Schuldige zur Rechenschaft ziehen
Fastenaktion verurteilt jede Form von Machtmissbrauch, insbesondere auch sexuelle Übergriffe wie sie kürzlich in der katholischen Kirche der Schweiz aufgedeckt worden sind. Die schuldigen Personen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, egal auf welcher Hierarchiestufe.
Bei Fastenaktion gibt es eine Stelle, bei der Vorfälle direkt gemeldet werden können; dies ist auch online und anonym möglich. Allerdings erreichen uns die meisten Meldungen über Vertrauenspersonen in den Programmländern. Und jede Meldung ist ein Fortschritt, so schrecklich jeder einzelne Missbrauch auch ist: In der «Mauer des Schweigens» entstehen Risse, die Betroffenen haben genug Vertrauen gefasst, dass sie bereit sind, Missstände anzusprechen – weil sie sehen, dass sie ernst genommen und geschützt werden, der Fall untersucht wird und zu Konsequenzen für die Täter:innen führt.
Wenn wir von Missbräuchen in den Programmen im Ausland erfahren, greifen wir ein: Für die Täter:innen kann dies arbeitsrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen haben, den Betroffenen vermitteln wir psychologische und juristische Unterstützung. Wir orientieren uns dabei an ihren Bedürfnissen und stellen sicher, dass sie selbst jeden Schritt mitentscheiden können. In der Schweiz können sich Mitarbeitende an eine unabhängige Ombudsstelle wenden.