Dank unserer Partnerorganisation Association for Community Development (ACD) können Familien in Laos ihre Nahrungsmittel selbst produzieren und sich ausreichend und gesund ernähren. ACD engagiert sich auch in abgelegenen Dörfern, die während der Regenzeit unzugänglich sind.

In der folgenden multimedialen Geschichte erzählen einige Menschen, wie die von Fastenaktion unterstützte Arbeit ihr Leben verändert hat. Klicken Sie auf «Eintreten», um die Geschichte zu erkunden. Viel Vergnügen!

Verbesserte Ernährung für ein Leben in Würde
Erfolgsgeschichten aus Laos
Enter
keywords

Wir schaffen Hoffnung – helfen Sie uns dabei?

Unterstützen Sie unseren Einsatz für eine gerechte Welt ohne Hunger

Diese Website verwendet Cookies, die die Funktionalität der Website ermöglichen. Sie helfen uns dabei, die Interessen unserer Nutzer:innen zu analysieren. Damit optimieren wir für Sie unserer Inhalte und Ihre Spendenmöglichkeiten. Die gesammelten Daten werden weder durch uns noch durch unsere Partner verwendet, um Sie zu identifizieren oder zu kontaktieren. Mehr erfahren

Seit März befindet sich Guatemala wegen der Covid-Pandemie im Ausnahmezustand. Nun hat der Tropensturm Eta am 6.November auch Häuser und Ernten der betroffenen Familien zerstört.

Nothilfe-Projekt: Helfen Sie den Familien in den Regionen Jalapa und Cubulco. 

In der vergangenen Woche wütete der Tropensturm Eta über der zentralamerikanischen Region. Guatemala wurden von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, die ganze Erdhänge abrutschen liessen und zahlreiche Häuser zerstörten. In unseren Projekten sind die Folgen des Tropensturms noch nicht gänzlich abzusehen. Aber bereits jetzt ist klar, dass viele Teile der Mais- und Bohnenernte zerstört wurden. Der Leiter unserer Partnerorganisation Tzuul Taq’a schreibt: «Es ist traurig zu sehen, dass jetzt Häuser überschwemmt wurden, in denen es vorher nicht einmal eine Wasserleitung gab. Viele Menschen haben alles verloren. »

HIlfe bedeutet Lebensmittel, Saatgut – und Hoffnung

In dieser doppelt schwierigen Situation wollen wir unsere Projekte zusätzlich unterstützen: Vielen Familien fehlt in Folge der Eindämmungsmassnahmen rund um Covid-19 zusätzliches Einkommen. Um die Ernährung von 300 Familien in den Regionen Jalapa und Cubulco abzusichern unterstützen wir deswegen zwei Projekte mit Nothilfe. Die Familien erhalten Mais, Bohnen und Zucker sowie zusätzliches Saatgut, damit sie trotzdem aussäen können, wenn die aktuelle Ernte verloren ist. Mit dieser Unterstützung wollen wir den Menschen eine Perspektive und Hoffnung geben. Denn sie sollen wissen, dass sie nicht alleine sind. 

Zwei Mitarbeitende der Organisation Tzuul Taq'a verteilten gleichzeitig Informationen zu Covid und dringend benötigte Nahrungsmittel.Zwei Mitarbeitende der Organisation Tzuul Taq'a verteilten gleichzeitig Informationen zu Covid und dringend benötigte Nahrungsmittel.

Eine Katastrophe nach der andern

Wegen Corona war die Situation in Guatemala schon vor dem Tropensturm sehr angespannt. Wenn die Covid-Fälle in einer Region ansteigen, dürfen die Leute das Haus nur noch für wichtige Angelegenheiten wie Einkäufe verlassen. Für unsere Projekte bedeutet dies grosse Veränderungen, denn die direkte Arbeit im Feld ist nur noch in manchen Regionen möglich.

Viele Aktivitäten werden stattdessen über Mobiltelefone begleitet, die Menschen in den Projekten können ihre Fragen stellen und werden beraten. Gleichzeitig rückt die Krise Arbeitsansätze unserer Partnerorganisationen in ein neues Licht: Agrarökologie – das heisst Anbau mit traditionellem Saatgut ohne chemische Pestizide und Düngemittel –ist nicht mehr bloss ein Angebot, das von den Menschen auf dem Land wertgeschätzt wird.

Denn nun nehmen die Menschen in den Städten wahr: Wir essen das, was Frauen und Männer in den nahen ländlichen Regionen produzieren. Dies rückt die tägliche harte Arbeit der Bäuerinnen und Bauern in ein neues, positives Licht und stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Covid verdeutlicht soziale Unterschiede

Aber die Pandemie spült auch unnachgiebig und brutal die Ungleichheiten ans Tageslicht, die in Guatemala auch mehr als 20 Jahre nach den Friedensverträgen bestehen. Die Präventionsmassnahmen zu Covid-19 sind in den ländlichen Regionen schwer umsetzbar, Behandlungen für die ländliche Bevölkerung kaum zugänglich. Dies beginnt schon beim Ratschlag sich regelmässig mit Seife die Hände zu waschen. Um dies tun zu können benötigt man Wasser und Seife. Doch in den meisten unserer Projektregionen ist das nicht gegeben. Wie soll eine Frau, die bereits bisher jeden Morgen kilometerweit laufen muss, um das Wasser zum Kochen und Trinken zu holen, nun gewährleisten, dass sich die ganze Familie mehrmals am Tag die Hände waschen kann?

Philippa Mund, verantwortlich für das Programm Guatemala bei Fastenaktion

Unterstützen Sie die Menschen in Guatemala - gerade jetzt!

Wählen Sie hier den Betrag, den Sie spenden möchten
Zwei Mitarbeitende der Organisation Tzuul Taq'a verteilten gleichzeitig Informationen zu Covid und dringend benötigte Nahrungsmittel.Zwei Mitarbeitende der Organisation Tzuul Taq'a verteilten gleichzeitig Informationen zu Covid und dringend benötigte Nahrungsmittel.

In allen Programmländern der Fastenaktion gab es ab März 2020 Ausgangssperren. Das stürzte die arme Bevölkerung unmittelbar in grosse Not. Flexibilität und Kreativität waren gefragt. Doch je länger die Corona-Krise in manchen Ländern andauert, desto mehr Menschen sind auf externe Hilfe angewiesen. Hunger wird erneut zu einer grossen Herausforderung.

Die Krise war – und ist – dort am grössten, wo die Regierungen versagen. In Brasilien und Indien gibt es vergleichsweise viele Ansteckungen und Todesfälle. Hingegen blieb die befürchtete Katastrophe Afrika bisher aus. Das hat unter anderem mit der jungen Bevölkerung zu tun – aber auch mit Regierungen, welche  aufgrund von vergangenen Epidemien rasch und gut reagiert haben. Am meisten unter den Lockdowns gelitten hat die arme Bevölkerung in den Städten: Damit die Familien etwas zu essen haben, müssen sie täglich ihrer informellen Arbeit als Tagelöhner oder Strassenverkäuferinnen nachgehen. Wenn dies nicht möglich ist, führt es rasch zu Hunger. Dazu kommt, dass die Wohnverhältnisse oft sehr eng sind und sich die Leute nicht vor Ansteckungen schützen können.

Widerstandsfähig: Landwirtschaftliche Projekte 

In der Mehrheit der Fastenaktion-Projekte können die Solidaritätsgruppen oder die landwirtschaftlichen Initiativen erfolgreich weiterarbeiten – selbst wenn deren Begleitung durch die Partnerorganisationen erschwert ist. Beinahe unmöglich geworden sind jedoch Protestaktionen der Partnerorganisationen, die sich für bessere Lebensumstände einsetzen. In den Philippinen oder in Guatemala zum Beispiel nutzten die Regierungen den Lockdown, um Gesetze zu verabschieden, welche die arme Bevölkerung weiter benachteiligen.

Gefragt: Flexibilität und Kreativität

Fastenaktion diskutiert mit seinen Projektpartnern und gewährt ihnen die notwendige Flexibilität: Budgets werden ebenso angepasst wie Arbeitsweisen: So tragen Projekte in mehreren Ländern dazu bei, die Bevölkerung über die Ansteckungsgefahr zu informieren. Sie drucken Flugblätter, kommunizieren über WhatsApp wo es möglich ist und produzieren kurze Info-Videos für die Mobiltelefone.

Grösstes Problem: Hunger

In den 690 Millionen Menschen litten Anfang Jahr unter Nahrungsknappheit. Die FAO befürchtet, dass durch Corona bis zu 130 Millionen Menschen zusätzlich in eine akute Hungersnot geraten könnten. Bereits im Mai mussten erste Projekte von Fastenaktion in Guatemala Nothilfe mit Nahrungsmitteln leisten. In mehreren Ländern unterstützten Projekte mit ihrem lokalen Wissen und ihrem Personal Verteilaktionen anderer Organisationen.

Kurz: Fastenaktion unterstützt im Moment seine Projekte dabei, die Krise zu überstehen, von der wir alle nicht wissen, wie lange sie noch dauern wird. Wir garantieren, dass die Spenden bei unseren Partnerorganisationen ankommen und dass damit die ärmste Bevölkerung unterstützt wird. Bei Nahrungsmittelknappheit werden wir weiterhin flexibel mit Nothilfe reagieren. Denn für Fastenaktion ist klar: Wir lassen unsere langjährigen Partner in dieser schwierigen Zeit nicht im Stich.

Hier klicken, um die Berichte aus allen Projektländern zu sehen.

Engagieren Sie sich mit uns gegen den Hunger.

Herzlichen Dank für Ihre Spende!