Seit über 50 Jahren leidet Kolumbien unter Gewalt, Entführungen und Zwangsumsiedlungen. Zudem hat sich eine problematische Landwirtschaft etabliert, die Wälder und Böden zerstört. Vicaría del Sur, eine Partnerorganisation von Fastenaktion, gibt Gegensteuer. Sie unterstützt Gemeinschaften mit agrarökologischen Techniken und bei der Verteidigung ihrer Rechte. Inzwischen können sie die Früchte ihrer Bemühungen ernten.

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Erfolgreicher Weg aus Hunger und Elend
Die Wirkung von Fastenaktion in Kolumbien
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Mit der Unterstützung von Fastenaktion sind in einem abgelegenen nepalesischen Weiler zahllose agrarökologische Küchengärten mit lokalem Saatgut entstanden. Dies verbessert nicht nur die Ernährungssicherheit, sondern auch die Gesundheit der Menschen.

Die Einwohner von Jhumlawang im Westen Nepals arbeiten seit jeher solidarisch zusammen. Anders lassen sich die Herausforderungen nicht meistern, die das Leben in den abgelegenen Dörfern des Himalayas mit sich bringt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde Bildung auch für diese Regionen zugänglicher, doch die Unterstützung durch die Regierung war minimal. Deshalb spielten ins Ausland ausgewanderte Nepali eine wichtige Rolle bei der Beschaffung finanzieller Mittel. Ausserdem leisteten die Dorfbewohner:innen freiwillige Arbeitseinsätze. 

So entstand nicht nur eine Schule, sondern auch ein Gemeindezentrum. Eine Herausforderung jedoch blieb der Zugang zu medizinischer Versorgung: Das nächste Krankenhaus war mehrere Tage Fussmarsch entfernt, viele Patient:innen verstarben auf dem Weg. Die Gemeinde wollte deshalb eine eigene kleine Gesundheitsstation im Dorf haben, was jedoch noch viel mehr finanzielle Mittel benötigte. Eine französische Volontärin, die vor über 15 Jahren während eines Gesundheitscamps einige Zeit in Jhumlawang verbrachte, bot an, dabei zu helfen.  

 

Agrarökologie für nachhaltige Gesundheit

Dies führte zur Gründung der Jhumlawang Village Foundation (JVF) und schliesslich zu einer einfachen Gesundheitsstation mit rascherer medizinischer Hilfe. Dennoch verbesserte sich die gesundheitliche Situation der Menschen im Dorf nicht nachhaltig. Durch eine Zufallsbegegnung mit Fastenaktion hört JVF erstmals von agrarökologischen Methoden. Sie verbessern die Ernährungssituation und den Zugang zu frischem Gemüse und Kohlenhydraten durch eine regional und saisonal angepasste Produktion. JVF ist begeistert und trägt diesen Ansatz in die Dorfgemeinschaft als nachhaltigere Lösung für eine verbesserte Gesundheitssituation. So beginnt 2019 ein gemeinsam entwickeltes Pilotprojekt, unterstützt von Fastenaktion. 

Eine nepalesische Bäuerin zeigt ihren agrarökologischen Garten.
Eine Bäuerin präsentiert ihren Küchengarten.

Heute ist JVF ein Paradebeispiel für erfolgreiche agrarökologische Arbeit in der Region mit vielen funktionierenden Küchengärten, in denen saisonales Gemüse und lokale Sorten angepflanzt werden. Nicht nur die Gesundheit, auch die Ernährungssicherheit hat sich dadurch deutlich verbessert. Und die Menschen sind begeistert und pflegen ihre eindrücklichen Gärten voller Elan. Dank JVF ist zudem eine Gärtnerei entstanden, die das lokale Saatgut produziert und bei neuen Sorten über längere Zeit prüft, ob sie der Klimaerwärmung auch wirklich standhalten. Sie führt zudem Weiterbildungen für die Bäuerinnen und Bauern durch.

 

Ein Vorbild für andere

JVF träumt davon, dass nun auch andere Weiler der Region nach agrarökologischen Methoden produzieren. Der lokal verankerte Verein besitzt eine hohe Glaubwürdigkeit und hat mit seiner Arbeit inzwischen auch das Interesse der Behörden geweckt. Es wird allerdings weitere Lobby-Arbeit nötig sein, um diesen Traum wahr werden zu lassen.

Um die Arbeit von Fastenaktion möglichst lokal zu verankern und an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen, unterstützen wir Partnerorganisationen wie JVF. Sie sind in den Gemeinden verwurzelt und mit den Vorstellungen der Menschen vertraut. Dies erlaubt nachhaltige Projekte, die von der Bevölkerung getragen werden. Erfahren Sie hier mehr über das Landesprogramm in Nepal.

Die Küchengärten sichern den Zugang zu frischem Gemüse und Kohlenhydraten durch eine regional und saisonal angepasste Produktion.
Küchengärten erhöhen die Ernährungssicherheit und helfen, dem Klimawandel standzuhalten.

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Zwei Agronomen haben mit Unterstützung einer Partnerorganisation von Fastenaktion Fischzuchten für Dorfgemeinschaften in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt. Die Züchter können dadurch nicht nur ihre Ernährung verbessern, sondern haben dank dem Fischverkauf auch ein zusätzliches Einkommen.

Rund vier bis fünf Fischteiche braucht es, um die Bevölkerung von sechs Dörfern zu ernähren und genügend Fische zu züchten, die sich zusätzlich gewinnbringend verkaufen lassen. «Die Fischzüchter:innen sind in ihren Gemeinden und auf lokalen Märkten zu wichtigen Lieferanten geworden, und mehr und mehr Landwirtinnen und Landwirte folgen nun ihrem Vorbild», sagt Bruno Tshiayenyi, ein Agronom, der gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Katende zu dieser erfreulichen, nachhaltigen Entwicklung beigetragen hat. 

 

Teiche, Deiche und Schutz vor Raubtieren

Die beiden haben mit Unterstützung von Coobidiep, einer Partnerorganisation von Fastenaktion, das Konzept für die Fischteiche in den Dorfgemeinschaften der Region Kamutanga im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo entwickelt. «Solche Teiche gab es zuvor schon, doch waren diese so klein, dass sie bestenfalls für den Eigengebrauch der Züchter:innen reichten», erzählt Tshiayenyi. «Es waren nicht mehr als unförmige Löcher im Boden.»

Die heutigen Teiche sind grösser, tiefer und erlauben es, erheblich mehr Fische anzusiedeln. Die beiden Agronomen schulten die Bäuerinnen und Bauern, wie sie die Teiche anlegen, das Wasser düngen und die Fische ansiedeln und pflegen müssen. Dazu gehören etwa Deiche, Entwässerungs- und Überlaufrohre, Kanäle sowie der Schutz der Fische vor Raubtieren. «Sehr wichtig ist auch der Erntezyklus», betont Tshiayenyi. «Dieser wird so koordiniert, dass die Fische jedes Teichs zu einem anderen Zeitpunkt entnommen werden und es dank mehrerer Teiche immer etwas zu ernten gibt.» 

«Nicht zuletzt schaffen die Teiche Jobs für bisher arbeitslose Jugendliche, die dadurch weniger in die Städte abwandern.»

Vielfältige Verbesserungen für die Menschen

Die Fischzucht ist umso wertvoller für die bäuerlichen Gemeinschaften, weil die Klimaerwärmung das Wetter unberechenbarer macht, was das Risiko für Ernteausfälle in der Landwirtschaft erhöht. Die Einnahmen durch den Fischverkauf hingegen ermöglichen den Menschen, ihre Wohnsituation zu verbessern, den Zugang zu medizinischer Grundversorgung auszuweiten und die Schulbildung ihrer Kinder mitunter bis zur Universität zu finanzieren. Zudem hat sich die Qualität der Mahlzeiten verbessert und somit auch die Gesundheit der Bevölkerung.

«Nicht zuletzt schaffen die Teiche Jobs für bisher arbeitslose Jugendliche, die dadurch weniger in die Städte abwandern», hält Tshiayenyi fest. «So ist es gelungen, das Leben der Menschen in der Region in vielerlei Hinsicht zu verbessern und ihnen neue Perspektiven zu geben.»

Die Demokratische Republik Kongo gehört trotz ihres Reichtums an Bodenschätzen zu den ärmsten Ländern der Welt. Fastenaktion setzt im Land den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Ernährungssicherung. Erfahren Sie hier mehr über das Landesprogramm.

Ein Fischteich im Rahmen des Projekts wird von mehreren Helfer:innen bewirtschaftet.
Die Fischzucht macht bäuerliche Gemeinschaften widerstandsfähig gegenüber Ernteausfällen, die wegen der Klimaerwärmung häufiger auftreten.

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Die Klimakonferenz in Dubai ist vorbei – und die Welt weiterhin nicht auf Kurs. Der Rückblick zeigt, dass die erzielten Kompromisse nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sind. Es braucht mehr, um der Dringlichkeit der Lage gerecht zu werden. Die Ärmsten der Welt, die schon heute unter der Klimakrise leiden, können nicht länger auf ambitionierte Schritte warten. 

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Experte für Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Immerhin auf ein paar Punkte konnten sich die 197 Staaten an der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai nach über zwei Wochen Verhandlungen einigen: Etwa wie man die Nutzung fossiler Energieträger reduzieren soll. Oder dass die erneuerbaren Energien ausgebaut werden müssen. Doch die Beschlüsse im sogenannten Energiepaket sind aus der Sicht von Fastenaktion nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zwar bekennt sich die Staatengemeinschaft zum schrittweisen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, doch leider fehlt ein verbindliches Jahresziel. Nicht mal für die besonders klimaschädliche Kohle konnte man in Dubai einen konkreten Ausstiegstermin festlegen.

 

Wer bezahlt?

Ungelöst ist auch, woher das Geld kommen soll, dass es für die Umsetzung der Energiewende braucht. Darüber wird 2024 an der nächsten Weltklimakonferenz in Aserbeidschan verhandelt. Wie erfolgreich die Konferenz in Dubai war, hängt auch von den Entscheidungen ab, die kommendes Jahr fallen. 

Dort geht es allerdings um einiges mehr als nur die Finanzierung erneuerbarer Energie: Auch die Anpassung an die Klimakrise braucht Mittel – insbesondere für die ärmsten Menschen. Sie leiden überdurchschnittlich an den Folgen der Klimakrise, obwohl sie kaum etwas zu ihr beigetragen haben. Sie brauchen dringend Unterstützung, und in der Pflicht stehen jene Länder, die für die Klimaerwärmung verantwortlich sind. So steht es im Klimaabkommen von Paris. Doch die Finanzversprechen der Industrieländer sind seit Jahren unerfüllt. Sie haben viel an Vertrauen verspielt. 

 

Die Schweiz muss mehr tun

Auch die Schweiz kommt ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nach. Sie muss möglichst bald zusätzliche Gelder bereitstellen. Und zwar ergänzend zum Beitrag für Armutsbekämpfung und internationale Zusammenarbeit. 

Darüber hinaus muss die Schweiz einen angemessenen Beitrag leisten, damit die CO2-Emissionen bis 2035 um 60% sinken gegenüber 1990. Diese Forderung ist ein konkretes Ergebnis der Verhandlungen in Dubai. Mit dem aktuellen Kurs wird die Schweiz dieses Klimaziel nicht erreichen. Die Strategie, die notwendigen Reduktionen mit Zertifikaten aus dem Ausland zu erreichen, ist weder sozial noch ökonomisch nachhaltig. 

Bereits am 20. Dezember sollte der Nationalrat in seiner Beratung zum CO2-Gesetz nachbessern: Mit einer Erhöhung der CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe. Und in den folgenden Jahren, wenn es um die Klima-Gesetzgebung ab 2030 gehen wird, muss die Schweiz ambitionierter vorgehen, wenn sie die Verpflichtungen aus dem Klimaabkommen von Paris erfüllen will – nicht nur bei der Emissionsreduktion, sondern auch beim Bereitstellen finanzieller Mittel. 

Die Klimakonferenz in Dubai hat keine Entscheidung darüber getroffen, wie die globale Energiewende finanziert werden soll.

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Die Projekte von Fastenaktion auf den Philippinen führen zu spürbaren Verbesserungen für Menschen am Rande der Gesellschaft. Dies bestätigt eine externe Beurteilung des Landesprogramms.

Bereits seit den 1970er-Jahren ist Fastenaktion auf den ostasiatischen Philippinen aktiv. Aktuell konzentrieren sich die Projekte auf das Recht auf Nahrung mit dem Ziel, die Lebensgrundlagen der Ärmsten zu verbessern. Unterstützt werden insbesondere indigene Kleinbäuerinnen und Fischer in Gebieten mit grosser Armut und hohem Risiko für Taifune, Überschwemmungen und Dürren. Das jährliche Budget beträgt 800’000 Franken.

 

Stimmen der Frauen haben mehr Gewicht

2022 liessen wir das Länderprogramm vom unabhängigen Beratungsbüro Lumina Ventures aus Manila begutachten, dessen Ergebnisse inzwischen vorliegen. Die Gutachterinnen bezeichnen den Mitteleinsatz als effizient und die Projekte als «höchst relevant» – durch sie seien «spürbare Veränderungen erreicht worden, um gesunde Lebensmittel für gefährdete Zielgruppen zugänglich zu machen». Dies geschah mit agrarökologischen Anbaumethoden und Produktion von Lebensmitteln in den eigenen Hinterhöfen. Ausserdem haben sich die Bauern– und Fischerfamilien vernetzt, um ihre Rechte gegenüber staatlichen Stellen besser durchzusetzen. Die Projekte erreichten ein «hohes Mass an Eigenverantwortung und bieten eine starke Grundlage für die Nachhaltigkeit der erreichten Ziele», heisst es im Bericht. 

Profitiert von den Projekten haben insbesondere Frauen. Diese hätten nun eine stärkere Stimme in der Gemeinschaft, schreiben die Gutachterinnen weiter. Generell sei es gelungen, das Selbstbewusstsein von Menschen am Rande der Gesellschaft zu stärken. Die 14 Partnerorganisationen, mit denen Fastenaktion zusammenarbeitet, haben mit ihrem guten Netzwerk in die katholische Kirche und zu anderen Organisationen zudem Kampagnen unterstützt, um die nachhaltige Lebensmittelproduktion politisch zu stärken und auf mehr Menschen auszudehnen. 2021 hat das Programm 17’600 Personen geholfen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern.

 

Herausforderung Klimaerwärmung

Diese Erfolge fanden unter erschwerten Bedingungen statt: einerseits die Covid-Pandemie und eine Regierung, die Menschenrechte eher ignorierte als schützte, andererseits eine wachsende Zahl an Naturkatastrophen als Folge der Klimaveränderungen.  

Verbesserungsbedarf sehen die Gutachterinnen im Umgang mit den Folgen der Klimaerwärmung. Sie empfehlen auch, den Wissensaustausch unter den Partnerorganisationen zu verstärken. Diese sollten zudem gezielter auf die lokalen Behörden einwirken, um Investitionen in Bereichen zu fördern, welche die Ärmsten stärken. 

Die vollständige Zusammenfassung des Berichts finden Sie hier auf Englisch.

In unseren Projekten sollen sich Menschen unabhängig vom Geschlecht selbst befähigen, ihre Interessen zu verfolgen und ihre spezifischen Rechte einzufordern. Das ist der Grundsatz in der Gender-Arbeit von Fastenaktion. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Die Fischerin Marilou Galdones erlebt mehr Gleichberechtigung, seitdem sie im Fastenaktion-Projekt aktiv ist.
Die Stimme der Fischerin Marilou Galdones wird in ihrer Gemeinschaft gehört, seitdem sie Teil eines Fastenaktion-Projekts ist.

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Am 10. Dezember ist nicht nur der internationale Tag der Menschenrechte, wir feiern gleichzeitig den 75. Geburtstag der Uno-Menschenrechtsdeklaration. Das Jubiläum ist allerdings von zahlreichen Konflikten überschattet. Und trotz enormer Fortschritte seit 1948 gelten Menschenrechte vielerorts nur eingeschränkt – auch in Ländern, in denen sich Fastenaktion für das Recht auf Nahrung einsetzt.

Ein Kommentar von Ralf Kaminski, Redaktor bei Fastenaktion 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die von der Uno-Generalversammlung am 10. Dezember 1948 verabschiedet wurde, ist ein Meilenstein der menschlichen Zivilisation. Zum ersten Mal überhaupt einigte sich die Weltgemeinschaft auf grundlegende Rechte, die allen Menschen zustehen, egal wer sie sind, an was sie glauben und wo sie leben. Auch 75 Jahre später gibt es guten Grund, stolz auf die Ideen und Prinzipien zu sein, die in diesen 30 Artikeln stecken. 

 

Menschenrechte unter Druck 

Leider ist die Menschheit vielerorts noch immer weit entfernt von dieser Vision einer besseren Welt. Dies illustriert nur schon die hohe Zahl an Konflikten: 2022 nahmen sie laut dem Global Peace Index in 79 Ländern zu, 91 Staaten waren gar in externe bewaffnete Konflikte verwickelt – besonders viel Aufmerksamkeit erhalten aktuell die Kriege in der Ukraine und in Israel.  

Menschenrechte sind meist die ersten Opfer solcher Konflikte. Doch auch in den weitgehend friedlichen demokratischen Ländern stehen sie zunehmend unter Druck, sei es durch ideologisch inspirierte Bücherverbote in US-Schulbibliotheken oder durch Regierungen in Europa, die öffentlich drohen, aus der Europäischen Menschenrechtskonvention auszutreten, um sich nicht an deren Regeln halten zu müssen.

Fastenaktion gibt Gegensteuer

Daneben gibt es zahllose andere Menschenrechtsverstösse, über die kaum geredet wird. Fastenaktion setzt sich insbesondere für das Recht auf Nahrung ein (Artikel 25 der Menschenrechtsdeklaration) und damit verbunden für die Rechte von Bäuerinnen und Bauern. Die für die Ernährung vieler Menschen sehr wichtige kleinbäuerliche Produktion ist in zahlreichen Ländern gefährdet. Rohstoffabbau und industrielle Landwirtschaft schränken den Zugang von Kleinbäuerinnen und -bauern zu Land, Wasser und ihrem eigenen Saatgut immer stärker ein. Dadurch wird die Produktion von nachhaltiger, gesunder Nahrung erschwert. Und oft werden in solchen Situationen die kommerziellen Interessen multinationaler Konzerne geschützt – nicht die Menschenrechte. 

Fastenaktion gibt Gegensteuer und setzt sich auf mehreren Ebenen für das Recht auf Nahrung und bäuerliche Rechte ein. Dies geschieht in unserer Arbeit in den Landesprogrammen von zwölf Staaten des globalen Südens, aber auch durch das Projekt RAISE und an der Uno, wo durch unsere Vermittlung immer wieder kleinbäuerliche Stimmen aus dem Süden zu Wort kommen. So tun wir unseren Teil, um uns dieser besseren Welt anzunähern, die der Uno 1948 vorschwebte.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte finden Sie hier.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Fastenaktion das Recht auf Nahrung am Beispiel Kenias umsetzt? Klicken Sie hier, um in die multimedial erzählte Geschichte der kenianischen Bäuerin Faith «Von der Dürre zur Ernte» einzutauchen.

Kenianische Bäuerinnen bepflanzen ein Feld.
Die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft wie hier in Kenia ist zentral, um das Recht auf Nahrung zu stärken.

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Bei der internationalen Klimakonferenz in Dubai ist Halbzeit, ohne dass bisher relevante Beschlüsse gefasst wurden. Bis Mitte Dezember braucht es unbedingt entschlossene Entscheide.

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Experte für Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Die erste Woche der 28. Weltklimakonferenz ist vorbei. Und eigentlich drängt die Zeit, griffige Massnahmen zu beschliessen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch einzuhalten und der Klimaerwärmung entschieden entgegenzutreten. Leider spiegelt sich diese Dringlichkeit bisher nicht in den Verhandlungen wider. Stattdessen prägen Scheindebatten der fossilen Lobbyisten die Atmosphäre.

 

Geld für Fussballspieler aber nicht für das Klima

Zu den Ländern, die Diskussionen über konkrete Klimaschutzmassnahmen aktiv verhindern, gehört Saudi-Arabien. Dessen Vertreter nehmen die Industrieländer in die Verantwortung und fordern von ihnen, mehr finanzielle Mittel für den Klimaschutz bereitzustellen. An sich teilt Fastenaktion diese Position, wundert sich jedoch über die Doppelmoral eines Landes, das dieses Jahr schon eine Milliarde Schweizer Franken für Fussballspieler ausgegeben hat – doch Geld für Klimaschutz und die Abkehr von fossilen Energieträgern soll keines zur Verfügung stehen? Und während sich die Vertreter:innen der Länder über dieses Thema streiten, vergeht die Zeit, in der ambitionierte Beschlüsse im Kampf gegen die Klimaerwärmung getroffen werden könnten. 

Ein Schwerpunkt der COP28 ist eine Bestandsaufnahme der bisherigen globalen Bemühungen und ihrer Wirkung auf das Klima – mit dem Ziel, die Erkenntnisse in künftige Klimaziele einfliessen zu lassen. Die wissenschaftlichen Berichte dazu sind eindeutig: Die globale Erwärmung hat 1.1 Grad Celsius bereits überschritten. Die Zeit drängt, und es bleibt nur noch eine Woche, um wichtige Entscheide für eine klimagerechte Zukunft zu fällen. 

Stimme der indigenen Gemeinschaften

Die Klimaerwärmung trifft vor allem die Menschen, die in Hunger und Armut leben. Für sie setzt sich Fastenaktion gemeinsam mit Partner:innen ein. So ist etwa Marta Tipuici Manoki nach Dubai gereist, eine Indigene aus Brasilien. Sie erzählt hier von den Herausforderungen ihrer Gemeinschaft, zum Beispiel bei der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen. An der Weltklimakonferenz soll die Verdreifachung dieser Energieträger verabschiedet werden. Doch dieser Umstieg muss gerecht geschehen, denn nicht alle erneuerbaren Energien sind sozial und nachhaltig. So können etwa Flusskraftwerke zu Landenteignungen führen. Fastenaktion wies bereits an der COP26 in Glasgow auf diese Aspekte hin. 

 

Einfluss erhöhen

Marta Tipuici Manoki zweifelt manchmal, ob all die Menschen in Dubai wirklich Veränderung wollen. Ob sie ihr wirklich zuhören, wenn sie von den Problemen ihrer Gemeinschaft erzählt. Eine Klimakonferenz ausgerechnet im Erdöl-Emirat Dubai, das seinen Reichtum offensiv zur Schau stellt, verstärkt solche Zweifel – vielleicht zu Recht. Dennoch nutzen wir die Gelegenheit, uns gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in die Verhandlungen einzubringen, unsere Netzwerke und unseren Einfluss zu fördern. So wird unsere Stimme für eine klimagerechte Welt ohne Hunger lauter. Wir sind bereit für die zweite Woche! 

Die brasilianische Indigene Marta Tipuici Manoki spricht während einer Veranstaltung im Rahmen der COP28.

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Fastenaktion setzt sich für Klimagerechtigkeit ein, weil die Klimaerwärmung die ärmsten Menschen trifft und den Welthunger verschärft. Deshalb nehmen wir auch in diesem Jahr an der Weltklimakonferenz teil, weil es für wirksamen Klimaschutz internationale Übereinkommen braucht. Die diesjährige Weltklimakonferenz findet vom 30. November bis zum 12. Dezember in Dubai statt.

Ein Kommentar von Stefan Salzmann, Experte für Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion

Zum Ende des Jahres reisen wir an die Weltklimakonferenz (COP28) nach Dubai und pochen auf dringende Fortschritte im Klimaschutz. Damit die globalen Emissionen wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 halbiert werden, braucht es griffige Massnahmen. Die Zeit drängt und wir sind nicht auf Kurs. Wir verlangen von den internationalen Delegationen in Dubai wissenschaftliche Berichte anzuerkennen und ihrer Verantwortung Rechnung zu tragen.

 

Eine Stimme für die ärmsten Menschen

Fastenaktion hat sich mit Partnerorganisationen aus Brasilien und Kolumbien intensiv in die Vorbereitungen der COP28 eingebracht. Gemeinsam machen wir die Perspektive und Bedürfnisse der ärmsten Menschen sichtbar und geben ihnen eine Stimme. Wir kommen in kleinen Schritten vorwärts und bewirken Verbesserungen.

 

Klimagerechtigkeit stoppt den Hunger

Ob die kleinen Schritte ausreichen, um der Klimaerwärmung Einhalt zu gebieten, können wir nicht beantworten. Fastenaktion ist aber überzeugt, dass internationale Verhandlungen zentral sind, um die Interessen der ärmsten Menschen einzubringen. In Dubai setzt sich Fastenaktion für ambitionierte Klimaschutz-Massnahmen ein: Wir fordern unter anderem den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den Ausbau von erneuerbaren Energien, die gerecht produziert werden müssen. Das ist gerade in einem Land wie den Arabischen Emiraten ein schwerer, aber dafür umso wichtiger Auftrag. Denn Klimagerechtigkeit ist unabdingbar, um eine lebenswerte Zukunft ohne Hunger für alle Menschen zu schaffen.

Unsere Expertin für Ernährungssysteme, Christa Suter, hat die drängendsten Fragen zu den Ursachen und Folgen des Welthungers beantwortet. Lesen Sie hier das Interview.

Ein Madagasse steht neben einem Mangobaum, der vertrocknet und blattlos ist. Er blickt auf das Maniokfeld am Boden.
Weltweit sind über 700 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Die Klimaerwärmung verschärft die Lage der ärmsten Menschen.

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Viele Frauen in Burkina Faso sind im Alltag stark benachteiligt und finanziell oft von ihren Männern abhängig. Ein von Fastenaktion unterstütztes Projekt der Partnerorganisation Lougouzena im Süden des Landes verhilft ihnen zu mehr Unabhängigkeit – und verbessert den Zugang zu Nahrungsmitteln. 

Gemeinsam mit anderen Frauen des Dorfs arbeitet Oumou Oussalé Balori im Schatten von ein paar Bäumen an mehreren grossen Töpfen. In einem knetet sie gerade mit beiden Händen eine schmierige bräunliche Masse: Sheabutter. Dieser wertvolle Rohstoff wird in Lebensmitteln, für die Haut- und Haarpflege und sogar für Seife verwendet und spielt im ländlichen Westafrika eine entscheidende wirtschaftliche Rolle: Es ermöglicht Frauen ein zusätzliches Einkommen und eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. 

«Früher habe ich Sheabutter traditionell unter dem Mangobaum hergestellt, ohne mir Gedanken über die Hygiene zu machen», erzählt Oumou. «Heute jedoch entsteht dank einem neuen Herstellungsverfahren ein qualitativ besseres Produkt.» Dieses Verfahren lernte sie an einer Schulung der Organisation Lougouzena, die seit einem Jahrzehnt von Fastenaktion unterstützt wird. 

 

Bedrohung durch Klimaerwärmung und Chemikalien 

Die 38-Jährige ist Mutter von sieben Kindern, Hausfrau, aber auch ein aktives Mitglied der Genossenschaft im Dorf Songo im Süden Burkina Fasos. Die Menschen dieser Region sind stark mit den Folgen der Klimaerwärmung konfrontiert: häufigere Trockenphasen und unberechenbare Regenfälle erhöhen das Risko für Ernteausfälle. Hinzu kommen belastete Böden durch den Einsatz von Chemikalien beim Goldwaschen und durch nicht nachhaltige Landwirtschaft.

Oumou Oussalé Balori und andere Frauen bei der Herstellung von Sheabutter.
Die Produktion von Sheabutter ist für Frauen wie Oumou Oussalé Balori eine wichtige Einnahmequelle.

Frauen wie Oumou stehen vor zusätzlichen Herausforderungen: Da sie mit Hausarbeit und Landwirtschaft stark ausgelastet sind, haben sie wenig Zeit, ihre Kenntnisse in der Verarbeitung und Produktion von Nahrungsmitteln zu erweitern. So sind sie oft gezwungen, ihre Produkte direkt vom Feld zu lächerlich niedrigen Preisen zu verkaufen und verfügen deshalb in der weniger produktiven Jahreszeit über zu wenig Lebensmittel und Finanzen. Sie sind auch meist finanziell abhängig von ihren Männern. Oumou war zum Beispiel lange für jede noch so kleine Ausgabe ganz auf ihren Ehemann Amadou angewiesen. Dieser ist Goldgräber und häufig unterwegs, doch garantiert sein Job kein festes Einkommen. 

 

Plötzlich finanziell unabhängig

Hier setzt Lougouzena an: Schulungen und andere Unterstützungsmassnahmen stärken 634 Frauen aus 26 Genossenschaften nicht nur wirtschaftlich, sie erhöhen auch die Ernährungssicherheit. Unterrichtet werden neue Techniken der Lebensmittelverarbeitung sowie Marketing- und Finanzmanagement – beides erhöht die Einnahmen der Frauen. Und insgesamt profitieren davon 3514 Personen.  

Oumou ist mittlerweile sogar finanziell unabhängig. Sie hat ein eigenes Bankkonto, finanziert die Produktion von Maniokgriess, Sheabutter und Seifenkugeln selbst und macht so einen monatlichen Gewinn von 20.000 bis 25.000 CFA-Francs (rund 30 Franken). «Die Treffen in unserer Genossenschaft haben mir die Augen geöffnet. Ich wurde mir meines Potenzials als Frau bewusst und fühle mich heute stärker und unabhängiger», sagt Oumou sichtlich stolz. 

Oumou kniet auf dem Boden und kontrolliert ihre Ernte, die zum trocknen in der Sonne liegt.
Oumou trocknet die Ernte vor ihrem Haus. Durch die Klimaerwärmung steigt das Risiko für Ernteausfälle.

«Das Wissen, das uns hier vermittelt wird, ist ein echter Hebel für unsere Emanzipation.»

Gestärkte Gleichstellung der Geschlechter

Auch auf die Beziehung zu ihrem Ehemann hat sich das alles positiv ausgewirkt: «Es gibt heute ein besseres Verständnis und mehr Zusammenhalt und Solidarität zwischen uns», erzählt sie. Anfangs hatte Amadou gezögert, ob seine Frau sich an dem Projekt beteiligen sollte, doch sie gab nicht auf: «Ich habe ihm erklärt, dass diese Treffen Frauen auf dem Weg zur Selbstbestimmung begleiten sollen, damit sie sich besser um ihre Familien kümmern können.» Heute ist auch Amadou froh um all die positiven Entwicklungen. 

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist die Wurzel für einen tiefergehenden gesellschaftlichen Wandel, weshalb Fastenkation in ihren Projekten darauf viel Wert legt. «Das Wissen, das uns hier vermittelt wird, ist ein echter Hebel für unsere Emanzipation», findet auch Oumou. 

Die Erfolge haben sie ausserdem zu ambitionierten Zukunftsplänen inspiriert: «Ich will meine Sheabutter-Produktion weiter verbessern und so die Vermarktung erleichtern. Und eines Tages möchte ich ein neues Haus bauen, um meiner Familie mehr Komfort zu ermöglichen.» 

Der Artikel über Oumou Oussalé Balori ist im Magazin «Perspektiven» von Fastenaktion erschienen. Erfahren Sie hier mehr über das Landesprogramm in Burkina Faso.

Oumo und ihr Ehemann Amadou und halten ihre Hände und blicken in die Kamera.
Die Beziehung von Oumo und ihrem Ehemann Amadou hat sich seit dem Fastenaktion-Projekt verbessert. Nun begegnen sie sich auf Augenhöhe.

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Die Projekte von Fastenaktion in Kenia sind von hoher Relevanz und reduzieren die Armut in ländlichen Gebieten. Zu diesem Schluss kommt eine externe Beurteilung des aktuellen Landesprogramms.

Fastenaktion engagiert sich bereits seit den 1970er-Jahren im ostafrikanischen Kenia. Bei den aktuellen Projekten liegt der Fokus auf dem Recht auf Nahrung. Die Ansätze dafür sind Agrarökologie, Solidaritätsgruppen und Friedensförderung, das Jahresbudget beträgt 800’000 Franken. 2022 liessen wir das Landesprogramm vom unabhängigen Zürcher Beratungsbüro KEK-CDC evaluieren, dessen Ergebnisse inzwischen vorliegen. 

 

Ziele übertroffen

KEK-CDC stellte fest, dass die angestrebten Ziele in Kenia bis 2022 sogar übertroffen wurden. So entstanden zwischen 2017 und 2022 im Südwesten des Landes insgesamt 557 Solidaritätsgruppen mit fast 9000 Mitgliedern aus kleinbäuerlichen Haushalten. Der Sparansatz kombiniert mit dem Anbau von Gemüsegärten und Obstbäumen nach agrarökologischen Methoden habe «greifbare Auswirkungen auf die Verbesserung der Ernährung und die Förderung der Solidarität», schreibt das Beratungsbüro in seinem Bericht.  

Insgesamt seien die neun von Fastenaktion unterstützten Projekte «von hoher Relevanz für die Armutsbekämpfung in ländlichen Gebieten». Der Bericht hebt zudem hervor, dass 77 Prozent der Solidaritätsgruppenmitglieder weiblich sind und Frauen 72 Prozent der Führungspositionen in den Gruppen besetzen. Auch die sozialen Kompetenzen sowie die Fähigkeiten zur Konfliktverminderung wurden verbessert. Mehr als ein Viertel der Solidaritätsgruppen konnte aus den Ersparnissen kleine Kredite für Lebensmittel oder Schulkosten vergeben, womit die Verschuldung bei Kreditgebern zu Wucherzinsen vermieden wurde.

 

Brennholzbedarf halbiert 

Positiv bewertet wird ausserdem ein Projekt zur CO2-Reduktion im südlichen Bezirk Kitui. Von 2017 bis 2022 wurden dort 19’530 neue, effizientere Kochöfen gebaut, die den Brennholzbedarf halbiert und die CO2-Emissionen um eine Tonne pro Jahr pro Ofen reduziert haben. 

Das Beurteilungsteam, das einige der Projekte in Kenia besucht hat, sieht aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. So sollte der Verkauf von nicht selbst gebrauchten Produkten auf Agrarökologiemärkten ausgeweitet werden. Zudem seien vielerorts die Eigentumsverhältnisse des genutzten Landes unklar, was adressiert werden sollte. Nicht zuletzt litten viele Gebiete zunehmend unter Dürren, weshalb es angepasste Strategien brauche, um die Nachhaltigkeit der Projektarbeit sicherzustellen.   

Die vollständige Zusammenfassung des Berichts finden Sie hier auf Englisch.

Seit über 20 Jahren stehen Solidaritätsgruppen im Mittelpunkt der Arbeit von Fastenaktion. Dank des Ansatzes wird der Hunger nachhaltig und langfristig reduziert. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Die Bäuerin Melisa Khavala steht auf dem Feld und lächelt in die Kamera.
Melisa Khavala ist Mitglied einer Solidaritätsgruppe. Seither haben sich ihre Lebensgrundlagen verbessert.

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