Am 20. Mai sind rund 150 Menschen zum Morteratsch-Gletscher gewandert. Die Gletscher-Zeremonie war ein schöner, aber zugleich auch trauriger Anlass. Die Anwesenden haben gezeigt, dass die Menschen in der Schweiz verstehen: Die Schweizer Klimapolitik ist relevant für in Armut lebende Menschen weltweit.

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Fachexperte für Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Im Sinne der Klimagerechtigkeit sollen nach dem Verursacher:innenprinzip  jene Länder, Unternehmen und Menschen, welche die Hauptursache der Erderwärmung sind, die entsprechende Verantwortung übernehmen. Von den Auswirkungen der Klimaerwärmung sind besonders stark Menschen betroffen, die in Armut leben und wenig zur Problematik beigetragen haben. Es sind also die ärmsten Menschen, die am stärksten unter der Klimakrise leiden. Der Hunger nimmt als Folge drastisch zu. 

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache und … 

Laut einem Bericht des Stockholm Environment Institute und Oxfam aus dem Jahr 2020 sind die reichsten 10 Prozent der Welt für etwa die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Die Superreichen, das oberste Prozent sind gar für 15 Prozent der Emissionen verantwortlich. Das ist doppelt so viel wie die ärmsten 50 Prozent der Welt, die gerade mal 7 Prozent der Emissionen verursachen. 

… fordern zum Handeln auf. 

Die Schweiz muss sich – aus Verantwortung und im eigenen Interesse – zum Klimaabkommen von Paris bekennen und bis 2040 Netto-Null Emissionen erreichen. Es braucht ein JA zum Klimaschutz-Gesetz: für uns, für unsere Kinder und Enkel. Und für Menschen, die weit weg von hier leben, aber die Auswirkungen unserer politischen Entscheidungen tagtäglich spüren.  

Fastenaktion setzt sich für eine gerechtere Welt und die Überwindung von Hunger und Armut ein. Darum sagen wir JA zum Klimaschutz-Gesetz am 18. Juni!

Am 20. Mai haben wir eine Gletscherzeremonie für ein JA zum Klimaschutz-Gesetz organisiert.

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Am 18. Juni stimmen wir über das Klimaschutz-Gesetz ab. Das hat der Bundesrat heute bekannt gegeben. Bei der Abstimmung können wir das Schweizer Klimaziel «Netto Null 2050» ermöglichen. Dieser Schritt für mehr Klimagerechtigkeit braucht unser aller klares JA. Denn die ärmsten Menschen leiden bereits jetzt am stärksten unter der Klimakrise.

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Fachexperte für Energie- und Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Menschen im Süden tragen die grösste Last

Das Abkommen von Paris ist für viele Menschen weltweit eine Art Rettungsring. Es ist die letzte Hoffnung, dass die globale Klimaerwärmung noch gestoppt werden kann. Sie offenbart sich in Hitzewellen, Waldbränden, schmelzenden Gletschern, Dürren, Überschwemmungen, ansteigendem Meeresspiegel und weiteren Wetterextremen. Die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen sind dadurch bedroht. Und die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. In Armut lebende Menschen, unter anderem in den Projektländern von Fastenaktion, tragen die Hauptlast – ohne das Problem verursacht zu haben. In vielen Situationen erleben Frauen klimabedingte Stresssituationen überdurchschnittlich stark, etwa weil sie längere Wege für Trinkwasser gehen müssen. Menschen, die in Armut leben, fehlen die Mittel zur Anpassung an neue klimatische Realitäten. Die Folgen sind Hunger, Konflikte und Migrationsdruck. Das Recht auf ein Leben in Würde und ohne Hunger ist von der Klimakrise bedroht.

Die industrialisierten Länder nehmen ihre Verantwortung erst ansatzweise wahr und treiben den Klimawandel weiter voran. Das Klimaschutz-Gesetz bietet die Chance, hier einen Schritt zu tun und Verantwortung wahrzunehmen. Und deshalb engagieren wir uns im Namen der in Armut lebenden Menschen als Fastenaktion für das Klimaschutz-Gesetz.

Ein Bild einer Gletscherwanderung am Morteratschgletscher. Die Wanderung fand im Rahmen einer Aktion für ein JA zum Klimaschutz-Gesetz statt.
Am 20. Mai haben wir am Morteratschgletscher eine Aktion für ein JA zum Klimaschutz-Gesetz organisiert.

Das Klimaschutz-Gesetz (indirekter Gegenvorschlag Gletscher-Initiative) ist eine Art «letzte Chance», um Klimagerechtigkeit voranzubringen. Es geht um die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris. Die Schweiz hat dieses Abkommen ratifiziert. Es hat zum Ziel, die globale Klimaerwärmung auf 1.5 Grad Celsius zu begrenzen. Das vorliegende Gesetz enthält Massnahmen, wie die Schweiz zu diesem Abkommen beitragen soll.

Ein Ja für mehr Gerechtigkeit

Wir engagieren  uns in der Koalition Christ:innen für Klimaschutz und mit dem Verein Klimaschutz für mehr Klimagerechtigkeit. Fastenaktion trägt mit dem Einsatz die wichtigen Stimmen der Menschen vom globalen Süden in die Schweiz. Verschliessen Sie nicht die Augen vor der Ungerechtigkeit – Sagen Sie JA am 18. Juni 2023 zum Klimaschutz-Gesetz!

Die Medienmitteilung der Koalition Christ:innen für Klimaschutz finden Sie hier.

Fastenaktion sagt im Namen der in Armut lebenden Menschen JA zum Klimaschutz-Gesetz.

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