Durch das Erdbeben vom 3. November 2023 starben in der westnepalesischen Provinz Karnali 153 Menschen, über 300 wurden verletzt. Zudem zerstörten die Erschütterungen 17‘700 Häuser vollständig und etwa nochmals so viele teilweise. Auch an der allgemeinen Infrastruktur gab es erhebliche Schäden.
Fastenaktion ist in dieser Region mit Projekten aktiv und reagierte schnell. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Sahakarmi Samaj organisierten wir Solidaritätscamps, in denen Dorfbewohner:inneren und junge Freiwillige aus anderen Regionen Nepals die ärmsten Familien dabei unterstützten, ihre Häuser so rasch wie möglich neu aufzubauen oder wieder bewohnbar zu machen. Daneben halfen sie auch beim Räumen der Trümmer, dem Bau von Notunterkünften, der Reparatur der öffentlichen Infrastruktur wie Schulen, Sportplätze oder Toiletten, sowie der Arbeit auf den Feldern.
Unterstützung für 120 Familien
Zwischen Dezember 2023 und März 2024 wurden sieben solcher Solidaritätscamps durchgeführt, bei denen während jeweils knapp zwei Wochen insgesamt etwa 120 Familien unterstützt wurden. Pro Camp waren 40 bis 45 junge Freiwillige und mehrere Teamleiter:innen im Einsatz.
Diese solidarische Unterstützung war nicht nur eine grosse Erleichterung für die Familien, die durch das Erdbeben oft alles verloren hatten. Auch die Freiwilligen fanden es sehr erfüllend, helfen zu können. Basanti Tiwari etwa erzählte von ihrer «tiefen Zufriedenheit», nachdem ihr eine schwangere Frau gedankt hatte: Sie müsse nun endlich in der Nacht nicht mehr frieren.
Ausserdem organisierten die Helfer:innen in ihren Regionen noch eine lokale Spendensammlung und konnten den betroffenen Familien am Ende rund 5000 Kilo Nahrungsmittel sowie umgerechnet 400 Franken übergeben – für nepalesische Verhältnisse ein ziemlich hoher Betrag.