Dank unserer Partnerorganisation Association for Community Development (ACD) können Familien in Laos ihre Nahrungsmittel selbst produzieren und sich ausreichend und gesund ernähren. ACD engagiert sich auch in abgelegenen Dörfern, die während der Regenzeit unzugänglich sind.

In der folgenden multimedialen Geschichte erzählen einige Menschen, wie die von Fastenaktion unterstützte Arbeit ihr Leben verändert hat. Klicken Sie auf «Eintreten», um die Geschichte zu erkunden. Viel Vergnügen!

Verbesserte Ernährung für ein Leben in Würde
Erfolgsgeschichten aus Laos
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Am 30. September findet die nationale Klimademo in Bern statt. Fastenaktion trägt die Aktion als Mitglied der Klima-Allianz  mit. Die Klimakrise bedroht die Menschen in den Programmländern von Fastenaktion jedes Jahr stärker. Diese globale Herausforderung braucht Lösungen auch auf politischer Ebene. Darum setzen wir uns in der Schweiz und im Rahmen der internationalen Klimaverhandlungen für eine ambitionierte und gerechte Klimapolitik ein. 

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Fachexperte für Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Gemeinsam mit über 140 Mitgliedsorganisationen der Klima-Allianz und mit der Klimabewegung fordert Fastenaktion mehr Klimagerechtigkeit: Die grössten Verursacher:innen der Klimakrise müssen ihre Verantwortung wahrnehmen! 

Jahrzehntelanger Einsatz für Klimagerechtigkeit 

Seit der ersten Klimakampagne 1989 setzt sich Fastenaktion öffentlich für Klimagerechtigkeit ein. Von unseren Partnerorganisationen in den Programmländern wissen wir: Es sind die ärmsten Menschen, die am stärksten unter der Klimakrise leiden. Immer stärkere Taifune auf den Philippinen, Dürren in Burkina Faso oder häufigere Starkniederschläge in Laos sind nur einige Beispiele und führen zu mehr Hunger. Ungerecht daran ist, dass die Betroffenen in diesen Ländern nicht zu den Verursacher:innen der Krise gehören. Doch sie müssen die Folgen tragen, weil ihnen die Mittel zur Anpassung fehlen. Verursacht wird die Klimaerwärmung durch reiche Menschen, die mit grossem ökologischem Fussabdruck leben. 

Weckruf des Weltklimarats 

Der beste Moment zu handeln wäre gestern gewesen – der zweitbeste Moment ist heute. Dieses Fazit kann man aus den Berichten des Weltklimarats ziehen. Wenn wir die schlimmsten Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung abwenden wollen, müssen die globalen Emissionen an Treibhausgasen bis 2030 auf 50 Prozent gegenüber 1990 sinken. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss global und in der Schweiz noch einiges passieren. 

Am 30. September gemeinsam für Klimagerechtigkeit

Wir wissen, dass politische Rahmenbedingungen für mehr Klimaschutz wichtig und notwendig sind. Die Schweiz muss ihre Treibhausgasemissionen bis 2040 auf Netto-Null senken. Eine Lösung ist noch möglich, wenn wir jetzt handeln. Die Zeit drängt. Deshalb helft mit, am 30. September ein Zeichen zu setzen: Kommt alle nach Bern – für mehr Klimagerechtigkeit! Zeigen wir, dass uns Klimaschutz am Herzen liegt und dass wir Lösungen von der Politik erwarten. 

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen an der Klimademo – für mehr Klimagerechtigkeit!
Weitere Informationen zur Klimademo finden Sie hier. 

Zehntausende Demonstrierende standen 2019 vor dem Bundeshaus für Klimagerechtigkeit ein.
Die letzte nationale Klimademo im Jahr 2019 mobilisierte zehntausende Menschen, die mehr Klimagerechtigkeit forderten.

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Die Gender-Learning Group der Allianz Sufosec lancierte ihren ersten Lernaustausch im November 2021 mit einem von Fastenaktion organisierten Webinar. In den Diskussionen ging es um eine Studie aus dem Landesprogramm Laos, welche den Einbezug von Frauen in Entscheidungsprozesse der lokalen Imker:innengruppen thematisierte: How women’s views are counted: Exploring Factors Influencing Khmu Women’s Participation in Decision Making in the Local Farmer Groups in Oudomxay Province, Lao.

Ein Text von Philippa Mund, Verantwortliche für das Landesprogramm Guatemala und Gender

Eine Bienenzucht im laotischen Projekt Beekoud.
Gemäss der lokalen Fastenaktion-Koordinatorin Khonemany Innoukham ist die Beteiligung von Frauen in den Entscheidungsgremien der Imker:innengruppen insbesondere auf Grund von Zeitmangel, niedrigerem Bildungsstand, einer Sprachbarriere und fehlenden Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung eingeschränkt. Mögliche Handlungsmöglichkeiten, die auch in einem zweiten Teil der Gruppenarbeit mit den 38 Teilnehmenden vertieft diskutiert wurden, sind unter anderem: Bewusstseinsbildungsprozesse zu Gender Equality, Erarbeitung von Gender policies, spezifische Ausbildungen für Frauen sowie die Etablierung von Diskussionsplattformen für Frauen unter sich.

Das Webinar schloss mit der Erkenntnis wie zentral das Verständnis für den lokalen Kontext ist. Im Laotischen gibt es kein Wort für Partizipation, was die Arbeit zu diesem Thema enorm erschwert. Das Webinar wurde auf besondere Art und Weise grafisch festgehalten, hier können Sie das Ergebnis anschauen.

Sie finden hier ein Kurzvideo über das betreffende Projekt in Laos.

Die Allianz Sufosec ist eine Partnerschaft zwischen den Schweizer Organisationen Aqua Alimenta, Fastenaktion, Swissaid, Skat Foundation, Vétérinaires sans Frontières Suisse und Vivamos Mejor. Die Allianz will die selbstbestimmte Ernährung von Menschen im globalen Süden sichern, indem sie lokale Ernährungssysteme fördert und stärkt. Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit von Sufosec.

Ein typisches Dorf in den Bergen im Norden von LaosBienenzüchter Kham Phu zeigt seine Waben . Der Honig in der Nähe des Naturwaldes wird besonders schmackhaft, das Wachs wird zu Kerzen und Seifen verarbeitet. Foto: Fastenaktion / Reybroeck

Die Massnahmen der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Laos wurden befolgt und wirkten: Es gab offiziell nur 19 Ansteckungen und keine Toten. Bereits am 5. Mai wurden die Ausgangssperren aufgehoben, weil es seit Mitte April keine Ansteckungen mehr gegeben hatte. Schmerzlich spürbar für die Menschen in den Projekten der Fastenaktion ist nun jedoch der Einbruch der Wirtschaft aufgrund der geschlossenen Grenzen.

Die erste Ansteckung mit dem Coronavirus in Laos wurde am 24. März gemeldet. Eine Woche später hatte die Regierung alle Flüge eingestellt, die Grenzen gesperrt und einen Lockdown verhängt.

Versorgung mit Lebensmitteln von aussen zusammengebrochen

Als die Massnahmen im Mai gelockert wurden und Reisen innerhalb des Landes wieder erlaubt war, fehlten die Händler aus China und Vietnam. Diese fahren in normalen Zeiten regelmässig in die Dörfer und kaufen den Familien Honig oder andere Waldprodukte wie Sprossen, Beeren, Wurzeln oder Pilze ab. Gleichzeitig bieten sie Reis zum Verkauf an.

Valérie Lange, bei Fastenaktion verantwortlich für das Programm in Laos, hat bisher keine Hilferufe aus den Projekten im Berggebiet erhalten, obwohl jedes Jahr vor der neuen Ernte zwischen Mai und Juli die Reisvorräte der Familien knapp werden. Hingegen berichten die Leute, dass sie Yams aus dem Wald essen. Das sind wildwachsende Wurzeln, nach denen sie tief graben müssen – die Nahrung scheint also knapper zu sein, wenn sie auf die Vorräte des Waldes zurückgreifen.

Ein weiteres Problem ist gemäss Valérie Lange der Preiszerfall: Wenn ein Kilo Honig bisher umgerechnet bis zu neun Franken einbringen konnte, beträgt der Preis aufgrund der fehlenden Nachfrage nun nur noch die Hälfte. Es hilft auch nicht, dass Honig sich leicht lagern lässt: Die Familien können nicht warten, bis die Preise wieder besser werden. Mit dem Einkommen aus dem Honig und anderen Waldprodukten überbrücken sie jeweils die Hungerperioden vor der Reisernte.

Lieber Hilfe zur Selbsthilfe als Lebensmittel verteilen

Etwas anders stellt sich die Situation im Süden des Landes dar, wo sich die Association for Community Development (ACD) für eine gute Ernährung von Kindern und schwangeren Frauen einsetzt. Zu Beginn der Arbeit der Fastenaktion mit ACD waren in der Projektregion fast 40 Prozent aller schwangeren und stillenden Frauen und fast die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren stark untergewichtig.

Im Projekt von ACD lernen die Frauen in Kochkursen, wie wichtig Vitamine sind.Im Projekt von ACD lernen die Frauen, wie wichtig Vitamine sind. Foto: Fastenaktion / Reybroeck
Auch hier gehen nun die Reisvorräte vom letzten Jahr zu Ende. Aufgrund der Trockenheit gibt es nur wenig Nahrungsmittel zum Sammeln im Wald. Und auch hier fehlen die vietnamesischen Händler. Es widerstrebt der Projektleiterin sehr, Nahrungsmittel zu verteilen. Denn das Projekt hat bisher gute Resultate erzielt mit der Schulung in produktiveren Anbaumethoden und zu ganzheitlicher Ernährung: Vor der Krise waren nur noch 10 Prozent der Kinder und Mütter untergewichtig. Lebensmittel wird das Projekt also nur im äussersten Notfall verteilen.

Die Frage ist – und die wird im Moment in allen Projekten der Fastenaktion in Laos mit den Teilnehmenden diskutiert: Was ist die Auswirkung des Virus auf die Projektarbeit auf die Dauer und wie leben wir weiter in dieser neuen «normalen» Situation?

Informationen: Khonemany Inoukham, Koordinatorin für Fastenaktionprogramm in Laos / Valérie Lange, Programmverantwortliche

Hier finden Sie mehr zu unserer Arbeit in Laos.

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