Die Klimaerwärmung trifft die verletzlichsten Gruppen am stärksten, so auch die Bevölkerung in Senegal. Aboubarcry Sall ist Koordinator unseres Projekts Bamtaree-Podor und erzählt, welche Folgen die Klimakrise mit sich bringt und welche Massnahmen getroffen werden.

 

«Verantwortlich für die Dürre und den Wassermangel in der Region Fouta im Norden Senegals ist die Klimaerwärmung, die zu einem massiven Verschwinden von Pflanzen- und Tierarten führt und zu einer immer grösseren Ernährungsunsicherheit der lokalen Bevölkerung und des Viehs beiträgt. Weideflächen und Wasser fehlen. Dies gerade auch, weil wasserintensive Bewässerungskulturen für den Reisanbau mit dem Missbrauch von chemischen Düngemitteln und Pestiziden negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Die Viehzüchter sind auf der Suche nach Weideland gezwungen, sich für eine lange Zeit weit weg von ihrem angestammten Zuhause zu bewegen. Zieht die ganze Familie mit, wirkt sich das nachteilig auf die Schulbildung der Kinder aus.

Unregelmässiger Niederschlag

Seit mehr als drei Jahrzehnten stellen wir eine zunehmende Unregelmässigkeit des Wetters fest, verbunden mit der Abnahme von Regenfällen. Früher dauerte die Regenzeit von Mai bis Oktober, also sechs Monate mit 400 bis 500 mm Wasser. In den letzten zwanzig Jahren dauerte sie jedoch nur von August bis Oktober, das bedeutet weniger als 250 mm Wasser. Dafür haben wir in regenreichen Jahren mit Überschwemmungen zu kämpfen.

Anpassungen an die Klimaerwärmung

Dennoch sind die Menschen widerstandsfähig. Sie entwickeln gemeinsam Strategien, um sich an die Umstände anzupassen. Um den Zugang zu Wasser zu sichern, bohren sie nach Brunnen und legen Teiche an. Für die Landwirtschaft nutzen sie dürreresistentes lokales Saatgut für den Getreide- und Gemüseanbau auf Familien- oder Gemeinschaftsfeldern. Sie bilden Solidaritätsgruppen, um sich in Zeiten des Mangels gegenseitig unterstützen zu können.»

Der Ansatz der Solidaritätsgruppen stammt aus Senegal, welcher ein zentraler Pfeiler in der Arbeit von Fastenaktion ist. Erfahren Sie hier mehr über die Solidaritätsgruppen.

Die anhaltende Trockenheit lässt Menschen und Tiere in Senegal leiden.
Die anhaltende Trockenheit lässt Menschen und Tiere in Senegal leiden.

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Fastenaktion hat in der Schweiz den Fairen Handel mitbegründet und setzt sich mit seinen Kampagnen dafür ein. Mit dem Kauf von Fair Trade Produkten geben Sie Menschen am Anfang der Produktionsketten - den Bananenpflanzern oder den Teepflückerinnen - eine Perspektive. Das ist gerade jetzt wichtig.

Das Coronavirus entwickelt sich auf dem ganzen Planeten rasant. Nun breitet sich das Virus auch auf dem afrikanischen Kontinent aus. Es wird befürchtet, dass die sowieso schon schwachen Gesundheitssysteme an ihre Grenzen kommen.

Der Faire Handel unterstützt Menschen am Anfang der Produktionskette und ermöglicht ihnen eine Arbeit und ein Leben in Würde. Zeigen Sie in dieser globalen Krise Solidarität mit den Schwächsten dieser Welt. 

Für die Schweiz wünschen wir uns, dass Sie als Konsumentin und Konsument die regionalen Angebote nutzen und die kleinen Läden unterstützen, damit diese finanziell die Krise überstehen können. Ebenso wünschen wir uns, dass Sie bei Ihren Einkäufen Fairtrade-Produkte aus Asien, Afrika oder Lateinamerika berücksichtigen. Denn auch damit tragen Sie dazu bei, dass die Strukturen des Fairen Handels in der Krise nicht zusammenbrechen und weiter wachsen können. 

Eine Übersicht der Online Fairtrade Shops hilft Ihnen, das richtige Produkt zu finden. Viele Shops bieten in dieser besonderen Lage spezielle Aktionen an oder liefern lokal und direkt.