lobbyarbeit auf nationaler Ebene in Kolumbien. Dafür analysiert Censat unter anderem Gesetzesinitiativen wie das Gesetz zu erneuerbaren Energien der Regierung und bringt Verbesserungsvorschläge ein. Als zweites stärkt Censat Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft in ihrem Engagement für eine alternative Energieversorgung. Sie organisiert zum Beispiel den Austausch von Organisationen und Einzelpersonen, welche sich für eine gerechte Verteilung der Energie einsetzen. Ziel ist es, in Kolumbien ein breites Verständnis dafür zu schaffen, wie ein sozialer und gerechter Energiewandel aussehen kann. International strebt Censat einen vertieften Austausch an mit Nichtregierungsorganisationen in Lateinamerika zum Thema «Alternative Energien». Sie hoffen, dadurch auch die Zivilgesellschaft zu stärken.

Censat in Kolumbien: Solarpanele werden auf dem Wasserreservoir montiert.

Neben dem politischen Engagement auf nationaler und internationaler Ebene plant und baut Censat zusammen mit der Bevölkerung kleine Energieanlagen. Hier wurden in einem Dorf zwei grosse Solarpanele auf dem Wasserreservoir des Dorfes montiert. Die Energie wird gespeichert und vor allem für das elektrisches Licht genutzt. 

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für erneuerbare Energie in Kolumbien.

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Lokale Energieprojekte errichten und Erfahrungen weitergeben

Als drittes fördert Censat kleine alternative Energieprojekte, um konkrete Erfahrungen zu sammeln. Trotz Einschränkungen durch Corona-Vorschriften gelang es 2020 in den Gemeinden Antioquia, Santander und Caquetá 19 Personen mit erneuerbaren Energietechniken vertraut zu machen. Zu Übungs- und Demonstrationszwecken wurden dabei zwei Solar- und drei Biogasanlagen, drei Solartrockner für Früchte und Gemüse sowie acht energieeffiziente Kochherde gebaut. Dazu wurden leicht verständliche Handbücher rund um die verwendeten Technologien und die Wartung der Anlagen erstellt. Derzeit wird die Wirkung dieser Energieanlagen und Kochherde auf die Nutzerinnen und Nutzer sorgfältig ausgewertet. Diese und weitere Erfahrungen werden zudem auf der Website der Organisation aufbereitet und ausgewählte Elemente für das internationale Publikum auf Englisch übersetzt.

So können Sie unsere Arbeit zu Energie und Klimagerechtigkeit unterstützen:

International IPR 2021

Mit 50 Franken für Lobbyarbeit

Sie unterstützen Lobbyarbeit auf nationaler Ebene: Censat prüft Gesetzesinitiativen zu erneuerbaren Energien und macht Verbesserungsvorschläge zugunsten der benachteiligten Bevölkerung. 

 
International IPR 2021

Mit 80 Franken für mehr Engagement

Sie fördern das zivilgesellschaftliche Engagement für eine alternative Energieversorgung in Kolumbien. Dadurch wird das Verständnis gestärkt für einen sozialen und gerechten Energiewandel – bei Organisationen ebenso wie bei Einzelpersonen. 

International IPR 2021

Mit 150 Franken für alternative Energieprojekte

Sie ermöglichen erneuerbare Energietechniken wie Solaranlagen oder energieeffiziente Kochöfen. Der ständige Austausch der Nutzerinnen und Nutzer sowie eine sorgfältig aufgebaute Webseite verbreiten die Anwendung der neuen Techniken.

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Unterstützen Sie die Menschen in Kolumbien

Aktuelle Informationen zu Klimagerechtigkeit weltweit

Kolumbien: Proteste, Armut und Hunger

28.06.2021

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben die Menschen in Armut und Hunger gestürzt. Bei Demonstrationen reagiert die Polizei mit Gewalt. Nun rufen Religionsvertreter zum Dialog auf

© Fastenaktion

Wer zahlt für eine lebenswerte Zukunft?

25.06.2024

Wir setzen uns für gerechten Klimaschutz ein, der die ärmsten Menschen berücksichtigt. Zuletzt waren wir bei den UN-Klimaverhandlungen in Bonn.

© flickr / ECCOthinktank

Ein kleiner Schritt mit grosser Signalwirkung

19.12.2023

Die Weltklimakonferenz in Dubai ist vorbei. In diesem Kommentar werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse und zeigen auf, wie es weitergeht.

Sonja Lüthi

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Sonja Lüthi
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Das Netzwerk Juruena Vivo verteidigt die Interessen der Indigenen im Amazonas

Mehr Unterstützung dank moderner Kommunikation

Schluss mit Kohle und Erdöl, jetzt ist erneuerbare Energie angesagt. Doch auch Staudämme zerstören das ökologische Gleichgewicht im Amazonas. Dank moderner Kommunikation können indigene Gemeinschaften im Juruena Bassin sich zunehmend selbst gegen die Bedrohung ihres Lebensraums wehren.

Staudämme bedrohen indigene Gemeinschaften

In Brasilien wird die Wasserkraft stark ausgebaut, um die Klimaziele zu erreichen. Doch auch Staudämme haben negative Folgen für das Klima und die Anwohnerinnen und Anwohner der Flüsse. Hunderte grössere und kleinere Dämme wurden bereits gebaut, unzählige weitere sind geplant – auch im Projektgebiet von Fastenaktion in Mato Grosso. Dazu kommt, dass die aktuelle Regierung in Brasilien die von der Verfassung garantierten Landrechte für indigene Gemeinschaften mit Gesetzesänderungen untergräbt. Sie fühlen sich zunehmend bedroht in ihrer Lebensweise. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Sicht der Dinge selbst darlegen können.

Nachrichten direkt aus dem Regenwald

Die Fastenaktion-Partnerorganisation Opan arbeitet eng mit den Mitgliedern des Netzwerks Juruena Vivo zusammen. In einem partizipativen Prozess wurden indigene Frauen und Männer gewählt, welche das Netzwerk nach aussen vertreten sollen. Diese werden von Opan geschult, bevor sie mit ihrer Vernetzungsarbeit beginnen. 2020 erhalten vier junge Indigene eine auf sie zugeschnittene Ausbildung in integrierter Kommunikation. Sie lernen die Pressearbeit ebenso kennen wie den Umgang mit den sozialen Medien, Fotos und Videos. Damit ihre Kommunikation auch möglich ist, werden bei drei Gemeinschaften bessere Internetverbindungen eingerichtet.

Die indigene Bevölkerung und das ökologische Gleichgewicht des Amazonas sind durch Staudämme und falsche Informationen bedroht. Dank moderner, integrierter Kommunikation können die lokalen Gemeinschaften direkt über die tatsächlichen Geschehnisse vor Ort berichten.

Ich unterstütze das Engagement der Fastenaktion für transparente Kommunikation in Brasilien

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Mit eigener Kommunikation gegen die Fake News der Regierung

Die Bevölkerung im Einzugsgebiet des Juruena-Bassins plant, die Entwicklung von Staudammprojekten künftig genau zu überwachen. Mit Hilfe von Presseartikeln und über soziale Medien wollen sie über allfällige Unstimmigkeiten und Probleme berichten. Daneben erzählen sie auch von ihren nachhaltigen und den Wald schonenden Produktionsmethoden. Selbst an nationalen und internationalen virtuellen Konferenzen können sie künftig ihre Interessen selbst vertreten. Gemeinsam wollen die Mitglieder des Juruena Vivo-Netzwerks erreichen, dass die Bedürfnisse lokaler Gemeinschaften bei Kraftwerksbauten in Brasilien besser wahrgenommen und berücksichtigt werden. Es ist ihnen auch wichtig, den Desinformationskampagnen der Regierung ihre eigene Stimme entgegenzusetzen.

So können Sie unsere Arbeit in Brasilien unterstützen!

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Mit 50 Franken für Internetverbindungen

Sie unterstützen die Installation von guten Internetverbindungen, durch welche sich die Bevölkerung informieren sowie ihren eigenen Anliegen Gehör verschaffen kann.

 

 
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Mit 80 Franken für Schulungen

Sie ermöglichen die Kommunikationsmöglichkeiten der indigenen Bevölkerung, die zu wenig angehört oder mit Fake News getäuscht wird.

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Mit 150 Franken für starke Netzwerke

Sie fördern die internationale Vernetzung der indigenen Bevölkerung. Dies erlaubt ihnen, ihre nachhaltige Produktionsmethoden sowie landesinterne Ungerechtigkeit und Unstimmigkeiten zu präsentieren.

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Unterstützen Sie die Menschen in Brasilien
Ökumenische Kampagne 2021 - Sujet Plakat

Die Themen Fleischkonsum und Klima polarisieren

05.04.2021

Die Ökumenische Kampagne «Klimagerechtigkeit – jetzt!» von führte zu überdurchschnittlich vielen Reaktionen, positiven und negativen.

Bergbau: Neues Gesetz unterstützt betroffene Gemeinden

27.07.2023

Das Gesetz ermöglicht eine soziale und transparente Kontrolle über die Steuereinnahmen aus dem Bergbau. Eine Premiere in diesem Land, die noch weitere Nachahm…

© Ingrid Barros

Steuertricks durch Bergbauunternehmen

19.07.2022

Im brasilianischen Amazonasgebiet betreibt das multinationale Unternehmen Vale die grösste Eisenerzmine der Welt. Jeden Tag transportieren mehr als 10.000 Wagg…

Sonja Lüthi

«Ihr Engagement für unsere Südpartner ist sehr wertvoll! Bei der Projekt- und Programmauswahl unterstütze ich Sie gerne.»

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