Die Welt erholt sich vom Klimagipfel der Vereinten Nationen, der COP27 in Sharm El-Sheikh. Loisa Maimpu aus Kenia hat dazu keine Zeit. Sie ist den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser und Essen für ihre Familie und ihre Tiere zu suchen. Kenia erleidet seit über zwei Jahren eine extreme Dürre.

Ein Bericht von Leon Jander, Verantwortlicher für das Landesprogramm in Kenia

Loisa Maimpu lebt in Kajiado County, einer trockenen Region Kenias, an der Grenze zu Tansania. Sie gehört zum Volk der Massai. Die Massai sind eigentlich Viehhirtinnen und -hirten. Die grossen Herden sind der Stolz jeder Familie und ihre Lebensgrundlage. Die zunehmende Trockenheit durch den Klimawandel macht es schwerer, grosse Herden zu unterhalten und die Massai müssen immer weitere Strecken zurücklegen, um geeignete Weideflächen zu finden.

Die lange Trockenheit schwächt die Tiere. Viele sterben.
Verkürzte Regenzeit hat drastische Folgen
Loisa Maimpu und die anderen Menschen in den trockenen Gebieten Kenias sind Hitze- und Trockenperioden eigentlich gewöhnt. Sie erholen sich während der nächsten Regenzeit. Der Klimawandel verlängert deren Dauer und Intensität aber derart, dass Menschen und Tiere sich nicht schnell genug anpassen können. Eigentlich sollte es jetzt in vielen Regionen Kenias regnen. Teilweise tut es das auch, aber zum fünften Mal in Folge fällt diese Regenzeit unterdurchschnittlich aus. Meteorolog:innen sprechen von 60 Prozent weniger Regen. Die Aussichten für die lange Regenzeit im Frühjahr 2023 sind ebenso schlecht. Die langanhaltende Dürre führt dazu, dass die Menschen und Tiere gesundheitlich beeinträchtig sind und vermehrt sterben. Auch die langfristige Entwicklung der Kinder wird beeinträchtigt. Ausserdem kommt es zu mehr Konflikten zwischen Menschen, und zwischen Menschen und Tieren. Alle sind auf der Suche nach Wasser und Nahrung.
Die Landwirtschaft bietet zusätzliche Einkommens- und Nahrungsquellen.
Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung
Doch die Menschen wissen sich zu helfen. Als zusätzliche Einkommens- und Nahrungsquelle steigen sie teilweise auf Landwirtschaft um. Die Partnerorganisation Olkejuado Pastoralists Development Organization (Dupoto-e-Maa), mit der Fastenaktion seit 2009 erfolgreich zusammenarbeitet, begleitet sie dabei. In einer externen Projektevaluierung im Jahr 2021 wurden ermutigende Wirkungen festgestellt: 18 Prozent der Zielgruppe gaben den Verkauf von Gemüse als Haupteinnahmequelle an, zu Beginn des Projektes war dies noch kein Thema. Durch die Landwirtschaft konnte auch die Ernährung abwechslungsreicher gestaltet werden. Die Familien haben nun mehr Gemüse auf dem Tisch.
Die Welt erholt sich vom Klimagipfel der Vereinten Nationen, der COP27 in Sharm El-Sheikh. Loisa Maimpu aus Kenia hat dazu keine Zeit. Sie ist den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser und Essen für ihre Familie und ihre Tiere zu suchen. Kenia erleidet seit über zwei Jahren eine extreme Dürre.
Fastenaktion unterstützt mit Nothilfe 
Es wird Jahre brauchen, bis die Beschlüsse der COP27 umgesetzt werden. Die Erreichung des 1,5-Grad-Zieles wird Jahr für Jahr schwieriger. Loisa Maimpu hat diese Zeit nicht. Um die grösste Not in der Projektregion zu mindern, leistet Fastenaktion Nothilfe. Diese ist wichtig, damit erreichte Fortschritte in den langfristigen Entwicklungsprojekten der Partnerorganisationen nicht verloren gehen.  

Im Jahr 2020 berichtete SRF mitenand über Dupoto-e-Maa, einer Partnerorganisation von Fastenaktion in Kenia: Hier finden Sie den Beitrag.

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Abschlusskommentar von David Knecht, Fachverantwortlicher für Klima- und Energiegerechtigkeit bei Fastenaktion. David Knecht verfolgte die COP27 in den letzten zwei Wochen vor Ort.

Die Welt hat im ägyptischen Sharm-El-Sheikh getagt. Eine absurde Stadt für eine Monsterkonferenz – mit über 30’000 Teilnehmenden. Da kommt ab und an das Gefühl auf, dass das Konferenzgelände mit dem Menschengewimmel einem arabischen Basar gleicht. Nur das hier das drängendste aller globaler Themen verhandelt wird. Die Begrenzung der Klimaerhitzung.

Sharm-El-Sheik – Inbegriff des Massentourismus. Bekannt für wunderschöne Korallenriffe, welche durch den Klimawandel akut bedroht sind. Expert:innen gehen davon aus, dass bis zu 99 Prozent der Korallenriffe zerstört werden, wenn die Klimaerhitzung zwei Grad Celsius erreicht.[1]

Klimaerwärmung wartet nicht – die Ärmsten leiden
Präsidenten und Premierminister:innen aller Nationen haben sich die Türklinke in die Hand gedrückt. Sie haben in Reden betont, wie wichtig es ist, die Klimaerhitzung zu begrenzen. Diesem Treiben haben über 600 Fossilenergie Lobbyisten nickend zugeschaut und eifrig dafür gesorgt, dass der Abschlusstext der COP27 keinen Ausstieg aus den fossilen Energien fordert.[2] Sie sagen, das wäre angesichts der weltweiten Energiekrise zu viel des Guten, das brauche mehr Zeit, müsse sorgfältig geplant werden. Fossil is King. Die Klimaerwärmung aber wartet nicht. Sie schreitet Tag für Tag weiter voran. Gerade die ärmsten Menschen unseres Planeten leiden am meisten unter der Erwärmung. Sie haben nicht die Mittel, sich den Auswirkungen anzupassen.

Eine indonesische Delegation über die Folgen der Klimaerhitzung.

Fonds für Klimagerechtigkeit
Wenn Anpassung nicht mehr möglich ist, weil die Klimaerwärmung irreparable Schäden verursacht, werden Kompensationszahlungen nötig. Deshalb ist es so wichtig, dass ein spezifischer Fonds für diese Zahlungen aufgebaut wird. Verluste und Schäden müssen ausgeglichen werden. In der moralischen Pflicht stehen die historischen Verursacher der Klimaerwärmung. Viele Südländer, Inselstaaten und tausende zivilgesellschaftliche Vertreter:innen aus der ganzen Welt, darunter Fastenaktion, haben sich für einen solchen Fonds eingesetzt. Blockiert wurde dieses Vorhaben in den vergangenen Jahren vom globalen Norden. Nach einem langen Seilziehen konnten sich die Staaten schliesslich dazu einigen, Fonds für klimabedingte Schäden und Verluste zu schaffen. Das ist ein grosser Erfolg und ein bedeutsamer Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit!

Solidarität zeigen
Aber Kompensationszahlungen sind nur ein Teil der Gleichung. Wichtig ist, dass die Klimaerhitzung gar nicht voranschreitet. Die Klimaerhitzung soll möglichst auf 1.5 Grad Celsius begrenzt werden. Dafür müssen wir unsere Treibhausgasemissionen global drastisch reduzieren. Die UNO hat im Oktober veröffentlicht, dass die weltweiten Klimaschutzpläne zu einer Erhitzung von über 2.4 Grad Celsius führen würden.[3] Es braucht dringend schnelle und ambitioniertere Emissionsreduktionsprogramme. An der COP27 haben die Länder deshalb ein Arbeitsprogramm zur Emissionsminderung beraten und verabschiedet – ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist, dass diese Massnahmen mit den entsprechenden Finanzzahlungen ergänzt werden, damit finanzschwache Länder ebenfalls die nötigen Klimaprogramme durchführen können. Solidarität und die Anerkennung der historischen Verantwortung durch den globalen Norden ist hierfür zentral.

Schweiz muss Verantwortung übernehmen
Aber die Welt hinkt den eigenen Versprechen hinterher. 2009 versprachen die Industrieländer jährlich 100 Milliarden USD, doch bislang wurden davon nur 83 mobilisiert.[4] Und auch dies ist gemäss dem Weltklimarat noch zu wenig, es braucht Billionen.[5] Zur Finanzierungslücke hat die Klimakonferenz keine zufriedenstellenden Antworten geliefert. Das ist frustrierend, gerade in einem Jahr wo die Mineralöl- und Energiekonzerne BP, ExxonMobil, Chevron, Shell und TotalEnergies zusammen allein im zweiten Quartal 55 Milliarden Gewinn verbuchten. Dieses Ungleichgewicht muss dringend aufgelöst werden.  Die Schweiz ist ein reiches Land und trägt als Drehscheibe des internationalen Rohstoffhandels dabei eine besondere Verantwortung.

Fastenaktion setzt sich für Ernährungssicherheit ein
Wenn die Staatengemeinschaft dabei scheitert, können die Pariser Klimaziele nicht erreicht werden, was insbesondere für die ärmsten Menschen katastrophale Folgen hätte. Denn die Klimaerhitzung wirkt sich direkt auf die Ernährungssicherheit dieser Menschen aus. Verstärkte Dürren und Überschwemmungen sind direkte folgen der Klimaerhitzung. Und sie nehmen zu, in Stärke und Häufigkeit. Die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen steht auf dem Spiel. Fastenaktion setzte sich deshalb zusammen mit der CIDSE an der COP für die Verankerung der Agrarökologie als ein tragendes Element der landwirtschaftlichen Lösungen ein. Die Forderung hatte an der COP27 einen schweren Stand und deren Erwähnung wurde weggestrichen. Der Druck der industriellen Landwirtschaft ist zu gross.

Das CIDSE-Team an der Weltklimakonferenz.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass an der COP27 mit Fonds für klimabedingte Schäden und Verlustes sowie dem Programm zur Abschwächung der Klimakrise (Mitigation) wichtige Schritte in die richtige Richtung gemacht worden sind. Dass aber der Staatenbund sich nicht auf ein Aussteigen aus fossilen Energien einigen konnte, zeigt, dass der Einfluss der Lobby für fossile Energien sehr stark ist. Das zudem keine konkreten Pläne zur Schliessung der Finanzierungslücke verabschiedet wurden bestätigt, dass das dringend notwendige Umdenken noch nicht stattgefunden hat. So werden wir das globale 1.5 Grad Celsius Ziel nicht erreichen. Und das Fenster dazu schliesst sich mit rasendem Tempo.

Fastenaktion begleitete eine Delegation aus dem Amazonas.

Partner von Fastenaktion zeigen Lösungen
In Sharm El Sheikh hat sich Fastenaktion mit Partnerorganisationen aus Kolumbien und Brasilien aktiv für eine rasche und sozialgerechte Umsetzung der Pariser Klimaziele eingesetzt. Zudem wurden Menschen- und Indigene Rechte sowie das wichtige Prinzip der Transparenz in Berichterstattungen in die Verhandlungen eingebracht. In einem offiziellen COP-Event haben wir mit unseren Partnern gezeigt, dass es in vielen Ländern hapert mit der Transparenz. Unsere Partner haben aufgezeigt, dass dezentralisierte, gemeinschaftliche Energielösungen ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels sind. Gleichzeitig stärken sie die Ernährungssicherheit der Menschen. Gemeinsam mit unseren Partnern wird sich Fastenaktion auch im kommenden Jahr für eine rasche und sozialgerechte Umsetzung der Pariser Verträge einsetzen, um dem Hunger auf der Welt entgegenzuwirken.

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«Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg», singt Reinhard Mey im Lied Narrenschiff, welches volle Fahrt mit Kurs aufs Riff steuert. Es beschreibt bildlich unser individuelles Verhalten in der Klimakrise. Gleichzeitig hoffen viele Menschen auf die Beschlüsse an der Klimakonferenz in Ägypten. Morgen beginnt die 27. Weltklimakonferenz (COP27). Ambitionierte Beschlüsse braucht es mehr denn je.

Kommentar von Stefan Salzmann, Fachexperte für Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Hitzewellen, Dürre, Wasserknappheit. Was in Partnerländern von Fastenaktion seit Jahren Alltag ist, kommt auch auf die Schweiz und Europa zu. Was wir im Sommer 2022 erlebt haben, ist ein bitterer Vorgeschmack auf das, was der Weltklimarat voraussagt. Die Zunahme von Wetterextremen aufgrund der Klimaerhitzung. Überall, auch in der Schweiz.

Kurs aufs Riff
Trotzdem tun wir uns schwer, unser individuelles Handeln anzupassen. Tanks werden vor dem Winter mit frischem Heizöl aufgefüllt. Eine Nachbarin erzählt mir im Vorbeigehen, wie sehr sie sich auf einen dreitägigen Trip nach Ibiza freut. Viele Mitmenschen, die sich über die Hitze im Sommer beklagt hatten, ärgern sich über hohe Energiepreise und kaufen billiges Fleisch. Als gäbe es keinen Zusammenhang. Unser Schiff steuert auf das Riff zu, wir wissen es. Und machen weiter wie gewohnt. Den Preis dafür zahlen viele in Armut lebende Menschen auf der ganzen Welt.

Und die Politik?
Bis 2050 sollen die schweizerischen Treibhausgasemissionen bei null ankommen – für die Menschen in vielen Weltregionen viel zu spät. Sie leiden schon heute, haben das Problem aber nicht verursacht. Teile der schweizerischen Politik nimmt die Dringlichkeit nicht ernst. Gegen den indirekten Gegenvorschlag der Gletscher-Initiative wurde das Referendum ergriffen. Dabei ist das neue Klimagesetz nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gerade deshalb ist das Ja zur Gletscherinitiative ein absolutes Minimum, wenn wir zu globaler Klimagerechtigkeit einen Beitrag leisten wollen. Eine weitere Verzögerung ist keine Option.

Sharm el Sheikh
Am 6. November beginnt die 27. Klimakonferenz in Ägypten. Viele wichtige Punkte werden verhandelt. Die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 ist weiterhin das Hauptziel. Dieses will die Erderwärmung bei 2 Grad Celsius, wenn möglich 1.5 Grad Celsius begrenzen. Gemäss Climate Action Tracker steuern wir aber auf eine Erderwärmung von 2.7 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Konkret soll in Ägypten ein Arbeitsprogramm verabschiedet werden, um die Ambitionen zur Minderung von Emissionen schneller und wirksamer zu reduzieren (Mitigation Work Programme). Neben Minderung geht es auch um Anpassungen an die Klimaerwärmung. Darum sind Einigungen zu höheren Beiträgen zur Klimafinanzierung ein dringendes Ziel.

Viele reiche Länder blockieren die Verhandlungen zu Schäden und Verlusten (Loss and Damage). Es geht um die Entschädigung für irreversible Schäden als Folge der Klimaerhitzung. Was dies bedeutet, hat die Flutkatastrophe 2022 in Pakistan gezeigt. Tausende Menschen sind gestorben. Millionen von Menschen haben durch den extremen Monsunregen ihre Lebensgrundlagen verloren. Sie haben keine Perspektiven mehr. Gerade arme Menschen sind auf die Unterstützung der reichen Länder angewiesen. Globaler Klimaschutz und Klimagerechtigkeit bedingen Solidarität zur Bekämpfung der Klimakrise.

Fastenaktion setzt sich für eine ambitionierte Klimapolitik in der Schweiz ein. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Gletscher-Initiative.
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Agrarökologische Anbaumethoden stärken die Ernährungssicherheit.
Der heutige Welternährungstag liefert keinen Anlass zur Freude: Mit 828 Millionen Menschen sind über zehn Prozent der Weltbevölkerung von Hunger und Unterernährung betroffen. Fastenaktion engagiert sich in der Allianz Sufosec für eine Welt ohne Hunger. Der erste Ernährungsbericht von Sufosec zeigt auf, welche Lösungsansätze für die Überwindung von Hunger gefragt sind. Christa Suter, Fachverantwortliche für Agrarökologie, fasst im Interview die Ergebnisse zusammen.

Warum verschlechtert sich die globale Ernährungslage?
Der Ernährungsbericht benennt die hauptsächlichen Fehlentwicklungen, die seit 2015 zur starken Zunahme von Hunger bei weiteren 150 Millionen Menschen geführt haben: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft werden immer akuter. Die COVID-19-Pandemie und deren negativen Folgen, die Zunahme von bewaffneten Konflikten sowie Preisspekulationen beeinflussen die globale Ernährungssicherheit. Der Ernährungsbericht beschreibt, dass obwohl genügend Nahrungsmittel produziert werden, dennoch die Zahl der an Hunger leidenden Menschen zunimmt. Rund 60 Prozent der chronisch hungerleidenden Menschen sind Frauen.

Warum sind Frauen stärker von Hunger betroffen?
Obwohl in vielen Ländern überwiegend Frauen für Zubereitung von Nahrung zuständig sind und mehr Arbeitsleistung in der Landwirtschaft erbringen, halten Frauen weniger als 20 Prozent des Landbesitzes, in Nordafrika und Westasien gar weniger als 5 Prozent. Innerhalb des Haushalts ist es zudem oft so, dass zuerst die Männer und Kinder essen und dann erst die Frauen. Die Ungleichheiten haben sich durch die verschiedenen Krisen verstärkt, sodass mehr Frauen als Männer von Mangelernährung betroffen sind.

Was sind die weiteren Erkenntnisse des Ernährungsberichts?
Der Ernährungsbericht 2022 beinhaltet Ergebnisse einer Umfrage bei 14’000 Haushalten aus 16 Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien. Die Studie hat gezeigt, dass agrarökologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern ihre Produktion diversifizieren und dass sie dadurch Hunger und Unterernährung verringern können. Auch in den Gebieten auf der Welt, in denen Hunger von erschreckender Normalität ist.

Was unternehmen Fastenaktion und die Allianz Sufosec konkret gegen den Hunger?
Mit unseren Projekten zielen wir auf eine selbstbestimmte Ernährungssicherung in lokalen Ernährungssystemen ab. Wir fördern agrarökologische Anbaumethoden wie Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau oder lokal angepasstes Saatgut. Besonders der Einsatz von organischem Dünger, effizienten Bewässerungen oder Bodenschutzmethoden verringern den Hunger. Aber auch die soziale Unterstützung und politische Massnahmen für das Recht auf Nahrung sind mitentscheidend in unserem gesamtheitlichen agrarökologischen Ansatz. Im Ernährungsbericht werden mit sechs konkreten Beispielen die integrierten Ansätze zur Bekämpfung des Hungers erläutert, darunter auch jene von Fastenaktion in Kenia.

Die Allianz Sufosec ist eine Partnerschaft zwischen den Schweizer Organisationen Aqua Alimenta, Fastenaktion, Swissaid, Skat Foundation, Vétérinaires sans Frontières Suisse und Vivamos Mejor. Die Allianz will die selbstbestimmte Ernährung von Menschen im globalen Süden sichern, indem sie lokale Ernährungssysteme fördert und stärkt. Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit von Sufosec.

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Lungisa Huna ist Vertreterin der Rural Women’s Assembly, dem grössten Netzwerks von Kleinbäuerinnen und Landarbeiterinnen im südlichen Afrika. Das Netzwerk stellte Ende August am Menschenrechtsrat die Forderungen von Tausenden von Frauen vor, wie deren Recht auf Nahrung, Land, Saatgut und politischer Mitsprache zu verwirklichen ist.

Ein Text von Claudia Fuhrer, Fachexpertin Ernährungsgerechtigkeit bei Fastenaktion

Eingeladen wurde Lungisa Huna vom Menschenrechtsrat anlässlich der Überprüfung der Menschenrechtslage in Südafrika. Der Menschenrechtsrat lässt mit einem speziellen Prüfverfahren, der Universal Periodic Review (siehe unten), die Menschenrechtslage jedes UNO-Mitgliedlands überprüfen. Ziel des Verfahrens ist es, die Menschenrechtssituation vor Ort zu verbessern und die Einhaltung der menschenrechtlichen Verpflichtungen zu fördern.

Hunderttausende setzen sich für bäuerliche Rechte ein
Die Rural Women’s Assembly (RWA) ist in 10 afrikanischen Ländern südlich der Sahara vertreten und hat über 300’000 Mitglieder. Das Netzwerk hat eine schriftliche Eingabe zum Prüfverfahren Südafrikas gemacht. Die Eingabe legt die prekäre Ernährungs- und Rechtslage der Kleinbäuerinnen und Landarbeiterinnen dar und zeigt auf, wie deren Rechte verbessert werden können. Für Lungisa Huna war dies der erste Auftritt am Menschenrechtsrat. Im Interview mit Fastenaktion (auf Englisch) schildert sie ihre Erfahrungen und erzählt, was sie und Tausende von Kleinbäuerinnen und Landarbeiterinnen mit dem Auftritt am Menschenrechtsrat bewirken wollen. Die Rural Women’s Assembly ist eine Partnerorganisation von Fastenaktion im Projekt RAISE. Dieses setzt sich für die Verwirklichung bäuerlicher Rechte in 10 Ländern und auf internationaler Ebene ein.

In diesem Verfahren begutachten sich die Staaten gegenseitig und haben die Möglichkeit, Empfehlungen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation abzugeben. Zivilgesellschaftliche Organisationen können entweder versuchen, ihre Empfehlungen in den Staatenbericht einfliessen zu lassen oder beim Menschenrechtsrat eigene Berichte einzureichen, so wie dies die Rural Women’s Assembly gemacht hat.

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Lungisa Huna is a representative of the Rural Women's Assembly (RWA), the largest network of women smallholders and women farm workers in Southern Africa. At the Human Rights Council at the end of August, the network presented the demands of thousands of women on how their rights to food, land, seeds and political participation should be realised. In the following interview with Fastenaktion, she talks about her impressions and the demands of the RWA.
Lungisa Huna is a representative of the Rural Women’s Assembly (RWA), the largest network of women smallholders and women farm workers in Southern Africa. At the Human Rights Council at the end of August, the network presented the demands of thousands of women on how their rights to food, land, seeds and political participation should be realised. In the following interview with Fastenaktion, she talks about her impressions and the demands of the RWA.

Geneva, 30 August 2022
Interview: Tiziana Conti, Responsible for media, information, campaigning in French-speaking Switzerland at Fastenaktion

Lungisa, on behalf of the Rural Women’s Assembly, you have presented a report to the UN on the situation of women farmers and agricultural workers in South Africa. What did you focus on more precisely?
As you only have five minutes to present, I focused on the UNDROP [Editor’s note: the United Nations Declaration on the Rights of Peasants and Other People Working in Rural Areas] and why the Rural Women’s Assembly asks for its implementation in South Africa. During the negotiations for UNDROP, South Africa was in the core group discussion and we signed the declaration in 2018. Now, four years later, which is the cycle for review, we take this opportunity to point out that the UNDROP is not something even in the lips of the duty bearers or even of our country. We therefore selected three of the UNDROP articles that matter for us and pushed them forward.

Could you tell me more about your demands?
One of the biggest campaigns we’ve been working on since 2015 is about access to land and is called “One Woman, One Hectare”. It aims to raise awareness of the importance of food for women. Women, who bear the brunt to feed their families, work the land, but they don’t own and they don’t have access to it, because the tenure rights are not in their name. The patriarchal norms and practices are still very much entrenched, especially in rural areas where women have no say on all right. Traditional leaders are the custodians of the land, and even though we have a democracy and we vote in some rural areas, they do have the power to decide who gets land. With the “One Woman, One Hectare” campaign, we ask that women be acknowledged one hectare and stop being discriminated. “One Hectare” doesn’t mean it’s the only hectare we want, but it’s the minimum we’re asking for.

The struggle of water is another big issue. In addition to land, we also want water, because land without water is useless. Moreover, walking long distances to get water can be dangerous in some villages. South Africa is a country where gender based violence is high, which is an additional barrier for women.

Another central element of the “One Woman, One Hectare” campaign is having the right to use our own seeds. The transmission on traditional seeds is a cultural practice in some African societies. Young women receive traditional seeds as a gift when they get married. Whatever happens, they have something they can plant and grow, and they don’t starve. Seeds allow the creation of seed banks, they can be exchanged, shared and replicated. Today, seed banks allow us to avoid genetically modified seeds.

Did anything change since the beginning of this campaign in 2015?
Nothing really has changed. We marched to Pretoria and we submitted our petition. Then the government changed the campaign’s name and called it “One Household, One Hectare”, which means that the land is still under the husband’s name, and not the wife. The discrimination against women remains. But the Rural Women’s Assembly continues to mobilize for this campaign by putting the issue on the table. We wrote to the president and to the ministries of land and agriculture. The president’s office replied, but it just sent us to refer us to the Women’s Ministry, which never even answered or interacted with us. So we never had any platform. We wanted to hear about how many households got land, and of the household, how many women got land, to get more statistics and for us to engage with them.

What is the main threat to the traditional system of seed transmission and exchange?
Our seeds are at risk of extinction. In a recent seeds audit, women say that when you want to plant genetically modified seeds in the next season, they don’t grow, even by using pesticides. They are not resistant to climate change either. They have tested this by comparing with their own seeds. They can grow, they can survive and they are able to stand drought. The Rural Women’s Assembly is a network that reaches ten countries. We have a tradition where the women bring their seeds across the borders in order to exchange them, share knowledge and educate each other. We do so even if we are not be allowed to [Editor’s note: traditional seed exchange is outlawed in law that favours multinational agribusinesses over local farmers]. Because we understand how to work the land. We understand how the climate patterns work and what they respond for. We understand the resilience of our seeds. They can withstand drought and they can withstand moments where floods happen in other areas. Sometimes women get excited because they get maize from other countries that they haven’t seen for decades, like red maize or purple maize seeds. I only knew of white and yellow maize. I never knew there were all these different variety of seeds. Seed sharing is a knowledge bank, which allows people to perpetrate their culture.

Do you mean that having to conform to the industrial system makes you outlaws if you keep sharing the seeds the way you’ve been doing for hundreds of years?
Absolutely. But now, one of the articles of the UNDROP says that we have the right to our seeds. And this is what we put on the table through our submission: that we want those seeds to be acknowledged and be able to have seed banks. We don’t want to be hiding that we are sharing seeds. It has to be allowed. It has to be legislated. It has to be in a policy form.

Since 2018, when you signed the UNDROP, has anything changed concretely?
There are two critical processes that must occur. First of all, a declaration is a declaration. We applaud South Africa for supporting the UNDROP, the peasants’ rights and the rights of rural people. The government takes part in the big meetings with all the other countries and endorse these declarations. But very little has happened since, because there is no legislation, there isn’t a policy of implementation. The government should make sure that the declaration is implemented, but that is not being done.

The second point is the way we engage with duty bearers. Because even if the declaration has been signed and is known at high level, that doesn’t mean it has filtered down to the duty bearers who are supposed to implement it. The declaration is not a paper exercise, but it must change and transform people’s lives. The peasants, the rural women and others demand those rights to be implemented and want to be able to engage with the government. This is what we are putting forward at the Human Rights Council.

With the UN Decade for Family Farming, 2019-2028, and the hunger and food crisis having been exacerbated by COVID, we felt strongly that this is the right moment to move things forward. With the climate crisis, this is also going to be an ongoing issue. In the province where I lived in the Western Cape, there was a moment where we were nearing “Day Zero” without water. You would open the tap and there wouldn’t be water. The same is happening now in the Eastern Cape, they are in the brink of no water. The government should now deal with this situation and allow for the implementation of the UNDROP. This is even more critical for the women, because women grow the food, they are the caregivers, they do the care work, they have to feed. In the time of the COVID, women had many more struggles with children at home with lockdowns and no shops to buy food at, especially in rural areas. They couldn’t go to their fields, and yet they had to maintain livelihoods.

What was the impact of the so called “seed harmonization” put in place by the government?
After voting in favour of UNDROP in 2018, South Africa has adopted two new laws that do not meet any and all of the seed rights in UNDROP. One is the “Plant Improvement Act” and the other is the “Plant Breeders Rights”. The “Plant Improvement Act” focus is on the commercial seed sector covering 96 food and fodder crops on a “National Plant Variety List” whose seeds, to be sold, must be certified according to the “Distinct, Uniform, Stable” criteria and prohibits the sale of uncertified seed. The “Plant Breeders Rights” protects the intellectual property rights of breeders of new varieties. Instead of starting processes, which are supposed to allow for farmer managed seed system and seed banks, the government opts for a so-called seed harmonisation that takes us further away from that.

Under pressure of big corporations like Syngenta or Monsanto, which push their own seeds and destroy what was the indigenous seeds, this harmonization is a short-term solution that is not helpful because it leads to food crisis. “Contract farming” is another way to try to monopolize what big companies want to grow. Wheat, for instance, is not a food that people want to grow in South Africa. Unfortunately, some end up giving up the land for the money, but then when you want to use your land for something else, nothing grows anymore. In addition, the product of these crops is not even for local people because it is destined for export. South Africa is facing a hunger crisis at the moment. Food has become exuberantly expensive and the issues of inequality and poverty are increasing. So finding the right and long-term solutions is a huge challenge.

Do you think agroecology could be an answer in times of crisis and lockdowns?
Agroecology is an approach that sustains food sovereignty and is a central aspect of the Rural Women’s Assembly’s work. It is an alternative way of growing and eat food according to indigenous practices, without the use of pesticides, nor genetically modified organisms. It is based on an understanding of the interaction and interdependence between humans and nature. The people who fish near the coastal areas, for example, used to fish to be able to survive and had a relationship with the sea. They knew when to go and fish and when to allow for nature to replicate itself. There was a balance. They didn’t fish to clean the ocean by taking all the fish. Now they get quotas to be able to fish. Agroecology allows for a deep inherent way in which we relate to nature. But here again, in order to be able to work the land in the right way, by not putting in chemicals, you have to have access to land.

Can the UNDROP also be used to protect yourself against the construction of mines on your land?
Absolutely. We can protect ourselves. And we know there are many situations of land grabbing for mining in South Africa. The women can use the UNDROP to raise those issues and claim that we have the right to use our land for food instead of letting others digging it up by moving and displacing the community. We have the right to say no. It is the free prior consent: we have the right to participate and to say no. South Africa is known for its diamonds and gold mines, but also coal. The mining companies use a huge amount of energy, which causes energy shortage for the civil society. This is an additional challenge if you want to do political work. The divide between the urban and rural areas is very big.

What kind of support does Fastenaktion give you?
It has been amazing to have a partnership with Fastenaktion for all these years. We were able to use this momentum to take up issues on UNDROP and use the instruments and the frameworks of the United Nations. The current RAISE project partnership we have with Fastenaktion gave us leverage to take things one step further. Fastenaktion has made a big contribution in the journey of accompaniment, support and growing of our network during the last years. The Rural Women’s Assembly South Africa celebrated 10th anniversary in 2019.

Since the beginning, we have been building from the ground up, made sure that women can speak for their own rights and have a voice in their own countries. Now they are able to go on global platforms to raise their issues and to challenge their own countries. We want to say thank you to Fastenaktion for journeying with us. It has been a good cooperation.

What do you think of joint movements?
One of the good things about the RAISE project is the fact that we are across the region. There is a sense of commitment, support and solidarity. The fact of being connected beyond the movements that we know in the global south allows us to create a network with movements that are involved in the same kind of work, also beyond the UNDROP. Looking at other treaties helps us to better utilize and connect the parts of the different recommendations.

Do you feel that your voice has been heard at the UN?
It sure has! This is the first time ever that the Rural Women’s Assembly came to that kind of podium and it was just wonderful to be there. I found this space for the civil society and the Universal Periodic Review process was one that we felt we owned. We felt we had a voice, a voice that came from the women who dealt with the issues. We felt we wrote our submission and we could put the UNDROP on the table. From the beginning, where we started having awareness of the UNDROP, the women could see something that they could say. It is like a ticket or a passport that allows us to table our issues. I think there is no turning back and this gives us more fuel to continue to put pressure and to really put the agenda of the rural women and their struggles on the table.

It was worthwhile to come here, even just for a five-minute presentation. I can see the gains and I can see the possibilities, many possibilities. Yesterday we met with the Bolivian mission, which was extremely, engaging and positive. Bolivian rural women and South African rural women sitting together and sharing. It wasn’t just a conversation, it was a good dialogue and a very constructive exchange of ideas. It is reassuring and hopeful. Today we met the South African mission and we reiterated the importance of having to interact with our government and with the duty bearers. We’ll take it from there and see how we move forward with them. We may have a declaration high up there, but we have to take it down, because what’s happening it’s a grassroots level and the gap is too wide.

One last question: what would be your dream scenario for South Africa?
For me, the ideal situation is to see the UNDROP operationalized, and once operationalized, it has to transform people’s lives. It assists the peasants, and the peasants own this process, because to be a meaningful intervention, you have to be part of it, as the people. It shouldn’t be a government process. The realization of the “One Woman One Hectare” campaign is very key in leveraging the socioeconomic rights that are embedded in that. We have a high rate of unemployment and women have the answers. They can feed themselves. Peasants can feed themselves and they can sell excess produce. They can be able to look after their families. So the ideal is to see that women are free from the bondage of dependency.

If people grow their own vegetables, they will only buy what they cannot produce, but for the rest they can produce themselves, which will close a gap here and there. Give us the land! Let us produce! We’ve got our seeds, allow us to save our own seeds. We can feed ourselves. We can find the alternatives. We do have the answers on how to deal with the issue of poverty, the food crisis and hunger.

It’s a long walk to freedom. If we have to borrow the title of Mandela’s book.

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Die Corona-Pandemie, Klimagerechtigkeit und der Namenswechsel prägten das Jahr 2021 von Fastenaktion (ehemals Fastenopfer). Zusammen mit seinen Partnerorganisationen sicherte Fastenaktion Zugang zu Nahrung und Saatgut. Wegen der zunehmenden Extremwetter, bedingt durch die Klimakrise, musste vermehrt Nothilfe geleistet werden. Rund 2.4 Millionen Menschen profitierten 2021 direkt von der Arbeit von Fastenaktion.

Im vergangenen Jahr verbesserte Fastenaktion mit seinen Aktivitäten in zwölf Landesprogrammen und den drei Internationalen Programmen die Lebensumstände von rund 560‘000 Menschen direkt. Indirekt bedeutet das für 2,4 Millionen Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände. Gemeinsam mit kleinbäuerlichen Netzwerken, Solidaritätsgruppen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen setzte Fastenaktion 355 Projekte um. Im Fokus der Arbeit stand der Zugang zu genügend und gesunder Nahrung. Dies geschah durch nachhaltige Anbaumethoden und Stärkung von Dorfgemeinschaften.

9 von 10 Franken fliessen direkt in die Projekte
Den Ausgaben von 22‘536‘223 Franken standen Einnahmen von insgesamt 23‘132‘838 Franken gegenüber. 86.8 Prozent der Einnahmen wurden direkt für die Projektarbeit eingesetzt.

Bewusster Konsum – Kampagne in der Schweiz gab zu Reden
Das Sujet der Ökumenischen Kampagne 2021, welches einen bewussten Fleischkonsum und mehr Klimagerechtigkeit forderte, führte zu angeregten Diskussionen. Es zeigte, welche Auswirkungen Entscheidungen im industrialisierten Norden auf die Menschen im globalen Süden haben. Deshalb auch die entwicklungspolitische Forderung an die Schweizerische Nationalbank aus der Finanzierung fossiler Energien auszusteigen, um den Klimawandel abzumildern der den Süden bereits hart trifft. In der Schweiz erreichte Fastenaktion mit der Informations- und Sensibilisierungsarbeit rund 3 Millionen Menschen.

Von Fastenopfer zu Fastenaktion
Am 60 Jahre Jubiläum im September wurde der Namenswechsel von Fastenopfer zu Fastenaktion bekannt gegeben. Der Organisationsname der Suisse romande «Action de Carême» wurde zum nationalen Namen, auf Deutsch und Italienisch wurde er entsprechen angepasst; Fastenaktion – Action de Carême – Azione Quaresimale. Die Änderung ging mit einer leichten Anpassung des Logos der Organisation einher. Erste Auswertungen im 2022 zeigen, dass der Namenswechsel positiv aufgenommen wurde.

Ausblick 2022
Zwei Jahre dauert die Covid-Pandemie bereits an und hat schlimme Auswirkungen auf die Menschen in den Ländern in denen Fastenaktion tätig ist. Zudem macht ihnen die Klimakrise bereits seit Jahren zu schaffen. Zunehmende Armut und steigende Nahrungsunsicherheit sind die Folge und bereits kündigt sich eine Verschärfung der Krise an. Der Krieg in der Ukraine und der damit einhergehende Mangel an Getreide und Treibstoff, sowie die rapide steigenden Preise für Nahrungsmittel, verschlimmern ihre Lebensumstände zusätzlich. Hungerkrisen sind unausweichlich. Fastenaktion versucht mit seinen Partnern und dem Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe dagegen zu halten. In vergangenen Hungerkrisen, zeigte sich die Wirkung des von Fastenaktion gewählten Ansatzes. Die Menschen können dank eigenem, lokal angepasstem Saatgut und Anbaumethoden ihre Nahrung produzieren und ihre Lebensumstände verbessern.

Auskunft zur Medienmitteilung geben Ihnen gerne:

  • Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenaktion,  +41 41 227 59 71
  • Mischa von Arb, Leiter Medien, Information und Campaigning, +41 41 227 59 66

Medienmitteilung
Ökumenische Kampagne 2022

Höchste Zeit, Verantwortung zu übernehmen

Mit einer politischen Forderung an Bundesrätin Simonetta Sommaruga für ambitionierte Klimaziele sowie einem Appell an die Eigenverantwortung hat die Ökumenische Kampagne erneut für das Thema Klimagerechtigkeit sensibilisiert. Die Kernbotschaften der Entwicklungsorganisationen HEKS, Fastenaktion und Partner sein gehen einher mit denen des neuesten Berichts des Weltklimarats (IPCC).

Die Schweiz darf aus Sicht der Klimagerechtigkeit bis 2050 kein CO2 mehr ausstossen. Da dies offensichtlich weiterhin geschehen wird, fordert die Ökumenische Kampagne zum sofortigen Handeln auf. «Klimagerechtigkeit bedeutet, dass Länder, die die Hauptverursacher der Klimaerwärmung sind, Verantwortung für die globalen Folgen und Schäden des Klimawandels übernehmen», sagt Stefan Salzmann, Verantwortlicher Klima- und Energiepolitik bei Fastenaktion. Die Schweiz solle daher in einem neuen CO2-Gesetz das Netto-Null-Ziel bis 2040 auf einem mindestens linearen Absenkpfad festhalten, sowie konsequent aus fossilen Energieträgern aussteigen. Schweizweit wurden für diese Forderung im Rahmen einer Petition schon etliche Unterschriften gesammelt, die Aktion läuft noch immer.

Die Klimakrise ist akut, dies zeigen die zwei neu erschienenen Kapitel des IPCC-Berichts 6. Dieser unterstreicht die Dringlichkeit, den weltweiten CO2-Ausstoss zu reduzieren, aus fossilen Energieträgern auszusteigen und erneuerbare Energien zu fördern. Der weltweite CO2-Ausstoss steige stetig an und der Gesamtplan der internationalen Klimapolitik leite die Welt auf einen Weg mit einem Temperaturanstieg bis zu 2.7 °C – mit verheerenden Folgen.

Breite Unterstützung bei der Kampagne
„Das grosse Engagement von Kirchgemeinden, Schulklassen und Freiwilligen hat uns begeistert“, so Elke Fassbender, Kampagnenleiterin HEKS. Es wurden zahlreiche Suppentage organisiert, über 70‘000 Rosen verkauft, und mit kreativen Ideen wurde für das Thema Klimagerechtigkeit sensibilisiert. Ein grosser Erfolg war auch das „Escape-Spiel“, welches für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt und rege genutzt wurde. Dieses bietet Jugendlichen einen spielerischen Zugang zu verschiedenen Aspekten der Klimagerechtigkeit, Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien, mit denen sie sich im Anschluss vertiefter auseinandersetzen können. Dies schärft das Verantwortungsgefühl für Klimathemen schon in jungem Alter, denn alle können mit ihrem Handeln ihren Fussabdruck reduzieren.

Dies wurde mit dem Kampagnensujet aufgezeigt: Die übervolle Badewanne mit Warmwasser auf der einen Seite symbolisiert unser Konsumverhalten im Norden, die Konsequenz davon ist auf der rechten Seite sichtbar – ein sich aus einer Überschwemmung rettender Mann, was für die verschiedenen Klimakatastrophen und das daraus resultierende Leid steht. „Es geht nicht darum, den Leuten das Baden zu verbieten, sondern darum, sie zu sensibilisieren, zum Reflektieren anzuregen und zu einer Verhaltensänderung zu bewegen“, meint Matthias Dörnenburg, Kampagnenleiter Fastenaktion, zum Kampagnensujet.

Weiterführende Unterlagen

Auskunft zur Medienmitteilung geben Ihnen gerne:

Kommentar zum Internationalen Tag der Bauernrechte

Rechte der Bäuerinnen und Bauern müssen auch in Konfliktzeiten geschützt und respektiert werden

Nach wie vor sind die Bäuerinnen und Bauern, obwohl sie die Nahrungsmittel produzieren, am stärksten von Hunger und Armut betroffen. Der 17. April ist der Internationale Tag der Bäuerinnen und Bauern und will weltweit auf die Rechte und die weitreichenden Herausforderungen der Bäuerinnen und Bauern aufmerksam machen.

Ein Kommentar von Christa Suter, Fachverantwortliche Agrarökologie bei Fastenaktion

Konflikte gefährden Ernährungssicherheit
Der Hunger in der Welt hat zugenommen, was grösstenteils auf verschiedene Krisen zurückzuführen ist – anhaltende Konflikte, schwerwiegende Klimaauswirkungen und Ernährungsunsicherheit. Zwischen 720 und 811 Millionen Menschen auf der Welt waren im Jahr 2020 von Hunger betroffen. Die Zahl der unterernährten Menschen in der Welt ist seit dem Jahr 2020 weiter gestiegen.

Mehr als die Hälfte aller von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen leben in Ländern, die von Konflikten betroffen sind. Konflikte und Ernährungsunsicherheit können zusammen einen Teufelskreis schaffen, da Nahrungsmittelknappheit zu Marktstörungen führt, die wiederum die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln weiter verringern und zu noch grösseren Störungen führen. Klimaschocks können ähnliche Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit haben, wovon die Bäuerinnen und Bauern am meisten betroffen sind.

Recht auf Nahrung nicht gewährleistet
Der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakhri, unterstreicht die Bedeutung der Bäuerinnen und Bauern für das Ernährungssystem und erwähnt in seinem aktuellen Statement deutlich, dass «der unverzichtbare Beitrag der Bauern und Bäuerinnen zur Gesellschaft nach wie vor nicht ausreichend anerkannt und unterstützt» ist. Dies obwohl die 2018 verabschiedete UNO Deklaration über die Rechte der Bäuerinnen und Bauern und anderer Personen im ländlichen Raum (UNDROP) umfassend ihre Rechte beschreibt und insbesondere das Recht auf Nahrung, Ernährungssouveränität, Saatgut und Land.

Rural Women’s Assembly setzt sich für die Rechte der ländlichen Frauen in Südafrika ein, damit Sie Zugang zu Land erhalten und ihre Familien selber ernähren können.
«Raise» stärkt Bäuerinnen und Bauern
Im Projekt «RAISE», das von Fastenaktion gemeinsam mit Partnernetzwerken lanciert wurde, weisen die lokalen Partner auf die anhaltende Marginalisierung und fehlendem Zugang der Bauerngruppen zu Nahrung und zu natürlichen Ressourcen wie den Landzugang oder den Erhalt des bäuerlichen Saatguts hin. Mit RAISE werden die Partnerorganisationen und Netzwerke in ihren Bestrebungen gestärkt, die UNDROP in ihrem Kontext umzusetzen und selbstbestimmte Veränderungen in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik zu erwirken. Zum Beispiel durch die Bemühungen von Rural Women’s Assembly für den Landbesitz für ländliche Frauen in Südafrika und die Forderungen von SEARICE in den Philippinen, das bäuerliche Saatgut als Recht zu respektieren.

Hier finden Sie das Statement des UNO-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung (auf Englisch).

Unterstützen Sie die Rechte von Bäuerinnen und Bauern

Wir danken herzlich für jede Spende.

Klimagerechtigkeit

Menschenrechte in der Klimakrise

Je länger die Klimakrise andauert und je weiter sie sich verschärft, desto deutlicher werden die Schäden für die Menschheit. Es trifft am stärksten Menschen im globalen Süden, die schon jetzt Hunger erleiden und deren prekäre Situation sich weiter verschlechtert. Die Vereinten Nationen (UNO) warnen davor, dass Menschenrechtsverletzungen als Folge der Klimakrise weiter zunehmen. Fastenaktion setzt sich mit seiner Arbeit für mehr Klimagerechtigkeit ein.

Ein Kommentar von Daniel Hostettler, Leiter Internationale Programme bei Fastenaktion

Die Menschenrechte sind bedroht
Die Klimakrise bedeutet massive Menschenrechtsverletzungen für Millionen von Menschen. Das hat die UNO-Menschenrechtsrat vergangenen Sommer in einer Resolution deutlich gemacht. Die Auswirkungen davon sind laut UNO ein reduzierter Zugang zu Nahrung und Trinkwasser, zu Gesundheitsdiensten und sozialer Fürsorge, zu Bildung, geeigneten Unterkünften, Transport und Arbeit. Sie listet eine ganze Reihe von Menschenrechten auf, deren Durchsetzung durch die Klimakrise erschwert oder verunmöglicht wird. Das Recht auf Nahrung etwa; das Recht auf Gesundheit; oder das Recht auf Leben.

Unser Konsum entzieht Menschen die Grundrechte
Die Verknüpfung der Klimakrise mit den Menschenrechten ist ein wichtiger Schritt. Er bringt uns dazu, die Krise nicht als moralische Frage abzutun, die je nach weltanschaulichem Standpunkt beantwortet werden kann. Deutlich wird vielmehr, dass durch die Art der Produktion und Konsumation der reichen Staaten und Gesellschaftsschichten die Grundrechte ganz vieler Menschen verneint werden. Der UNO-Menschenrechtsrat ruft deshalb dazu auf, den Ausstoss an Treibhausgasen gemäss Pariser Abkommen schnell und kontinuierlich zu reduzieren und den ärmeren Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell angemessen beizustehen.

Klimagerechtigkeit für alle
Die Massnahmen gegen die Klimakrise sollten dabei wiederum auf ihre Auswirkungen überprüft werden, um weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Es darf nicht sein, dass der Klimakrise auf Kosten der Ärmsten begegnet wird. Die Massnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, so die UNO, sollten mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung koordiniert werden, und zwar auf integrierte Weise. Dies ist auch der entwicklungspolitische Ansatz von Fastenaktion. Nur wenn die soziale und die ökologische Dimension der Krise zusammen gedacht werden, ergibt sich Klimagerechtigkeit für alle. Dabei muss die Schweiz ihre Verpflichtungen als Mitverursacherin des globalen Klimawandels wahrnehmen – auch zur Wahrung der Menschenrechte.

Die Klimakrise ist akut und die Schweiz ist mitschuldig. Fordern Sie jetzt Bundesrätin Sommaruga per Petition zum Handeln auf!

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Wir danken herzlich für jede Spende.

Medienmitteilung
Ökumenische Kampagne 2022

Rosen bringen dreifach Freude – duftend oder digital

Am kommenden Samstag, 26. März, verkaufen Freiwillige vielerorts Rosen für Projekte von HEKS, Fastenaktion und Partner sein. Zu jeder duftenden gibt es auch eine digitale Rose: Auf der Webseite «Give a Rose» kann diese zusammen mit einer Widmung verschenkt werden.

An über 500 Orten in der ganzen Schweiz findet am 26. März 2022 der traditionelle Rosenverkauf im Rahmen der Ökumenischen Kampagne statt. Viele Freiwillige bieten Rosen für eine symbolische Spende von fünf Franken an und informieren über die Arbeit von Fastenaktion, HEKS und Partner sein. Über 70’000 Rosen sind bestellt worden, das sind fast wieder so viele wie vor der Corona-Pandemie.

«Wir sind sehr erfreut, dass so viele Kirchgemeinden und Pfarreien mitmachen», sagt Maggie Pfister, Bereichsleiterin Kommunikation bei Fastenaktion, «und dies, obschon die Situation mit Corona immer noch unsicher ist». Genau deswegen setzen die drei Entwicklungsorganisationen auch auf die Webseite «Give a Rose»: Zu jeder verkauften Rose gehört ein Gutschein, mit dem zusätzlich eine virtuelle Rose verschenkt werden kann.

Jede Rose bereitet dreifach Freude: Erstens, weil der Erlös an Projekte von HEKS, Fastenaktion und Partner sein geht. Zweitens, weil fair produzierte und gehandelte Max Havelaar-Rosen verkauft werden. Die Fair-Trade-Prämie kommt direkt den Mitarbeitenden auf den Rosenfarmen zugute. Und drittens, weil jede verschenkte Rose – ob duftend oder digital – die Empfängerin oder den Empfänger glücklich macht.

Die Ökumenische Kampagne macht dieses Jahr erneut auf die Klimakrise aufmerksam. Unter dem Motto «Klimagerechtigkeit – jetzt!» lassen die Entwicklungsorganisationen Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu Wort kommen, die von den Folgen der Klimaerhitzung berichten. Und sie fordern Bundesrat und Parlament mit einer Petition dazu auf, endlich griffige Massnahmen gegen die Klimakrise zu erlassen.

Weitere Informationen und Material zum Download:

Auskunft zur Medienmitteilung geben Ihnen gerne:

  • Selina Stadler, Kommunikation Ökumenische Kampagne,  +41 41 227 59 22
  • Lorenz Kummer, Medien und Information, HEKS, +41 76 461 88 70

Die Schweiz lebt ab heute auf CO2-Kredit

Die Folgen der Klimakrise wie Dürren, Starkregen oder Hitzewellen kommen in allen Partnerländern von Fastenaktion vor. Bereits 1989 waren die Folgen der Klimakrise das Thema der damaligen Ökumenischen Kampagne. Was hat sich seither verändert? Viel zu wenig. Die Untätigkeit der letzten Jahrzehnte hat aber Konsequenzen: Wir leben ab heute in der Schweiz auf Kredit.

Kommentar von Stefan Salzmann, Fachexperte für Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Warum leben wir ab heute auf CO2-Kredit? Ich möchte dies an einem erfundenen Beispiel erklären. Stellen Sie sich vor, 1990 hätten Sie auf einem Bankkonto 1.8 Millionen Franken gehabt und sich im Alter von 65 Jahren zur Ruhe gesetzt. Wie wir alle hätten Sie gerechnet: noch ungefähr 30 Jahre zu leben macht pro Jahr 60’000, pro Monat rund 5’000 Franken, die sie von Ihren 1.8 Mio ausgeben dürfen. Damit kann man in der Schweiz als Einzelperson leben, ohne Not zu leiden.

Über dem Budget gelebt
Die Herausforderung 1990 war aber, dass Sie mit Ihrem Lebensstil pro Monat 10’000 Franken verbraucht haben. Sie haben ihren Lebensstil nicht ihrem Budget von 5’000 Franken angepasst. Dies führt zur Situation, in der Sie nach 15 Jahren Ihres Ruhestandes kein Geld mehr gehabt hätten. Ab dann mussten andere für Ihre Ausgaben aufkommen – zum Beispiel Ihre Kinder. Genau dies passiert zur Zeit mit unserem CO2-Budget, wir haben unser Budget aufgebraucht und Leben ab sofort auf Kredit. Wir leben lieber das Leben weiter wie bisher und geniessen unseren Lebensstil auf grossem Fuss. Die Frage nach dem Guthaben bleibt unbeantwortet, sie wird nicht mal gestellt.  

Wir fordern Klimagerechtigkeit!
Fastenaktion und HEKS haben sich deshalb die Frage nach dem Guthaben gestellt. Das Ziel war zu ermitteln wie viel COdie Schweiz noch ausstossen darf, wenn sie sich klimagerecht verhalten will. Die ernüchternde Wahrheit: die Schweiz hat Mitte März 2022 die letzte klimagerechte Tonne COausgestossen. In der Finanzsprache: Ab heute leben wir auf CO2-Kredit. Das Konto ist leer und andere müssen für unser Verhalten bezahlen. Die Generationen nach uns und auch die Menschen im globalen Süden, die schon jetzt stark unter den Folgen der Klimakatastrophe leiden. Das ist ungerecht. Die Schweiz steht in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Es braucht griffige Massnahmen, damit die Schweiz bis 2040 klimaneutral wird.

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Medienmitteilung
Ökumenische Kampagne 2022

Das CO2-Budget der Schweiz ist aufgebraucht

Ab heute lebt die Schweiz in bezug auf die Klimagerechtigkeit auf Kosten anderer. Die Menge CO2,  welche die Schweiz ausstossen darf, um die 1.5-Grad-Beschränkung einzuhalten, ist erreicht. Fastenaktion, HEKS und Partner sein forderten deshalb an einer Medienkonferenz in Bern ambitionierte Klimaziele. Es braucht konkrete und griffige Massnahmen, damit die Schweiz das Ziel Netto-Null bis 2040 erreicht. Nur so können die Klimagerechtigkeit garantiert und jene Menschen gestärkt werden, die am meisten unter den Auswirkungen der Klimaerhitzung leiden.

Um die globale Erwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, wie es das Pariser Klimaabkommen anstrebt, hat sich die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 gesetzt. In Bezug auf die Klimagerechtigkeit haben wir jedoch heute schon unser ganzes CO2-Guthaben aufgebraucht. Zu diesem Schluss kam eine Diskussion zum Thema Klimagerechtigkeit von Ethiker:innen aus kirchlichen Institutionen. Diskutiert wurde auf der Grundlage von klimawissenschaftlichen Daten des Weltklimarates. Ab heute dürfte die Schweiz folglich kein CO2 mehr ausstossen. Dies tut sie aber weiterhin – auf Kosten anderer. «Jetzt ist es an der Zeit, konsequent und ambitioniert zu handeln. Die Schweiz muss ihren Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit leisten», sagte Judith Macchi, Themenbeauftragte für Klima und Umwelt bei HEKS, an der Medienkonferenz in Bern.

Bemühungen für mehr Klimagerechtigkeit
In einem offenen Brief fordern die Hilfswerke von Bundesrat und Parlament ambitioniertere Klimaziele. «Wir verlangen die konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern», erklärte Stefan Salzmann, Beauftragter für Klima- und Energiepolitik bei Fastenaktion. «Das Netto-Null-Ziel muss 2040 erreicht sein – nicht 2050 wie bis anhin – und dies auf einem mindestens linearen Absenkpfad. Zudem sollen die Beiträge zur Finanzierung von Emissionsminderungen und Anpassungen in anderen Ländern erhöht werden». Im Rahmen der Ökumenischen Kampagne haben die Hilfswerke deshalb eine Petition lanciert, die über Postkarten an Bundesrätin Sommaruga unterzeichnet werden kann. Bundesrat und Parlament werden darin aufgefordert, eine mutige und weitsichtige Klimapolitik zu betreiben und ihre Verantwortung für Klimagerechtigkeit wahrzunehmen.

Sicht aus dem Süden
Jedes zusätzliche Zehntelgrad an globaler Erwärmung führt zu häufigeren Wetterextremen, mit welchen die Menschen in den Programmländern der drei Hilfswerke vermehrt zu kämpfen haben. Die Dürre in Madagaskar hat zu einer Hungersnot geführt, Taifune auf den Philippinen sorgten für Verwüstung und Armut, Überschwemmungen in Kolumbien raubten den Betroffenen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Folgen des Klimawandels sind sichtbar, und wohlhabende Länder wie die Schweiz stehen in der Verantwortung zu handeln. Zum einen, weil sie deutlich mehr zur Klimaerwärmung beitragen als die Menschen im globalen Süden, die jedoch ungleich stärker davon betroffen sind; zum anderen, weil sie im Gegensatz zu ärmeren Regionen die nötigen Ressourcen dafür haben. Der neueste IPCC-Bericht betont die Bedrohung des Klimawandels für die Menschheit und die Erde: Werde nicht bald entschlossen gehandelt, schliesse sich «für alle das Fenster auf eine sichere,  lebenswerte und nachhaltige Zukunft».

Die Ökumenische Kampagne in Kürze
Fastenaktion (ehemals Fastenopfer) und HEKS (seit 2022 fusioniert mit Brot für alle) führen seit 1969 jährlich eine Ökumenische Kampagne in den sechs Wochen vor Ostern durch. Seit 1994 beteiligt sich auch Partner sein, das Hilfswerk der christkatholischen Landeskirche. Die Ökumenische Kampagne hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, die weltweit zu über 800 Millionen Menschen in Hunger und Armut führen. Diese Realität zu erkennen, genügt jedoch nicht. Deshalb zeigen die drei Werke Handlungsmöglichkeiten auf: Das eigene Konsumverhalten verändern, Menschen in Südprojekten mit einer Spende unterstützen oder sich an einer Aktion beteiligen – so wird die Ökumenische Kampagne zum Inbegriff gelebter Solidarität.

Weiterführende Unterlagen

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Medienmitteilung
Ökumenische Kampagne 2022

Energieverschwendung führt zu Überschwemmungen

Die Klimakrise ist akut. Am stärksten betroffen sind Menschen im globalen Süden, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Das ist ungerecht. Während viele Menschen keinen Zugang zu «sauberer» Energie haben, verbrauchen wir im Norden zu viel Energie. Dieser Überkonsum ist einer der grössten Treiber der Klimakrise, die zu Hunger und Armut bei den Menschen im globalen Süden führt. Länder wie die Schweiz, die über ihre Verhältnisse leben, müssen daher mehr für den Klimaschutz tun und ihren CO2-Ausstoss verringern. Darum fordern Fastenaktion, HEKS und Partner sein in der Ökumenischen Kampagne 2022 mehr Klimagerechtigkeit.

Würden alle Menschen der Welt so konsumieren wie wir in der Schweiz, bräuchten wir mehr als drei Erden. Wir haben jedoch nur diese eine, und die gilt es zu beschützen. Deshalb fordert die Ökumenische Kampagne für die Schweiz die Reduktion des CO2-Ausstosses auf Netto-Null bis 2040. Die Energieproduktion ist weltweit für rund 70 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich. Wir können und müssen unseren Energieverbrauch reduzieren – einerseits durch einen bewussteren und nachhaltigeren Konsum, andererseits durch den Umstieg auf erneuerbare Energien. Dafür braucht es ein Umdenken auf individueller Ebene sowie konkrete politische Vorgaben.

Die Forderung «Klimagerechtigkeit-jetzt» der Ökumenischen Kampagne 2022 von Fastenaktion, HEKS und Partner sein will für Klimaschutz, Alternativenergie und Eigenverantwortung sensibilisieren. Dies geht Hand in Hand mit den grundsätzlichen Themen der Organisationen, wie die Verteidigung der Menschenrechte, die Überwindung der Armut oder das Recht auf Nahrung. Wir haben das nötige Wissen, die Technologien und die Ressourcen zur Umstellung auf erneuerbare Energien. Fastenaktion und HEKS fördern dies mit ihren Projekten. Die Umstellung darf jedoch keinesfalls auf Kosten der Ärmsten geschehen, sondern muss sozial und ökologisch verträglich sein.

Globale Zusammenhänge erkennen und handeln
«Mein Haus wurde überschwemmt», berichtet eine Frau aus Indonesien; «wir haben immer weniger Wasser» ein Mann aus Kolumbien. So gegensätzlich die Aussagen der Betroffenen auch scheinen, so ähnlich sind sie in ihrem Ursprung. Der Klimawandel zeigt sich besonders verheerend in den Projektländern der drei Organisationen. Zu viel oder zu wenig Regen, Überschwemmungen, Taifune, Dürren – solche extremen Wetterereignisse führen dazu, dass die betroffene Bevölkerung mit Hunger und Armut zu kämpfen hat. Um diese Entwicklung zu stoppen, muss der globale Temperaturanstieg auf 1.5°C beschränkt bleiben – so wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart. Deshalb beziehen Fastenaktion, HEKS und Partner sein mit der Ökumenischen Kampagne auch politisch Position und fordern Parlament und Bundesrat auf zur raschen Revision des CO2-Gesetzes.

Die Ökumenische Kampagne in Kürze
Fastenaktion (ehemals Fastenopfer) und HEKS (seit 2022 fusioniert mit Brot für alle) führen seit 1969 jährlich eine Ökumenische Kampagne in den sechs Wochen vor Ostern durch. Seit 1994 beteiligt sich auch Partner sein, das Hilfswerk der christkatholischen Landeskirche. Die Ökumenische Kampagne hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, die weltweit zu über 800 Millionen Menschen in Hunger und Armut führen. Diese Realität zu erkennen, genügt jedoch nicht. Deshalb zeigen die drei Werke Handlungsmöglichkeiten auf: Das eigene Konsumverhalten verändern, Menschen in Südprojekten mit einer Spende unterstützen oder sich an einer Aktion beteiligen – so wird die Ökumenische Kampagne zum Inbegriff gelebter Solidarität.

Weiterführende Unterlagen

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  • Selina Stadler, Kommunikation Ökumenische Kampagne,  +41 41 227 59 22
  • Lorenz Kummer, Medien und Campaigning, HEKS, lorenz.kummer@heks.ch, +41 79 489 38 24

Medienmitteilung


Neuer IPCC-Bericht: HEKS und Fastenaktion fordern Klimagerechtigkeit

In einigen Regionen der Welt sind die Grenzen der Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel bereits erreicht. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt der heute veröffentlichte Bericht des Weltklimarats (IPCC). Besonders betroffen sind Menschen im globalen Süden, die wenig zur Klimakrise beigetragen haben. Die Entwicklungsorganisationen Fastenaktion und HEKS fordern deshalb dringend mehr Klimagerechtigkeit.

Der Umfang des IPCC-Berichts ist gigantisch, die Ergebnisse einmal mehr alarmierend: Rund 270 internationale Klimaexpert:innen haben über 34 000 wissenschaftliche Publikationen ausgewertet und auf dieser Grundlage den 2500 Seiten starken zweiten Teil des sechsten IPCC-Berichts erstellt. Darin geht es um die Folgen des Klimawandels für Natur und Menschen und um die Anpassungen, die nötig sind, um das Leben auf der Erde im Gleichgewicht zu halten.

Der neueste Bericht des Weltklimarats macht deutlich: «In Armut lebende Menschen sind nicht in der Lage, sich ausreichend an die Klimaerhitzung anzupassen. Das gefährdet ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln. Hier sind die Verursacher:innen der Klimakrise in der Pflicht. Sie müssen Unterstützung bieten», erklärt Stefan Salzmann, Programmverant-wortlicher für Klimagerechtigkeit und Klimapolitik bei Fastenaktion, der zum Bericht einen Blogbeitrag verfasst hat. Quer über die 18 Kapitel des Berichts wird klar, wie gross die Herausforderungen sind: Die Klimaerhitzung ist so weit fortgeschritten, dass gewisse Regionen sich bereits jetzt nicht mehr an die Folgen dieser Krise anpassen können.

Eine Frage der Gerechtigkeit
Es sind vor allem Menschen im globalen Süden, die zunehmend in ihrer Existenz bedroht sind. Dies bestätigt Judith Macchi, Themenverantwortliche für Klimawandel und Resilienz bei HEKS: «Wir erleben es derzeit im südlichen Äthiopien. Eine Dürre alle zehn Jahre war dort früher normal. Nun aber häufen sich diese Extremwetter-Ereignisse. Aktuell kämpfen die Menschen mit der dritten Dürre seit 2012, und es gelingt ihnen nicht mehr, sich von einem zum nächsten Dürreschock zu erholen.»

Das Beispiel Äthiopien führt vor Augen, dass Menschen die Folgen einer Krise ausbaden müssen, die sie nicht mitverursacht haben. Im neuen Positionspapier zum Thema Klimagerechtigkeit definiert HEKS, was es unter diesem Begriff versteht und wie es in seinen Projekten Menschen rund um den Globus in ihrem Kampf gegen die Folgen der Klimaerhitzung unterstützt. Dazu kommen Forderungen für eine klimagerechte Welt. «Wir verlangen, dass der Klimawandel nicht nur als umwelt-, sondern auch als sozial- und menschenrechtspolitisches Problem angegangen wird», so Macchi. «Deshalb engagieren wir uns für den Schutz der Rechte der Schwächsten und eine gerechte Verteilung der Kosten und Lasten des Klimawandels.»

Ökumenische Kampagne
In der Schweiz rücken Fastenaktion und HEKS das Thema Klimagerechtigkeit durch die Ökumenische Kampagne ins Bewusstsein. Die diesjährige Kampagne, die am 2. März beginnt, thematisiert im Rahmen des vierjährigen Kampagnenzyklus «Klimagerechtigkeit-jetzt! die Energieverschwendung in wohlhabenden Ländern wie der Schweiz, während viele Menschen in Ländern des globalen Südens keinen Zugang zu verlässlicher und sauberer Energie haben. Konkret fordern die Entwicklungsorganisationen Bundesrat und Parlament zur raschen Revision des CO2-Gesetzes auf – mit dem Ziel, den CO2-Ausstoss der Schweiz bis 2040 auf Netto Null zu reduzieren.

Mehr Informationen finden Sie hier:

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Krieg in der Ukraine

Frieden ist der einzige Weg

Viele unserer Partner in den Ländern, in denen wir tätig sind, sind immer wieder mit Unruhen und Kriegen konfrontiert. Nun ist auch ein Krieg in Europa ausgebrochen. Gewalt ist nie eine Option. Es ist wichtig, jetzt die friedlichen Kräfte und Appelle zu stärken.

Fastenaktion ist der festen Überzeugung, dass Frieden und Zusammenarbeit der einzig gangbare Weg ist, um eine gerechtere Welt ohne Leid zu schaffen. Wir zeigen uns solidarisch mit den Opfern des Krieges in der Ukraine, aber auch weltweit mit allen von Gewalt Betroffenen.

Medienmitteilung

Fastenaktion startet innovatives Projekt im Kampf gegen den Hunger

Fastenaktion lanciert 2022 ein neues mehrjähriges Projekt zur Förderung der Menschenrechte in Ernährungssystemen. Das Projekt «Raise» (siehe Kasten) hat zum Ziel, dass die Rechte der Bäuerinnen und Bauern in sieben Ländern und auf globaler Ebene verwirklicht werden. Dadurch wird ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht und ihr Recht auf Nahrung gestärkt.

«RAISE» hat zum Ziel, die UNO-Deklaration für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern und anderer Personen im ländlichen Raum (UNDROP) umzusetzen. Zudem soll dadurch die lokal angepasste und agrarökologische Landwirtschaft gefördert werden. Dies geschieht durch Schulungen von Bäuerinnen und Bauern, Jugendlichen und Kindern über die Bauernrechte. Ein weiteres Element ist die gemeinsame Entwicklung von Vorschlägen für die Verbesserung von nationalen Gesetzen mit Bezug zu Bauernrechten und die Mitgestaltung von Landwirtschafts- und Ernährungsprogrammen. Gleichzeitig werden die Regierungen der Projektländer in einem gemeinsamen Dialog für die kritische Situation von Bäuerinnen und Bauern und auf alternative Anbausysteme wie die Agrarökologie sensibilisiert. Auf globaler Ebene sind zahlreiche Aktivitäten geplant, damit die bäuerlichen Rechte auf UNO-Ebene im Sinne der Betroffenen umgesetzt werden, zum Beispiel durch einen Sonderberichterstatter für die Rechte der Bäuerinnen und Bauern. Das Projekt wird unter anderem von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert.

«Die DEZA setzt ihr Engagement für eine gerechtere, partizipative, integrative und verantwortungsvolle Gouvernanz der Ernährungssysteme fort. Dies erfolgt unter anderem mit ihrem Beitrag an mehrere Projekte zur Stärkung der Menschenrechte. Die Organisationen, die Raise umsetzen werden, verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk innerhalb der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften, deren Nahrungsmittelund Ernährungsunsicherheit hauptsächlich durch Ungleichheiten geschaffen wird. Das Projekt wird insbesondere die Fähigkeiten dieser Bauernfamilien, vor allem von Frauen und Jugendlichen, stärken, ihre Lebensbedingungen zu verbessern, indem es beispielsweise ihren Zugang zu Land, Saatgut, Finanzierung oder Bildung fördert», erklärt Alessandra Roversi vom Globalen Programm für Ernährungssicherheit.

Aktuell und verstärkt durch die Pandemie ist die Anzahl Menschen, welche an Hunger leiden, auf über 800 Mio. gestiegen. Gleichzeitig sind die Nahrungsmittel produzierenden Bäuerinnen und Bauern am stärksten von Armut und Hunger betroffen. Das Recht dieser Bevölkerungsgruppen auf Mitgestaltung einer lokal angepassten Landwirtschafts- und Ernährungspolitik ist in der UNDROP festgehalten und muss dringend ermöglicht werden. Dies ist umso wichtiger, weil die Bäuerinnen und Bauern in ihrer Produktion von Nahrungsmitteln in mehrfacher Hinsicht beeinträchtigt werden, wie durch den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt, die Verschlechterung der Bodenqualität oder den fehlenden Zugang zu Land oder Saatgut.

Info-Box Projekt «RAISE» 
Das von der DEZA mitfinanzierte neue Fastenaktions-Projekt «RAISE» steht für Rights-based and Agroecological Initiatives for Sustainability and Equity in Peasant Communities. Netzwerke von Frauengruppen, Jugendlichen und Kindern, Kleinbauernfamilien und Viehhalter*innen schliessen sich unter dem Projekt «RAISE» zusammen. Sie fordern und fördern die Umsetzung der Bauernrechte in ihren Ländern und auf globaler Ebene. Fastenaktion und fünf Partnerorganisationen bilden ein internationales Konsortium (Fastenaktion, Rural Women Assembly, Dreikönigsaktion sowie Vétérinaires sans Fontières Suisse mit ihren Partnern CEMIRIDE und RBM) und tragen das Projekt «RAISE» mit ihren Partnerorganisationen in den Ländern Indien, Nepal, Kenia, Niger, Mali, Burkina Faso und Südafrika. Zudem ist die Geneva Academy als strategischer Partner mandatiert. Das Projekt «RAISE» läuft unter dem DEZA-Programm Menschenrechte in Ernährungssystemen und wird von der DEZA kofinanziert. Die erste Phase der Umsetzung ist lanciert und dauert vier Jahre. 

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Fastenaktion ist erfreut, auch in Zukunft Mitglied von Alliance Sud zu sein. Alliance Sud startet gestärkt ins 2022 mit einem neuen Geschäftsleiter und zwei neuen Mitgliedorganisationen.

Medienmitteilung

Neue Mitglieder verstärken Alliance Sud

Mit neuen Mitgliedern, einem neuen Geschäftsleiter und einem neuen Präsidium bricht in der 50-jährigen Geschichte von Alliance Sud eine neue Ära an.

Fastenaktion ist erfreut, auch in Zukunft Mitglied von Alliance Sud zu sein. Alliance Sud startet gestärkt ins 2022 mit einem neuen Geschäftsleiter und zwei neuen Mitgliedorganisationen.

Angesichts wachsender Ungleichheit und einer Zivilgesellschaft, die weltweit immer mehr unter Druck kommt, ist eine starke entwicklungspolitische Stimme in der Schweiz wichtiger denn je. Diese Stimme nimmt Alliance Sud wahr.

Mehr dazu in der Medienmitteilung von Alliance Sud.

«Energie für was? Energie für wen?»

Diese Fragen standen im Zentrum des der Fastenaktion und Partnerorganisationen durchgeführten Events an der Klimakonferenz COP26.
Energie benötigen wir alle in unserem Alltag. So auch indigene Gemeinschaften auf dem Land in Brasilien und Kolumbien. Sei es, um den gefangenen Fisch zu lagern oder zum Betrieb von Wasserpumpen für die Bewässerung von Feldern. Und – um die Klimaerhitzung zu begrenzen – müssten es erneuerbare Energien sein.

Stimmen aus Kolumbien und Brasilien
Aber nicht alle erneuerbare Energieprojekte sind per se gut. Davon berichteten vier indigene Frauen am Event.
Juma Xipaia und Alessandra Korap Munduruku, indigene Anführerin des Xipaya, respektive Munduruku-Volkes, berichtete mit eindrücklichen Worten, wie der Bau des Belo Monte Staudammes in Brasilien das Leben ihrer Gemeinschaften verändert hat. Mit dem Bau des Staudammes kam auch Gewalt und Korruption in die Region. Die beiden Frauen zeigten zudem sehr deutlich, dass grosse, aber auch kleine Wasserkraftwerke Lebensgrundlagen bedrohen können, wenn sie nicht nachhaltig geplant werden. Zum Beispiel kann durch solche Kraftwerke die Wanderung von Fischen gestört werden. Im Juruena-Bassin beispielsweise sind 160 mittlere und kleinere Wasserkraftwerke geplant.

Zitat Juma Xipaia, des Xipaia Volkes, Brasilien
Ich kann mir meine Welt ohne Belo Monte leider nicht mehr vorstellen. Die negativen Auswirkungen betreffen nicht nur die Umwelt, sondern auch soziale, kulturelle und spirituelle Dimensionen. Sie Verändern unsere Leben, Geschichten, und unsere Spiritualität.

Ati Gunnawi, von der indigenen Gemeinschaft Arhuaca im Norden Kolumbiens, erklärte wie sich ihre Gemeinschaft wiederholt wehren musste gegen den Bau von Staudämmen im Fluss Don Diego. Sie zeigte auch, wie die Gemeinschaften nach Alternativen für ihre Bedürfnisse suchten und beschlossen Solaranlagen für den Betrieb einer Schule zu installieren.

Zitat Ati Gunnawi Viviam, der Arhuaca Gemeinschaft, Kolumbien:
Das ist eine gute Gelegenheit um Netzwerke zu stärken und um Sonnenenergie zu nutzen. Die Projekte erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaften, die sich das wünschen.

Eine andere Möglichkeit schilderte Sineia Bezerra do Vale. Ihre Gemeinschaft des Wapichana-Volkes in Roraima (Brasilien) baut auf Sonne und Wind zur Energieproduktion. Die Gemeinschaft hat sich dafür entschieden, die starken Winde bei ihnen zu nutzen und mittels Windräder Strom zu produzieren. Zurzeit installieren sie zusätzlich Solaranlagen. So konnten sie die Abhängigkeit von Diesel-Generatoren reduzieren.

Der Schutz von Urwälder ist essentiell für Klimagerechtigkeit
An der COP26 setzen sich die vier Frauen für die Anliegen ihrer Gemeinschaften ein – auch mit Lösungsideen im Gepäck. Denn der Einsatz für die Rechte und Bedürfnisse der indigenen Völker trägt direkt zum Schutz von Urwälder und Biodiversität bei. Für Klimagerechtigkeit ist dies essentiell. Der Kampf gegen die Klimaerhitzung ist dringend und muss an Tempo gewinnen. Er soll gleichzeitig genutzt werden, um die Lebensgrundlagen von ländlichen und indigenen Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu verbessern.

Unterstützen Sie unsere Arbeit im Bereich der Klimagerechtigkeit

Wirbelstürme auf den Philippinen hat es auch früher gegeben. Als Folge des Klimawandels sind diese aber heftiger und häufiger geworden und nehmen vielen Menschen Haus und Hof.

Medienmitteilung

COP26 – die Schweiz steht in der Pflicht

Luzern, 25.10.2021
An der am nächsten Montag beginnenden Klimaverhandlung COP26 in Glasgow muss die Schweiz endlich Verantwortung übernehmen. Für den globalen Kampf gegen die Klimaerhitzung müssen mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen Länder ihre Massnahmen gegen die Klimaveränderungen klar benennen. Dafür tritt Fastenaktion an der COP26 ein.

An der COP26 wird über die Klimaerhitzung beraten – und wie sie sich noch vermeiden lässt. Dabei werden einmal mehr die Stimmen der Menschen aus dem globalen Süden untervertreten sein. Sie sind am stärksten von der Klimakrise betroffen, haben aber kaum etwas dazu beigetragen. Darum wird Fastenaktion in Glasgow zusammen mit Partnerorganisationen die Stimme für die Menschen im globalen Süden ergreifen. Fastenaktion fordert Klimagerechtigkeit und dass die Schweiz ihre Verpflichtungen als Mitverursacherin der globalen Klimaerhitzung wahrnimmt.

Zusätzliche finanzielle Mittel sind notwendig
Für den globalen Kampf gegen die Klimaerhitzung ist es entscheidend, dass kurzfristige und einseitig wirtschaftliche Eigeninteressen überwunden werden. Reiche Länder wie die Schweiz stehen in der moralischen Pflicht. Die Klimaerhitzung ist ein globales Problem, welches globaler Lösungen bedarf. Dazu gehört die Finanzierung von Massnahmen zur Anpassung an die Klimaerhitzung oder zur Minderung von deren Folgen im globalen Süden. Jetzt ist der Moment dazu. Bis 2025 sollen von der Schweiz zusätzliche Mittel für Massnahmen gegen die Klimaveränderung bereitgestellt werden. Die Gelder müssen zusätzlich zum Rahmenkredit Internationale Zusammenarbeit oder für Klimaprojekte, welche klar die Armut mindern, gesprochen werden.

Mehr Transparenz im Kampf gegen die Klimaveränderung
Fastenaktion und die anwesenden Partnerorganisationen setzen sich für mehr Transparenz bezüglich der Massnahmen gegen die Klimaveränderung ein. Nur so kann nachvollzogen werden, ob die einzelnen Länder ihren Verpflichtungen und Versprechen zum Pariser Klimaabkommen nachkommen. Dies ist auch eine elementare Forderung der Partnerorganisationen von Fastenaktion.

Fastenaktion in Glasgow
Fastenaktion wird mit zwei Energie- und Klimafachpersonen und dem Geschäftsleiter Bernd Nilles vor Ort sein und all diese Forderungen an der COP26 vertreten. Sie stehen für Einschätzungen und aktuelle Kommentare zur Verfügung.

Netto–Null bis 2040 – oder gar 2022?
Zudem fordert Fastenaktion von der Schweiz Netto-Null bis 2040. Dabei muss die Reduktion des Ausstosses von CO2 mindestens linear sein. Der konsequente Ausstieg aus fossilen Energieträgern ist zwingend. Nur so kann die 1.5 Grad-Grenze in einem sinnvollen Rahmen erreicht werden. Aus ethischer Sicht hat die Schweiz ihr CO2-Restbudget sogar bereits im März 2022 aufgebraucht – diese These diskutieren Fachleute morgen Dienstag im Hotel Kreuz in Bern.

 

Die Medienmitteilung als .pdf finden Sie hier.

Auskunft zur Medienmitteilung geben Ihnen gerne

  • Stefan Salzmann, Fachverantwortlicher Energie und Klimagerechtigkeit Fastenaktion, 041 227 59 53
  • Mischa von Arb, Mediensprecher Fastenaktion, 041 227 59 66

Weitere Informationen im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP26

 Nächste Schritte der Fastenaktion und Partnerorganisationen hin zur

  • Analyse der Umsetzung der Klimaziele in verschiedenen Ländern
  • Ausbildung Vertreter/innen indigener Gemeinschaften in den Klimakonferenz-Prozessen
  • Podiumsdiskussion zu Klimagerechtigkeit & Kohlenstoffbudget der Schweiz am 26 Oktober 2021 in Bern

Fastenaktion engagiert sich mit Partnerorganisationen gegen den Klimawandel im Süden

Fastenaktion bietet Handlungsmöglichkeiten gegen den Klimawandel in der Schweiz:

 

Auskünfte zum Thema Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion geben Ihnen gerne

  • David Knecht, Programm Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion: +41 41 227 59 89
  • Stefan Salzmann, Programm Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion: +41 41 227 59 53
Schweiz, Luzern, Verkehrshaus: Jubiläumsanlass «60 Jahre Fastenaktion». Bernd Nilles, Geschäftsleiter, präsentiert das neue Logo des auf «Fastenaktion» umbenannten, katholischen Hilfswerks. 10.9.2021 © Fabian Biasio / Fastenaktion

Wandel und Bewegung – Fastenaktion wird zu Fastenaktion

Das Hilfswerk Fastenaktion feierte heute Freitag sein 60 Jahre Jubiläum mit einem Festakt und einer Podiumsdiskussion. Themen waren die Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit – auch Angesichts der Klimakrise.

Auf dem Podium diskutierten, moderiert von Markus Brun, Leiter Internationale Zusammenarbeit bei Fastenaktion, Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, Botschafterin Ruth Huber von der DEZA, Stiftungsratspräsident Bischof Felix Gmür und der Geschäftsleiter von Fastenaktion, Bernd Nilles, über die Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) in Zeiten der Klimakrise. Denn am stärksten unter der Klimakrise leiden die Menschen, die am wenigsten dazu beitragen. So unterstrich Bernd Nilles während der Diskussion, dass die Menschen in den Fastenaktion-Projekten bereits jetzt stark unter den Folgen der Klimaerwärmung leiden. «Durch die Klimaerwärmung ausgelöste Naturkatastrophen, bedeuten eine konstante Gefahr für die Menschen im globalen Süden. Ihre Lebensgrundlagen können jederzeit zerstört werden – sei es in Form von Dürren, Taifunen oder Erdrutschen.» so Nilles weiter. Auch deshalb ist die Forderung auf das «Recht auf Nahrung» für Fastenaktion ein zentrales Anliegen.

 

Mehr Gerechtigkeit, weniger «Pflästerlipolitik»

In den Grundsätzen ist das Werk sich in den 60 Jahren treu geblieben: Mit der Ausrichtung auf die Fastenzeit, die Verzicht, Solidarität und Besinnung miteinander verbindet, mit dem Aufruf zu einem massvollen Lebensstil, dem Engagement für mehr entwicklungspolitische Verantwortung der Schweiz und der Projektarbeit auf Augenhöhe im globalen Süden. Oder wie Toni Bernet Strahm, ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied in seiner Festrede sagte: «Die Frauen und Männer in den Projekten, kompetent, initiativ, mutig, mit vielen Kenntnissen und Erfahrungen in ihren Ländern, machen die Hauptarbeit und die Wirkung von Fastenaktion aus. Sie bilden Organisationen, stärken die Zivilgesellschaft in ihren Ländern und tragen zum Empowerment von Benachteiligten bei. Sie berücksichtigen ihre kulturellen und religiösen Hintergründe, die hilfreich für jegliche Art von Veränderungen sind.»

Die Grundidee eines Fastenaktions, das nicht «Pflästerlipolitik» sondern Ursachenbekämpfung, mehr Gerechtigkeit und einen zukunftstauglichen Lebensstil fordert, wurde seit der Gründung konstant weiterentwickelt.

 

Neuer Name und neues Logo

Ein nächster Entwicklungsschritt sind ein neues Logo und der neue Name, die am Jubiläumsanlass erstmals präsentiert wurden. Ab dem 1. Januar 2022 wird Fastenaktion zu Fastenaktion werden. Der Namenswechsel wird durch ein erneuertes Logo begleitet. Es betont die Menschlichkeit und symbolisiert durch einen unterbrochenen Kreis die ungerechte Welt. So ist das Logo auch ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln für mehr Gerechtigkeit.

Auskünfte:

Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenaktion
nilles@fastenaktion.ch

 

Zum Jahresbericht 2020: Die Projekte von Fastenaktion sichern auch während einer weltweiten Pandemie den Menschen Zugang zu Nahrung, Saatgut oder Solidaritätskassen.

Die Projekte von Fastenaktion sichern auch während einer weltweiten Pandemie den Menschen Zugang zu Nahrung, Saatgut oder Solidaritätskassen. Dies und die solidarische Unterstützung der Schweizer Bevölkerung prägten das Corona-Jahr 2020 der Fastenaktion.

Die Coronakrise traf Fastenaktion während der Ökumenischen Kampagne – der für das Werk wichtigsten Spendenzeit. Suppentage, Gottesdienste und Veranstaltungen mussten landesweit abgesagt werden. Dennoch konnten dank der grosszügigen Unterstützung der Spenderinnen und Spender alle Projekte und Programme finanziert werden.

Gleichzeitig bringt die Covid-19-Pandemie grosse Herausforderungen für die Arbeit von Fastenaktion mit sich. Es gilt, trotz der schwierigen Umstände, die Verbindung mit den Partnerorganisationen in den Projektländern zu halten. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr arbeiten die Projektverantwortlichen und Koordinationen von Fastenaktion im Notfallmodus. Das letzte Jahr hat jedoch gezeigt, dass unsere auf längerfristige Hilfe ausgerichteten Projekte auch in diesen schwierigen Zeiten erfolgreich Armut lindern.

Fastenaktion verbesserte im vergangenen Jahr mit seinen Aktivitäten in den 14 Landesprogrammen und den drei Internationalen Programmen die Lebensumstände von rund 633‘000 Menschen direkt. Indirekt bedeutet das für 2,8 Millionen Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände. Gemeinsam mit kleinbäuerlichen Netzwerken, Solidaritätsgruppen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen arbeiteten wir in 331 Projekten zusammen. Im Fokus stand dabei, den Zugang zu genügend und gesunder Nahrung zu schaffen und das Risiko einer weiteren Verarmung zu verringern. Selbst in Zeiten von Lockdowns und Ausgangssperren konnte für den Grossteil der Zielgruppen der Zugang zu Saatgut, Nahrung oder Solidaritätskassen aufrechterhalten werden. Die Massnahmen zur Linderung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erreichten 352‘000 Menschen.

In der Schweiz erreichte unsere Organisation mit der Informations- und Kampagnenarbeit über 3,5 Millionen Menschen – eine enorme Steigerung. Viel Beachtung fanden 2020 unser Einsatz für die Konzernverantwortungsinitiative zum Schutz der Menschenrechte, die Ausweitung der Klimagespräche Schweiz und die Rosenverteilaktion in vielen Spitälern während des Lockdowns.

Steigende Einnahmen bei sinkenden Ausgaben

Den Ausgaben von 20‘589‘709 Franken standen Einnahmen von insgesamt 21‘603‘624 Franken gegenüber. 87 Prozent der Einnahmen wurden direkt für die Projektarbeit eingesetzt. Die Internationalen Programme Energie- und Klimagerechtigkeit, Ernährungssicherheit und Rohstoffe und Menschenrechte, setzen sich auf nationaler und internationaler Ebene für politische und strukturelle Veränderungen ein und verstärken die Arbeit der Landesprogramme.

Seit nunmehr 60 Jahren arbeitet Fastenaktion erfolgreich mit dem Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu gehören die überaus erfolgreich agierenden Solidaritätsgruppen, die auf allen Kontinenten, auf denen Fastenaktion aktiv ist, zehntausenden von Frauen und Männern eine Zukunftsperspektive eröffnen. Gerade während der weltweit immer schlimmer wütenden Covid-Pandemie bewährte sich einmal mehr der von Fastenaktion gewählte Ansatz. Die Menschen hatten Antworten auf die Krise und konnten trotz Ausgangssperren und weitgehenden Einschränkungen ihre Felder weiter bearbeiten, Gemüse und Früchte ernten und trotz geschlossener Märkte ihre Produkte verkaufen.

Eine neue starke Allianz

Bereits 2019 gründete Fastenaktion mit weiteren Hilfswerken die Allianz SuFoSEC – Alliance for Sustainable Food Systems and Empowered Communitites. Gemeinsam wurde ein Programm zur Ernährungssicherheit erarbeitet, mit dem Ziel Synergien zu nutzen, Fachwissen zu teilen und Wirkung zu steigern. Das Programm ist insgesamt in 28 Ländern tätig und wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gefördert.

Sie möchten mehr wissen?

Auskünfte:

Bernd Nilles, Geschäftsleiter Fastenaktion
nilles@fastenaktion.ch

 

Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert
Fastenopfer Jahresbericht 2020
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Die Petition mit fast 14'000 Unterschriften wurde am Mittwoch von Yvan Maillard, HEKS an zwei Vertreter/innen der Nationalbank vor dem SNB-Hauptsitz in Bern übergeben. Foto: Fastenaktion/Patrik KummerDie Petition wurde am 27. April von Yvan Maillard, HEKS, an zwei Vertreter/innen der Nationalbank in Bern übergeben. Foto: Fastenaktion/Patrik Kummer

Bern/Luzern, 30. April 2021. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) nimmt ihre klimapolitische Verantwortung nach wie vor nicht wahr. An der heutigen Online-Generalversammlung erklärte sie auf Fragen der Entwicklungsorganisationen HEKS und Fastenaktion bloss, sie beteilige sich am «internationalen Erfahrungsaustausch» im Rahmen eines Netzwerks von Zentralbanken, ohne jedoch konkrete Massnahmen zur Reduktion ihrer Klimawirkung zu benennen.

Am Mittwoch hatten die beiden Hilfswerke der Bank eine von 14’000 Personen unterzeichnete Petition übergeben, welche die SNB zum Ausstieg aus Investitionen in fossile Energien aufforderte (vergleiche die Medienmitteilung unten). 

Die SNB teilte mit, dass sie dem Pariser Abkommen nicht unterstellt sei und dass das Schweizer CO2-Gesetz keine Vorschriften für ihre Anlagen beinhalte. Weiter betont sie, dass sie eine breite Diversifizierung der Anlagen anstrebe. Obwohl die Nationalbank behauptet, dass sie sich seit längerem intensiv mit dem Thema Klimawandel beschäftigt, hat sie bisher nur wenig getan: Die SNB hat Unternehmen aus ihrem Portfolio ausgeschlossen, die primär Kohleminen betreiben. Das sind aber nur fünf Unternehmen unter den 150 Unternehmen des SNB-Portfolios, die in fossilen Energien tätig sind. Diese fünf Unternehmen machen nur 0.1 Prozent der SNB-Investitionen in fossile Energien aus.

So bleibt die SNB im Rückstand im Vergleich zu anderen Zentralbanken, die aus Klima- und Risikogründen Investitionen in fossile Energien abstossen – etwa die Banque de France und die Schwedische Bank, die vollständig aus Kohle, Erdöl und Erdgas aussteigen. Eine von der NGO «Positive Money» publizierte Studie bestätigt den Rückstand der SNB in Sachen Klimaschutz. Die Schweiz liegt im Rating deutlich hinter den Zentralbanken ihrer Nachbarländer.

 

14’000 Menschen fordern Ausstieg aus fossilen Energien

Bern/Luzern, 30. April 2021. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) soll aus Investitionen in fossile Energien aussteigen, die den Klimawandel anheizen. Dies fordern die Entwicklungsorganisationen Fastenaktion und HEKS mit einer von 14’000 Personen unterzeichneten Petition. Diese wurde der SNB am Mittwoch auf dem Berner Bundesplatz übergeben. Die Klimaverantwortung der SNB wird auch an der heutigen Generalversammlung der Bank ein Thema sein.

Mit einer von 13’929 Personen unterzeichneten Petition fordern deshalb die Entwicklungsorganisationen Fastenaktion und HEKS die SNB auf, alle Investitionen in fossile Energien umgehend abzustossen. Die Petition wurde am Mittwoch einem Vertreter der Nationalbank auf dem Berner Bundesplatz übergeben. Die Hilfswerke werden die Klimaverantwortung der SNB auch an der heutigen Online-Generalversammlung (GV) zum Thema machen und die Bank mit entsprechenden Fragen zu deren Anlagestrategie konfrontieren.

SNB hinkt hinterher

Mit ihrer Investitionsstrategie steht die SNB in Widerspruch zu eigenen Anlagerichtlinien. Diese schreiben vor, dass die Bank auf Investitionen verzichten muss, die «grundlegende Menschenrechte massiv verletzen oder systematisch gravierende Umweltschäden verursachen». Im Rahmen der diesjährigen Ökumenischen Kampagne zeigten HEKS und Fastenaktion unter dem Motto «Klimagerechtigkeit – jetzt!» auf, dass vor allem ärmere Menschen im globalen Süden die Folgen der Klimaerhitzung, etwa mehr Wirbelstürme oder längere Dürren, schon heute als Verletzung ihrer Menschenrechte erleben – ausgerechnet jene Menschen also, die kaum etwas zur Klimakrise beitragen.

Die von der Organisation Campax mitunterstützte Petition fordert die SNB deshalb auf, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen und mit dem Ausstieg aus fossilen Energien einen Beitrag zu mehr globaler Klimagerechtigkeit zu leisten. Als einer der weltweit grössten institutionellen Investoren hätte die SNB dafür noch viel Potenzial: Zwar gab die Bank im Dezember 2020 bekannt, Unternehmen aus ihrem Portfolio auszuschliessen, die primär Kohleminen betreiben. Das ist aber nur ein kleiner Schritt, weil 99.9 Prozent der Investitionen in fossile Energien davon unberührt bleiben.

Andere Zentralbanken sind weiter und steigen aus Klima- und Risikogründen aus fossilen Energien aus. Um in Übereinstimmung mit dem Klimaabkommen von Paris zu sein, plant etwa die Banque de France bis 2024 den vollständigen Ausstieg aus der Kohle und den Ausschluss von Öl- und Gasunternehmen aus ihrem Portfolio. Eine Ende März von der NGO «Positive Money» publizierte Studie bestätigt den Rückstand der SNB in Sachen Klimaschutz. Die Schweiz liegt im Rating deutlich hinter den Zentralbanken ihrer Nachbarländer, aber auch hinter den entsprechenden Instituten der EU, Grossbritanniens, Brasiliens und Chinas.

Weitere Informationen 

Auskünfte:

Typhon Sendong, Philippine. Un cocotier détruit une maison.Même si les typhons sont monnaie courante aux Philippines, ils sont devenus plus violents et plus fréquents en raison des changements climatiques. Des maisons et des fermes sont détruites et de nombreuses personnes restent sans abri.

Luzern, 27. April 2021. Das CO2-Gesetz ist die Umsetzung der internationalen Klimaverpflichtungen der Schweiz. Im Interesse der Menschen in den Projekten, welche bereits unter klimatischen Katastrophen leiden, setzt sich Fastenaktion ein für ein «Ja» bei der kommenden Abstimmung vom 13. Juni. Zusammen mit Justitia et Pax und oeku Kirchen und Umwelt veröffentlicht Fastenaktion heute eine ausführliche Stellungnahme zum CO2-Gesetz.

Das CO2-Gesetz stellt die Weichen für effektivere Klimaschutzmassnahmen ab 2022.  Fastenaktion setzt sich ein für ein «Ja», denn:

  • Das neue CO2-Gesetz nimmt das Verursacherprinzip ernst und gewährleistet einen sozialen Ausgleich, indem ein Grossteil der CO2-Lenkungsabgabe pro Kopf an die Bevölkerung rückerstattet wird. Die neuen Instrumente des CO2-Gesetzes sind ein wichtiger Schritt gegen die Klimaerwärmung und für mehr globale Klimagerechtigkeit. Darum stellen sich die Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit deutlich hinter das Gesetz.
  • Mit der Flugticketabgabe ergreift das CO2-Gesetz Massnahmen im besonders klimaschädlichen Flugverkehr. Dieses Geld fliesst mindestens zur Hälfte als Öko-Bonus an die Bevölkerung zurück. Die Mehrheit der Bevölkerung, die wenig oder gar nicht fliegt, profitiert somit finanziell.
  • Die Schweiz wird durch das Gesetz verpflichtet, ihre Finanzpolitik allgemein mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen.

Mit einem «Ja» zum CO2-Gesetz schlägt die Schweiz den dringend notwendigen Weg ein, hin zu einer klimaneutralen Zukunft. Sie leistet einen Beitrag, um die Klimaerhitzung auf 1.5 Grad zu begrenzen. Bei einem «Nein» drohen weitere Jahre ohne verbindliche Ziele und Massnahmen – ein Totalschaden in der Schweizer Klimapolitik, nachdem das Parlament mehr als drei Jahre an der Vorlage gearbeitet hat.

Klimagerechtigkeit – jetzt!

In sechs Monaten, am ersten November 2021, beginnt die Weltklimakonferenz in Glasgow (COP 26). An dieser werden die Staaten ihre aktualisierten Klimaziele diskutieren. Auch die Schweiz wird ihre aktualisierten Klimaziele präsentieren. Diese bauen auf dem schweizerische CO2-Gesetz auf. Es ist wichtig, dass auch die Schweiz ambitioniertere Ziele einbringen kann. Denn die Dynamik zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens muss beibehalten und verstärkt werden.

Fastenaktion engagiert sich für das CO2-Gesetz und die Weltklimaziele, weil die klimatische Katastrophe die ärmsten Menschen besonders hart trifft. In den Projekten des Hilfswerks im globalen Süden leiden bereits Zehntausende unter der dramatischen Zunahme von Wirbelstürmen überfluteten Küsten und lang andauernden Dürren. Ihre Ernährungssituation – bereits vorher prekär – verschlechtert sich zunehmend.

Die Stellungnahme zum CO2-Gesetz finden Sie hier

Auskunft zur Stellungnahme geben Ihnen gerne

  • Wolfgang Bürgstein, Dr. theol., dipl. oec., Generalsekretär Justitia et Pax, Mitautor der Stellungnahme, 078 824 44 18
  • Kurt Zaugg-Ott, Dr. theol., Leiter der Fachstelle oeku Kirchen für die Umwelt, 076 531 26 00
  • Matthias Dörnenburg, Leiter Kommunikation Fastenaktion, 041 227 59 21

Weitere Informationen im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP26

 Nächste Schritte der Fastenaktion und Partnerorganisationen hin zur

  • Analyse der Umsetzung der Klimaziele in verschiedenen Ländern
  • Ausbildung Vertreter/innen indigener Gemeinschaften in den Klimakonferenz-Prozessen
  • Podiumsdiskussion zu Klimagerechtigkeit & Kohlenstoffbudget der Schweiz im Oktober 2021

Fastenaktion engagiert sich mit Partnerorganisationen gegen den Klimawandel im Süden

Fastenaktion bietet Handlungsmöglichkeiten gegen den Klimawandel in der Schweiz:

 

Auskünfte zum Thema Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion geben Ihnen gerne

  • David Knecht, Ökonom und verantwortlich für das Programm Energie und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion: +41 41 227 59 89
  • Matthias Dörnenburg, Leiter Kommunikation und verantwortlich für die Ökumenischen Kampagne 2021 «Klimagerechtigkeit – jetzt!»: +41 41 227 59 21
Bernd Nilles, Geschäftsleiter der FastenaktionBernd Nilles, Geschäftsleiter der Fastenaktion schöpft Suppe am 50 Jahre-Jubiläum mit HEKS.

Im Jahr 2019 konnte Fastenaktion über 620‘000 Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika direkt erreichen. Das bedeutet: bessere Lebensbedingungen, weniger Hunger und gesichertere Menschenrechtssituationen für 2,7 Millionen Menschen in 14 Ländern. Auch finanziell schloss das Hilfswerk 2019 erfreulich ab: Geschäftsleiter Bernd Nilles kann eine schwarze Null präsentieren.

Fastenaktion schaut auf ein erfolgreiches Jahr mit einer schwarzen Null zurück, die ohne die treuen Spenderinnen und Spender nicht möglich gewesen wäre. Ihnen gebührt ein grosser Dank! Geschäftsleiter Bernd Nilles zeigt sich denn auch trotz der schwierigen aktuellen Umstände optimistisch: «Das gute finanzielle Ergebnis von 2019 ermöglicht es uns, zuversichtlich in das schwierige, durch Corona geprägte 2020 zu blicken, da wir trotz der Krise eine effiziente und wirksame Entwicklungszusammenarbeit sicherstellen können.»

In den Projektländern ist die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Partnerorganisationen erfolgreich. Die Evaluierung der Strategie zur Halbzeit hat gezeigt; Fastenaktion erreicht mit seinen Projekten die angestrebten Zielgruppen.

Auch in der Schweiz arbeitet Fastenaktion in Bündnissen und hat 2019 zusammen mit fünf weiteren Hilfswerken die neue Allianz SuFoSEC (Sustainable Food Systems and Empowered Communities) gegründet – mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit der Lebensgrundlagen, der Ernährungssicherheit und der Selbstorganisation lokaler Gemeinschaften vor dem Hintergrund der Agenda 2030 zu stärken.

Auch das Engagement für die auf Parlamentsebene noch immer hängige Konzernverantwortungs-initiative wird gemeinschaftlich vorangetrieben. Mit der Gruppierung «Kirche für Konzernverantwortung» konnten breite kirchliche Kreise mobilisiert werden.

Ruf nach Klimaschutz hoch oben in den Bergen

2019 wurde der weltweite Einsatz gegen den Klimawandel durch Millionen von Schülerinnen und Schülern gestärkt und hat dieses existenzielle Thema in die Wohnzimmer quer durch alle Altersgruppen und Schichten getragen. Zeitgleich hat Fastenaktion die «KlimaGespräche» ausgebaut, welche landesweit auf grosses Interesse stossen. Die in England entwickelte Methode hatte Fastenaktion in Zusammenarbeit mit HEKS zuerst in der Suisse Romande eingeführt. Seit 2019 haben sich auch in der Deutschschweiz Gruppen zusammengeschlossen, die gemeinsam einen ressourcenschonenderen Lebensstil entwickeln. Während der «Schweizer Klimawochen», kurz vor den Parlamentswahlen, war Fastenaktion zudem massgeblich an der Durchführung der vielbeachteten Abdankungsfeier für den Pizolgletscher beteiligt.  

Die Ökumenische Kampagne «Gemeinsam für starke Frauen – gemeinsam für eine bessere Welt» hat 50 Akteurinnen des Wandels ein Gesicht gegeben. Sie hat aufgezeigt, was Frauen, die mit Fastenaktion und HEKS zusammenarbeiten, bewirken und welchen Mut sie dabei aufbringen. Diese Botschaft wurde mit dem 50-Jahr-Jubiläum der Kampagne verbunden, die in Bern und Luzern mit öffentlichen Anlässen gefeiert wurde. Mit der Ökumenischen Kampagne werden jedes Jahr über zwei Millionen Menschen in der Schweiz erreicht.

Forderung nach verstärkter Armutsbekämpfung

Ein guter Anlass um die Entwicklungszusammenarbeit und die Arbeit der Fastenaktion zu stärken, bot die Vernehmlassung des Bundes zur neuen Botschaft über die Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam mit Alliance Sud, deren Präsidentschaft Fastenaktion im Dezember übernommen hat, hat sich das Hilfswerk aktiv mit Sensibilisierung, Mobilisierung und Anwaltschaftsarbeit in den politischen Prozess und die öffentliche Debatte eingebracht. Dazu gehören auch die Forderungen nach einem klaren Fokus der Armutsbekämpfung, 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts für Entwicklungshilfe und eine Klimafinanzierung, die nicht auf Kosten der Armen geht.

Dank vielen Spenden, einem stabilen DEZA-Beitrag und sparsamem Wirtschaften, gelang ein Abschluss mit einer schwarzen Null. Die Einnahmen aus Spenden und Beiträgen (ohne Deza) betrugen CHF 15‘361‘184 (Vorjahr CHF 15‘685‘116). Zusammen mit den Erträgen aus Handel- und Dienstleistungen resultierte ein betrieblicher Gesamtertrag von CHF 21’625’102 (Vorjahr CHF 21‘889‘927). Dank dem Liegenschafts- und Finanzertrag kann Fastenaktion mit einer schwarzen Null abschliessen.  

Auskünfte:

Colette Kalt, Medienbeauftragte Fastenaktion
kalt@fastenaktion.ch, 041 227 59 51

 

Gemeinsam für starke Frauen – gemeinsam für eine bessere Welt
Fastenopfer Jahresbericht 2019
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Gewerkschaften, soziale Bewegungen und selbst die Bischofskonferenz riefen für den 21. November 2019 einen Generalstreik in Kolumbien aus. Mehrere Partnerorganisationen der Fastenaktion hatten ebenfalls zum Streik aufgerufen und nahmen in verschiedenen Regionen des Landes daran teil.

Vom frühen Morgen an brachen im ganzen Land Demonstrationszüge auf und blockierten die Strassen in die Städte. Allein in Bogotá bewegten sich 34 Demonstrationszüge durch die Stadt und legten das Wirtschaftsleben lahm. Die Frustration über die mangelnde Umsetzung der Friedensabkommen und über fehlende Reformen nahm bei vielen Kolumbianer/innen in den letzten Monaten immer stärker zu. Entsprechend laut entlud sich die Wut auf den Strassen.

Für Milton Lopez, den lokalen Koordinator der Fastenaktion-Projekte, war der Generalstreik ein historischer Moment. Noch nie kam eine solch grosse Mobilisierung von mehreren Hunderttausend Menschen und über alle Bevölkerungsschichten verteilt, zustande. Die Fastenaktion-Mitarbeitenden David Knecht und Daniel Hostettler konnten in den letzten Tagen vor Ort mit kolumbianischen Partnern die Forderungen der Streikenden diskutieren:  Alle drückten sie ihre Hoffnung aus, dass der Streik Bewegung in das Land bringe und damit auch die Projektarbeit der Fastenaktion künftig in einem dynamischeren und fortschrittlicheren Kontext stattfinden könne.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit und die Ziele der Fastenaktion-Partner in Kolumbien.

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