Sinkende Ernteerträge, weniger Fische: Bäuerinnen und Fischer im Senegal bekommen die Klimaerwärmung sehr direkt zu spüren. In den Projekten von Fastenaktion lernen sie, wie sie diesen Herausforderungen begegnen können.

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Die Klimaerwärmung zwingt die Menschen, sich anzupassen
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Zwei Agronomen haben mit Unterstützung einer Partnerorganisation von Fastenaktion Fischzuchten für Dorfgemeinschaften in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt. Die Züchter können dadurch nicht nur ihre Ernährung verbessern, sondern haben dank dem Fischverkauf auch ein zusätzliches Einkommen.

Rund vier bis fünf Fischteiche braucht es, um die Bevölkerung von sechs Dörfern zu ernähren und genügend Fische zu züchten, die sich zusätzlich gewinnbringend verkaufen lassen. «Die Fischzüchter:innen sind in ihren Gemeinden und auf lokalen Märkten zu wichtigen Lieferanten geworden, und mehr und mehr Landwirtinnen und Landwirte folgen nun ihrem Vorbild», sagt Bruno Tshiayenyi, ein Agronom, der gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Katende zu dieser erfreulichen, nachhaltigen Entwicklung beigetragen hat. 

 

Teiche, Deiche und Schutz vor Raubtieren

Die beiden haben mit Unterstützung von Coobidiep, einer Partnerorganisation von Fastenaktion, das Konzept für die Fischteiche in den Dorfgemeinschaften der Region Kamutanga im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo entwickelt. «Solche Teiche gab es zuvor schon, doch waren diese so klein, dass sie bestenfalls für den Eigengebrauch der Züchter:innen reichten», erzählt Tshiayenyi. «Es waren nicht mehr als unförmige Löcher im Boden.»

Die heutigen Teiche sind grösser, tiefer und erlauben es, erheblich mehr Fische anzusiedeln. Die beiden Agronomen schulten die Bäuerinnen und Bauern, wie sie die Teiche anlegen, das Wasser düngen und die Fische ansiedeln und pflegen müssen. Dazu gehören etwa Deiche, Entwässerungs- und Überlaufrohre, Kanäle sowie der Schutz der Fische vor Raubtieren. «Sehr wichtig ist auch der Erntezyklus», betont Tshiayenyi. «Dieser wird so koordiniert, dass die Fische jedes Teichs zu einem anderen Zeitpunkt entnommen werden und es dank mehrerer Teiche immer etwas zu ernten gibt.» 

«Nicht zuletzt schaffen die Teiche Jobs für bisher arbeitslose Jugendliche, die dadurch weniger in die Städte abwandern.»

Vielfältige Verbesserungen für die Menschen

Die Fischzucht ist umso wertvoller für die bäuerlichen Gemeinschaften, weil die Klimaerwärmung das Wetter unberechenbarer macht, was das Risiko für Ernteausfälle in der Landwirtschaft erhöht. Die Einnahmen durch den Fischverkauf hingegen ermöglichen den Menschen, ihre Wohnsituation zu verbessern, den Zugang zu medizinischer Grundversorgung auszuweiten und die Schulbildung ihrer Kinder mitunter bis zur Universität zu finanzieren. Zudem hat sich die Qualität der Mahlzeiten verbessert und somit auch die Gesundheit der Bevölkerung.

«Nicht zuletzt schaffen die Teiche Jobs für bisher arbeitslose Jugendliche, die dadurch weniger in die Städte abwandern», hält Tshiayenyi fest. «So ist es gelungen, das Leben der Menschen in der Region in vielerlei Hinsicht zu verbessern und ihnen neue Perspektiven zu geben.»

Die Demokratische Republik Kongo gehört trotz ihres Reichtums an Bodenschätzen zu den ärmsten Ländern der Welt. Fastenaktion setzt im Land den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Ernährungssicherung. Erfahren Sie hier mehr über das Landesprogramm.

Ein Fischteich im Rahmen des Projekts wird von mehreren Helfer:innen bewirtschaftet.
Die Fischzucht macht bäuerliche Gemeinschaften widerstandsfähig gegenüber Ernteausfällen, die wegen der Klimaerwärmung häufiger auftreten.

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Die Projekte von Fastenaktion auf den Philippinen führen zu spürbaren Verbesserungen für Menschen am Rande der Gesellschaft. Dies bestätigt eine externe Beurteilung des Landesprogramms.

Bereits seit den 1970er-Jahren ist Fastenaktion auf den ostasiatischen Philippinen aktiv. Aktuell konzentrieren sich die Projekte auf das Recht auf Nahrung mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen der Ärmsten zu verbessern. Unterstützt werden insbesondere indigene Kleinbäuerinnen und Fischer in Gebieten mit grosser Armut und hohem Risiko für Taifune, Überschwemmungen und Dürren. Das jährliche Budget beträgt 800’000 Franken.

 

Stimmen der Frauen haben mehr Gewicht

2022 liessen wir das Länderprogramm vom unabhängigen Beratungsbüro Lumina Ventures aus Manila begutachten, dessen Ergebnisse inzwischen vorliegen. Die Gutachterinnen bezeichnen den Mitteleinsatz als effizient und die Projekte als «höchst relevant» – durch sie seien «spürbare Veränderungen erreicht worden, um gesunde Lebensmittel für gefährdete Zielgruppen zugänglich zu machen». Dies geschah mit agrarökologischen Anbaumethoden und Produktion von Lebensmitteln in den eigenen Hinterhöfen. Ausserdem haben sich die Bauern– und Fischerfamilien vernetzt, um ihre Rechte gegenüber staatlichen Stellen besser durchzusetzen. Die Projekte erreichten ein «hohes Mass an Eigenverantwortung und bieten eine starke Grundlage für die Nachhaltigkeit der erreichten Ziele», heisst es im Bericht. 

Profitiert von den Projekten haben insbesondere Frauen. Diese hätten nun eine stärkere Stimme in der Gemeinschaft, schreiben die Gutachterinnen weiter. Generell sei es gelungen, das Selbstbewusstsein von Menschen am Rande der Gesellschaft zu stärken. Die 14 Partnerorganisationen, mit denen Fastenaktion zusammenarbeitet, haben mit ihrem guten Netzwerk in die katholische Kirche und zu anderen Organisationen zudem Kampagnen unterstützt, um die nachhaltige Lebensmittelproduktion politisch zu stärken und auf mehr Menschen auszudehnen. 2021 hat das Programm 17’600 Personen geholfen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

 

Herausforderung Klimaerwärmung

Diese Erfolge fanden unter erschwerten Bedingungen statt: einerseits die Covid-Pandemie und eine Regierung, die Menschenrechte eher ignorierte als schützte, andererseits eine wachsende Zahl an Naturkatastrophen als Folge der Klimaveränderungen.  

Verbesserungsbedarf sehen die Gutachterinnen im Umgang mit den Folgen der Klimaerwärmung. Sie empfehlen auch, den Wissensaustausch unter den Partnerorganisationen zu verstärken. Diese sollten zudem gezielter auf die lokalen Behörden einwirken, um Investitionen in Bereichen zu fördern, welche die Ärmsten stärken. 

Die vollständige Zusammenfassung des Berichts finden Sie hier auf Englisch.

In unseren Projekten sollen sich Menschen unabhängig vom Geschlecht selbst befähigen, ihre Interessen zu verfolgen und ihre spezifischen Rechte einzufordern. Das ist der Grundsatz in der Gender-Arbeit von Fastenaktion. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Die Fischerin Marilou Galdones erlebt mehr Gleichberechtigung, seitdem sie im Fastenaktion-Projekt aktiv ist.
Die Stimme der Fischerin Marilou Galdones wird in ihrer Gemeinschaft gehört, seitdem sie Teil eines Fastenaktion-Projekts ist.

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